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Kulinarisch Unterwegs / 23. Juni 2016

So schmeckt die Slowakei: Kräftig, deftig, köstlich

Wer in die Slowakei fährt und dort eine raffiniert-leichte Küche sucht, wird eher enttäuscht wieder zurückkehren: Wie in den Nachbarländern Ungarn und Tschechien wird auch die slowakische Küche von deftigen Gerichten mit viel Fleisch, Kartoffeln und Sauerkraut dominiert. Aber schmecken tut’s! Wir wünschen: „Dobrú chuť“ – guten Appetit

So schmeckt die Slowakei: Kräftig, deftig, köstlich
© Arkadiusz Fajer – Fotolia.com

1. Cesnaková polievka.

Eine der beliebtesten Suppen der slowakischen Küche ist die Knoblauchsuppe. Sie besteht traditionell aus Brühe, Sahne und Knoblauchzehen. Besonders mild wird sie, wenn man den Knoblauch von Anfang an gleich mitkocht und nicht erst kurz vor dem Servieren zerdrückt und beimengt. Manche Restaurants in der Slowakei servieren die Cesnaková polievka auch in einem kleinen Laib Brot.


2. Hubová polievka.

Die säuerliche Pilzsuppe mit Steinpilzen und Champignons bekommt durch Sauerrahm ihre typisch cremige Konsistenz. In der Slowakei ist das Gericht ein Weihnachtsklassiker!


3. Kapustnica.

Die Sauerkrautsuppe darf bei den typisch-slowakischen Gerichten nicht fehlen: Zutaten sind Sauerkraut, Wurst, Fleisch, Trockenpilze sowie etwas Mehl. Abgeschmeckt wird die Kapustnica mit Sauerrahm. Manche fügen noch Trockenpflaumen hinzu, die für eine süßliche Note sorgen. Bei Hochzeiten wird dieses Gericht übrigens gern als Mitternachtssnack serviert, um den vielleicht schon etwas müden Gästen neue Kräfte einzuhauchen.


4. Pstruh na rošte.

Wem der Sinn nach etwas leichterer Kost steht, hält sich an Fisch – wie zum Beispiel gegrillte Forelle. In der slowakischen Küche spielen aufgrund fehlender Meeresküsten die Süßwasserfische eine große Rolle. Daher ist neben der Forelle auch der Karpfen recht populär, etwa in panierter Form als Vyprážaný kapor.

5. Bryndzové halušky.

Kommen wir zum Nationalgericht der Slowaken: Brimsennocken mit gebratenem Speck. Ein Essen, das für die Slowaken so etwas wie die Pizza für die Italiener ist. Die Nocken werden aus Kartoffelteig gemacht und mit Brimsen, einem Frischkäse aus Schafsmilch, vermischt. Garniert wird das Ganze mit angebratenem Speck. Übrigens: In dem Bergdorf Turecká am Fuß des Großen-Fatra-Gebirges finden jährlich die Weltmeisterschaften im Kochen und Essen von Brimsennocken statt!

6. Strapačky.

Diese Nudeln basieren – wie die Bryndzové halušky –auf rohen, geraspelten Kartoffeln. Diese werden mit Ei und Weizenmehl zu einem Teig vermengt und anschließend gekocht. Je nach Vorliebe kommen noch weitere Zutaten wie Sauerkraut, gebratener Speck, Schafskäse, Sauerrahm oder Zwiebeln hinzu.

7. Guláš.

Ihr saftiges Gulasch haben die Slowaken vom Nachbarn Ungarn übernommen, ändern es aber durch eigene Zutaten wie Pilze oder Preiselbeeren ab. Der Einfluss der Nachbarländer Ungarn und Österreich spiegelt sich übrigens nicht nur im Gulasch wider, auch das Wiener Schnitzel erfreut sich in der Slowakei großer Beliebtheit.

8. Vyprážaný syr.

Käse spielt in der slowakischen Küche eine große Rolle. Populäre Sorten sind Korbáčiky (aus Kuhmilch), Parenica und Oštiepok (beide aus Schafsmilch). Letzterer wird oft paniert als Vyprážaný syr angeboten.

9. Šúĺance s makom.

Noch Platz für ein Dessert? Diese Schupfnudeln werden in der Pfanne mit Butter geschwenkt und anschließend mit Mohn und Puderzucker bestreut.

10. Palacinky.

Pfannkuchen sind in ganz Mitteleuropa ein Dauerbrenner! In der Slowakei gibt’s sie mit Eis und Schokolade gefüllt mit Marmelade mit Frischkäse und Rosinen oder mit Nüssen, Schokolade und Schlagsahne. In Restaurants werden die Palatschinken auch mit Alkohol übergossen und flambiert serviert.

11. Borovička.

Uff! Nach so vielen deftigen Genüssen wird es Zeit für einen kleinen Verdauungsschnaps! Da kommt das slowakische Nationalgetränk gerade richtig. Der Borovička wird aus Wacholderbeeren gebrannt. Der weiße oder goldfarbige Schnaps hat einen Geschmack, der dem von Gin ähnelt und hat einen Alkoholgehalt von meist 38 bis 45 Prozent. Der slowakische Lebensmittelkodex schreibt vor, dass der Alkohol beim Borovička nicht unter 35 Prozent betragen sollte.