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Gut zu wissen / 07. April 2016

Tomaten lagern: Am besten in Einzelhaft nehmen

Die Tomate ist das Lieblingsgemüse der Deutschen: Mehr als 20 Kilo Tomaten verzehrt jeder Bundesbürger jährlich. Wobei: Ob die Tomate ein Gemüse oder eine Frucht ist, darüber herrscht in Gelehrtenkreisen Uneinigkeit, da sie botanische Merkmale beider Gattungen aufweist. Die meisten Experten zählen sie allerdings zum Gemüse, schon allein aufgrund der Verwendung in der Küche. Welche Vorzüge Tomaten haben und warum Tomaten lagern besser in „Einzelhaft“ funktioniert, haben wir hier zusammengefasst.

Tomaten lagern: Am besten in Einzelhaft nehmen
© StefanieB. - Fotolia

Tomaten: Viele Sorten, viele Vorzüge


Fleischtomaten, Stabtomaten, Strauchtomaten, Kirschtomaten – die Vielfalt bei Tomaten ist groß. Über 1.000 eingetragene Sorten sind verbürgt, daneben werden Tausende weitere Sorten in Privatzüchtungen vermutet. Das kalorienarme Gemüse enthält unter anderem Kalium, Vitamin C und Provitamin A, das vom Körper in Vitamin A umgewandelt werden kann, daneben Vitamine aus dem B-Komplex sowie Vitamin E. Der Pflanzenfarbstoff Lycopin sorgt nicht nur für die rote Färbung, sondern schützt laut aktuellen Forschungsergebnissen auch vor Arteriosklerose, Herz- und Kreislaufproblemen.

Tomaten mögen’s warm und schattig


Tomaten lagern bis zu 14 Tage unter optimalen Bedingungen. Allerdings gehören sie nicht in den Kühlschrank: Sie verlieren dort an Geschmack und schimmeln schnell. Bei den meisten Tomaten liegt die ideale Lager-Temperatur zwischen 12 und 16° Celsius, einige Sorten wie Rispentomaten vertragen auch ein bis zwei Grad mehr. Insgesamt sollten die Temperaturgrenzen eingehalten werden: Zu niedrige Temperaturen gehen zulasten des Geschmacks, zu hohe beschleunigen den Alterungsprozess. Der beste Aufbewahrungsort ist schattig und hat eine hohe Luftfeuchtigkeit. Direkte Sonneneinstrahlung lässt Tomaten schneller nach- beziehungsweise überreifen.

Tomaten lagern: Auf die ansteckende Wirkung achten


Tomaten haben eine wahrhaft ansteckende Wirkung auf andere Obst- und Gemüsesorten: Ähnlich wie Äpfel verströmen sie ein gasförmiges Pflanzenhormon namens Ethylen. Dieses regt den Stoffwechsel bei Obst und Gemüse an, löst so Reifungsprozesse aus und lässt die Nachbarn in der Obst- und Gemüseschale schneller verderben. Wer Tomaten lagert, sollte sie daher immer separat aufbewahren. Es sei denn, man lagert unreifes Obst oder Gemüse in der Nähe von Tomaten. Dann sorgt das Ethylen nämlich für eine beschleunigte Reifung.