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Gut zu wissen / 28. März 2016

Kühlschrank richtig einräumen: Auf die Zonen kommt es an

Wieder mal kein Platz im Kühlschrank? Das könnte daran liegen, dass er nach der vermeintlich guten alten Methode „Tür auf, alles irgendwie reinstopfen, Tür wieder zu“ befüllt wurde. Dies führt aber nicht nur irgendwann zu Platzmangel, es kann auch den Lebensmitteln schaden. Wie der Inhalt des Kühlschranks richtig eingeräumt wird, verraten wir hier.

Kühlschrank richtig einräumen: Ordnung ist das halbe Küchenleben
© fuzzbones - Fotolia

Kühlschrank richtig befüllen: Grundlegendes


Lebensmittel haben ihre eigenen Bedürfnisse, was die Lagerung angeht: Manche brauchen die Kälte, andere sind mit höheren Temperaturen zufrieden. Aus diesem Grund haben Kühlschränke auch verschiedene Kühlzonen. Obst, Gemüse und Molkereiprodukte sollten eben mit Bedacht in den Kühlschrank eingeräumt werden – und nicht „irgendwie“. Wichtig ist zunächst: Die gerade eingekauften, länger haltbaren Nahrungsmittel kommen nach hinten. Alles, was älter ist und bald verbraucht werden muss, sollte nach vorne in Sichtweite rücken. Auf diese Weise vermeidet man, Lebensmittel zu vergessen, die man dann beim Wiederauffinden sofort dem Müll übergeben kann. Eine feste Kühlschrank-Ordnung hilft dabei, sich einen raschen Überblick über die Vorräte zu verschaffen: Wenn die Milch immer am gleichen Platz steht, muss nicht erst der gesamte Kühlschrank durchforstet werden.

Kühlschrank richtig einräumen: Die einzelnen Kältezonen

Oberes Fach

Von der Tür abgesehen, ist es im obersten Fach am wärmsten – mit Temperaturen von acht bis zehn Grad Celsius. Hier landen Lebensmittel, die keine allzu starke Kühlung benötigen: Käse, Butter, Eier, Marmelade, Dressings, Ketchup, Senf. In Gläsern eingelegte Nahrungsmittel wie Gurken, Geräuchertes und Reste bereits zubereiteter Speisen sind hier ebenfalls im Kühlschrank richtig platziert.

Mittleres Fach

Die mittlere Ebene mit ihrer Temperatur von etwa fünf Grad Celsius ist ideal für Milchprodukte wie Joghurt, Sahne und Quark. Frischmilch hält sich hier länger als in der wärmeren Tür. Frisch- und Streichkäse sowie Wurst sind in der Mitte auch gut aufgehoben. Dabei die Milchprodukte und Wurst am besten in einer luftdichten Frischhaltebox aufbewahren – das verhindert Kondensation, Geruchsübertragungen und letztlich Geschmacksveränderungen.

Unteres Fach

Noch kälter ist es unten: Wer seinen Kühlschrank richtig einräumen will, lagert hier bei Temperaturen um die zwei Grad Celsius leicht verderbliche Lebensmittel – etwa Fleisch und Fisch.

Gemüsefach

In diesen Fächern für Obst, Gemüse und Salat liegt die Temperatur bei acht bis zehn Grad Celsius – die Glasplatte oben hält Kälte und Feuchtigkeit ab. Obst und Gemüse immer getrennt voneinander aufbewahren, da einige Sorten (z. B. Äpfel) das Pflanzenhormon Ethylen freisetzen. Ethylen beschleunigt den natürlichen Reifeprozess und lässt die „Nachbarn“ schneller verderben. Außerdem sollten Obst und Gemüse ungewaschen gelagert werden, da Feuchtigkeit die Bildung von Schimmel begünstigt.

Longfresh- und Biofresh-Fächer

Je nach Kühlschrank-Hersteller heißen sie „Longfresh“, „Biofresh“ oder „Vitafresh“: Diese „Frische“-Fächer haben eine besonders niedrige Temperatur von circa null Grad Celsius. So bleiben leicht verderbliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst und Fisch bis zu dreimal so lange genießbar wie normal. Viele Hersteller statten ihre Mehrzonen-Kühlgeräte mit einer trockenen und einer feuchten Null-Grad-Zone aus: In der trockenen herrscht eine Luftfeuchtigkeit von rund 50 Prozent – geeignet für Fleisch, Fisch und Michprodukte. Die feuchte Zone mit ihrer Luftfeuchtigkeit von 95 Prozent ist ideal für Obst und Gemüse.

Kühlschranktür

Mit rund acht Grad Celsius ist die Kühlschranktür eine der wärmsten Zonen. Den Kühlschrank richtig einzuräumen heißt: Hier gehören Lebensmittel hin, die nur eine geringe Kühlung benötigen wie Eier oder Butter. Viele Türen besitzen dafür spezielle Behälter und Boxen. In der Mitte der Tür sind Tuben und Flaschen mit Senf, Meerrettich, Ketchup und Mayonnaise gut aufgehoben. Unten in der Tür landen schließlich Getränke – auch Milch, wenn sie nicht stehend ins mittlere Fach passt.