
Gasherde Ratgeber
Gasherde eignen sich für die Gastronomie ebenso wie für die heimische Küche. Welche Vorteile die Geräte im Vergleich zu Elektroherden bieten und worauf Sie beim Kauf achten sollten, lesen Sie hier.
1. Gasherde und ihre Vorzüge
Besonders Profis setzen beim Kochen und Erhitzen von Speisen auf Gasherde, da sie gegenüber strombetriebenen Geräten diverse Vorteile aufweisen – ungeachtet davon, ob ein Elektroherd mit Ceranfeldern oder Metallplatten ausgestattet ist.
Vor allem folgende Vorzüge von Gasherden sind nennenswert:
Gasherd mit eingebautem Gasofen
- Schnell einsatzbereit: Anders als Elektroherde benötigen Gasmodelle deutlich weniger Zeit, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Die Flamme, über der Sie Pfannen und Töpfe platzieren, brennt sofort nach dem Einschalten.
- Punktgenau: Kochen mit Gas hat den Vorteil, dass Sie die Temperatur wesentlich feiner regeln können als bei der herkömmlichen Variante mit Strom. Auch das Ausschalten geht rasch vonstatten; langes Abkühlen der Kochfelder ist nicht nötig.
- Effizient: Verglichen mit dem Stromverbrauch elektrischer Herde ist der Energieverbrauch bei Gasgeräten geringer. Da eine Kilowattstunde Gas außerdem günstiger ist als die gleiche Menge Strom, ergeben sich finanzielle Vorteile.
- Flexibel: Sie können unabhängig vom Stromnetz kochen, was je nach Modell ein flexibles Aufstellen möglich macht. So ist Camping ein beliebtes Szenario, in dem Gasherde genutzt werden.
2. Bauform und Ausstattung
Überlegen Sie vor dem Kauf, ob es sich bei Ihrem neuen Küchengerät um einen Standherd oder einen Einbaugasherd handeln soll.
- Standgasherde können frei stehen und recht flexibel positioniert werden, sofern die Gasversorgung sichergestellt ist. Wenn das Gerät mithilfe von Gasflaschen (Flüssiggas/Propangas) betrieben wird, können Sie den Standort frei wählen.
- Einbaumodelle sind so konzipiert, dass Sie sie zum Beispiel in eine Küchenzeile einbauen können, wodurch sich ein einheitliches Gesamtbild ergibt.
Große Gasherde kommen oft in der Gastronomie zum Einsatz.
Im nächsten Schritt geht es darum, die gewünschte Ausstattung zu bestimmen. Gasherde erhalten Sie in zahlreichen Variationen, sodass Sie das ideale Gerät für Ihre Bedürfnissen finden können. Zu den verfügbaren Ausstattungsmerkmalen zählen:
- Anzahl der Kochfelder
- Art der Kochstellen, z. B. Wok-Brenner, Kleinbrenner, Normalbrenner, Starkbrenner
- Offener Unterbau/Schublade/Verstaumöglichkeiten für Geschirr und Kochutensilien
- Integrierter Backofen
Meistens verfügen Gasherde über verschiedene Brenner, wie die Kochstellen auch genannt werden. Diese unterscheiden sich in Größe (Durchmesser) sowie Leistung und eignen sich dementsprechend für kleine oder große Töpfe, Pfannen oder Woks.
Zündsicherungen stellen sicher, dass kein weiteres Gas ausströmt, sobald die Flamme erlischt. Jeder Gasherd sollte über entsprechende Sicherheitsmechanismen verfügen, vergewissern Sie sich dessen dennoch vor der Nutzung.
Bei Modellen mit Backöfen können Sie sich zwischen Varianten entscheiden, bei denen der Ofen ebenfalls mit Gas oder aber elektrisch betrieben wird. Beide Ausführungen haben ihre Vorteile:
- Elektrobacköfen bieten oft mehrere Funktionsweisen wie Umluft und Oberhitze. Sie eignen sich nicht nur dazu, Speisen zu Garen, sondern auch dazu, sie langsam zu erhitzen oder bei geringen Temperaturen warmzuhalten.
- Gasbacköfen eignen sich in erster Linie für das Arbeiten mit großer Hitze, wobei Vorheizen entfällt. Es ist nur Unterhitze verfügbar.
Die Funkenzündung erfolgt bei den meisten modernen Gasherden elektronisch und kann ganz einfach per Knopf oder Drehschalter ausgelöst werden.
3. Anschließen, Gebrauch und Pflege
Nutzen Sie ausschließlich Kochgeschirr, das größer ist als der jeweilige Brenner.
Um Schäden, Verletzungen und Unfällen vorzubeugen, sollten Sie das Anschließen des Gasherdes grundsätzlich einem Fachmann überlassen. Dies gilt ebenso für Modelle, die mit Gasflaschen betrieben als auch für solche, die an die Gasleitung angeschlossen werden müssen.
- Die Pfanne oder der Topf sollte immer größer als der Brenner sein, sodass die Flamme nie unbedeckt ist
- Achten Sie auf Sauberkeit: Brenner und Gasdüsen sollte nicht durch Dreck verstopft sein
- Zwecks Reinigung lassen sich die Brenner in der Regel auseinandernehmen; säubern Sie den Herd am besten nach jeder Benutzung
- Zum Schutz vor Fettspritzern können Sie zum Beispiel Alufolie um die Brenner herumlegen
4. FAQ
Welches Gas benötigt ein Gasherd?
Gasherde werden entweder mit Erdgas aus dem örtlichen Gasnetz oder aber mit Flüssiggas aus Gasflaschen betrieben. Bei letzterem handelt es sich zumeist um Propangas. Viele Modelle können außerdem umgerüstet und entsprechend auf beide Arten betrieben werden. Eine solche Umrüstung sollte ausschließlich eine Fachkraft durchführen.
Welche Pfannen und Töpfe kann ich auf einem Gasherd verwenden?
Mit einem Gasherd sind Sie grundsätzlich sehr flexibel: Pfannen und Töpfe aus nahezu sämtlichen gängigen Materialien können Sie problemlos verwenden. Sicherheitshalber sollten Sie aber dennoch deren Herstellerangaben, etwa zur Maximaltemperatur beachten. Wichtig ist außerdem und insbesondere, dass der Durchmesser des Kochgeschirrs groß genug ist: Die Flamme der Kochstelle sollte in jedem Fall kleiner, also vollkommen bedeckt sein.
Wie wird die Flamme an einem Gasherd entzündet?
Die meisten Gasherde besitzen Zündschalter, die bei Betätigung einen Funken erzeugen, der das Gas entzündet. Hierfür wird in der Regel elektrischer Strom benötigt. Alternativ besteht die Möglichkeit, das Gas händisch zu entzünden, zum Beispiel mit einem Stabfeuerzeug. Dies ist auch ohne Strom möglich.
Funktionieren Gasherde vollständig ohne Strom?
Statt mit einer elektrischen Zündung, über die moderne Gasherde verfügen, können Sie die Brenner auch manuell, nämlich mithilfe von Streichhölzern oder Stabfeuerzeugen entzünden. In diesem Fall ist Elektrizität keine Voraussetzung für die Nutzung.













































