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Weihnachten / 28. November 2016

Feuerzangenbowle: Heißes Zuckerschlecken mit reichlich Prozenten

Für viele gehört die Feuerzangenbowle im Winter einfach dazu. Obwohl es sich dabei eigentlich um Etikettenschwindel handelt. Denn genaugenommen ist die Feuerzangenbowle gar keine Bowle, sondern ein Punsch. Eine Bowle besteht in der Regel aus Weißwein und Früchten wie Aprikosen oder Erdbeeren, sie wird kalt getrunken. Die Feuerzangenbowle enthält keine Früchte, und man trinkt sie heiß!

Feuerzangenbowle: Heißes Zuckerschlecken mit reichlich Prozenten
© Kitty - Fotolia

Die Zutaten für die Feuerzangenbowle


Für die perfekte Feuerzangenbowle benötigt man trockenen Rotwein. Die weiteren Zutaten sind Orangensaft, Orangen, Zitronen, Zimt, Gewürznelken, Kardamom und reichlich Rum. Der sollte mindestens 54 Volumen-Prozent Alkohol haben, besser noch um die 70 Prozent. Und natürlich darf der Zuckerhut nicht fehlen!

Der zylinderförmige Zuckerhut aus raffiniertem Zucker wird speziell für die Zubereitung von Feuerzangenbowle angeboten. Ihr könnt einen Zuckerhut auch zu Hause selber machen. Dazu den Zucker leicht anfeuchten, damit er klebt. Dann den Zucker in eine Pappform oder vorsichtig in ein Sektglas pressen und trocknen lassen.


Den Zucker für die Feuerzangenbowle flambieren

Die Profis auf den Weihnachtsmärkten haben riesige Kupferkessel zur Verfügung. Wer kein spezielles Feuerzangenbowle-Set hat, nimmt einen großen Topf oder ein anderes erhitzbares Gefäß. Erwärmt wird auf dem Herd oder auf einem Stövchen.

Der Zuckerhut wird auf einer Vorrichtung über dem Topf mit dem Rotwein platziert. Früher verwendete man dafür die sogenannte Feuerzange, ein Gerät aus dem Kaminbesteck. Behutsam wird der Zuckerhut mit Rum beträufelt, bis er sich vollgesaugt hat. Den Rum keinesfalls direkt aus der Flasche, sondern erst in eine Schöpfkelle gießen. So lässt er sich besser dosieren. Ist der Zuckerhut durchtränkt, zündet man ihn sofort an. Aus Sicherheitsgründen zum Anzünden am besten einen langen Streichholz oder ein Stabfeuerzeug verwenden.

Der brennende Alkohol lässt den Zucker langsam karamellisieren und in den Topf tropfen. Ist der Rum verbraucht, kommt neuer auf den Zuckerhut. Entscheidend für das Ergebnis ist, dass der Zucker permanent brennt und der Rumanteil im Zucker weder zu hoch und noch zu niedrig ist. Umrühren muss man die Feuerzangenbowle nicht, serviert wird sie idealerweise in einem Grog- oder Punschglas oder ganz einfach in einer Tasse.