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Gut zu wissen / 26. Oktober 2016

Richtig einfrieren: Lebensmittel korrekt auf Eis legen

Vom Mittagessen ist die Hälfte übrig geblieben? Zu viel Fleisch gekauft? Ein Gefrierfach gehört zur Standardausstattung in nahezu jeder Küche. Bei frischen wie auch bereits zubereiteten Lebensmitteln gilt es allerdings einiges zu beachten, damit sich das Eingefrorene möglichst lange hält und nach der Tiefkühllagerung noch schmeckt. Richtig einfrieren – so geht’s:

Richtig einfrieren: Lebensmittel korrekt auf Eis legen
© PhotoSG - stock.adobe.com

Richtig einfrieren – und dem Gefrierbrand keine Chance lassen


Gefrierbeutel sind als schützende Verpackung ideal zum Einfrieren von Lebensmitteln oder fertig gekochten Speisen geeignet. Achtet darauf, dass ihr möglichst viel Luft auf dem Gefrierbeutel presst, bevor ihr ihn verschließt. Luft im Gefrierbeutel beschleunigt den Zersetzungsprozess und vermindert die Haltbarkeit des Lebensmittels. Am besten klappt der Luftentzug mit einem Vakuumiergerät. Die Anschaffung lohnt sich, wenn ihr häufiger etwas einfriert. Aufbewahrungsboxen und Plastikverpackungen, die viel Luftraum enthalten, eignen sich zum richtigen Einfrieren nicht.

Kein Lebensmittel hält sich ewig im Tiefkühler


Die empfohlenen Lagerzeiten unterscheiden sich je nach Produkt und reichen von einigen Monaten bis zu einem Jahr. Wer mit System richtig einfrieren möchte, kennzeichnet das Gefriergut mit Datum und Bezeichnung. So erkennt ihr direkt, um welches Produkt es sich handelt und seht, wie lange es schon im Tiefkühler lagert.

Wichtiger Hinweis: Einmal aufgetaut, sollte Geflügelfleisch nicht erneut eingefroren werden! Bakterien und Salmonellen breiten sich durch die niedrigen Temperaturen zwar nicht weiter aus, können sich nach dem Auftauen aber weiter vermehren.

Obst und Gemüse richtig einfrieren


Frisches Obst und Gemüse richtig einfrieren – das klappt am besten, wenn ihr es vorher in siedendem Wasser blanchiert. Im Zuge dessen werden Keime abgetötet, der natürliche Fäulnisprozess verlangsamt und die Vitamine halten sich besser. Nach dem Blanchieren Beerenfrüchte und einzelne Gemüseteile in Eiswasser abschrecken. Wer möchte, verteilt die Früchte auf einem Brett oder Blech und stellt sie für etwa zwei Stunden in das Gefrierfach bevor sie in einen Gefrierbeutel gepackt werden. So verkleben die Einzelteile später im Gefrierbeutel nicht mehr miteinander und ihr könnt auch einzelne Portionen nutzen, ohne alles auftauen zu müssen.

Diese Lebensmittel gehören nicht in das Gefrierfach


Leider lassen sich nicht alle Lebensmittel uneingeschränkt im Tiefkühlfach lagern. Durch die niedrigen Temperaturen würden ihre Textur und Konsistenz zerstört. Bestimmte Obstsorten wie Äpfel, Bananen, Kirschen, Pflaumen und Mirabellen sowie Südfrüchte verfärben sich mit der Zeit braun und verlieren ein Teil ihres Aromas. Dabei ist der Faktor Zeit ein entscheidendes Kriterium für das spätere Ergebnis. Bananen beispielsweise können in Scheiben geschnitten und sorgfältig in einem Gefrierbeutel verpackt, durchaus ein paar Tage im Tiefkühler lagern. Ein längerer Zeitraum schadet ihnen allerdings sehr. Himbeeren und Heidelbeeren dagegen macht die Eiseskälte nichts aus. Sie halten sich sehr lange unbeschadet im Eis.

Während sich Erbsen, Pilze und Zucchini problemlos roh einfrieren lassen, werden Blumenkohl, Brokkoli, Kohl und Möhren vorab besser blanchiert und abgeschreckt. So ist das Gemüse auch nach dem Auftauen noch knackig. Anders bei Salatgurken, Tomaten und Radieschen. Sie eignen sich nicht zum Einfrieren, weil sie aufgetaut matschig werden.

Bei vielen Milchprodukten gerät das richtige Einfrieren ebenfalls zum Problem. Käse wird trocken, Buttermilch, Crème fraîche, Kefir oder Saure Sahne werden nach dem Auftauen körnig oder krümelig und die Molke setzt sich ab.