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Gut zu wissen / 18. November 2016

Diese deutsche Brotsorten-Liste sorgt für Durchblick

Wir Deutsche lieben es – unser Brot. Morgens, mittags, abends. Würzig belegt oder süß bestrichen. Hell oder dunkel. In Deutschland ist die Auswahl an Sorten so groß, dass ausländische Gäste sich beim Bäcker eigentlich wie im Schlaraffenland vorkommen müssen. Wenn sie es denn schaffen, den Überblick zu behalten. Dafür sorgt unsere deutsche Brotsorten-Liste mit allerlei Zahlen und Fakten zum Thema Brot.

Diese deutsche Brotsorten-Liste sorgt für Durchblick
© and.one - Fotolia

Zu den normalen Broten zählen beispielsweise Weizenbrote, Weizenmischbrote wie auch Roggen- und Roggenmischbrote. Den Getreidenamen darf ein Brot nur tragen, wenn es zu mindestens 90 Prozent aus diesem Getreide besteht, sprich: Im Weizenbrot steckt zu 90 Prozent Weizengetreide, in einem (Weizen-) Mischbrot dagegen mindestens 50 Prozent.

Als Spezialbrote gelten


  1. Sorten mit einer besonderen Zutat, also einem speziellen Getreide, wie Dreikorn-, Vierkorn- und Fünfkornbrote oder Brote aus Dinkel, Gerste, Hafer, Mais, Hirse und Buchweizen

  2. Sorten, die zusätzlich mit pflanzlichen Zutaten wie Weizenkeim, Malzkorn, Soja, Rosinen oder Leinsamen gebacken werden

  3. Sorten, die auch tierische Produkte enthalten und deshalb Butterbrot, Joghurt- oder Sauermilchbrot heißen

  4. Sorten wie Pumpernickel, Knäckebrot und Steinofenbrot, die in besonderen Backverfahren und Öfen gebacken werden

Die Deutschen sind Weltmeister in Sachen Brot backen und essen. In keinem anderen Land der Welt wird so einfallsreich und erfinderisch gebacken wie bei uns. Die deutschen Bäcker bieten rund 300 verschiedene Sorten an und ihre Kunden kauften im Jahr 2015 sage und schreibe 1.834.000 Tonnen Brot. Hinter dieser Zahl stecken übrigens nur die Privathaushalte (Quelle: Gesellschaft für Konsumforschung). Am häufigsten verlangen die Deutschen beim Bäcker Mischbrote. Diese waren 2015 die absoluten Favoriten unter den Brotsorten, ihr Marktanteil lag bei 32,8 Prozent. Mischbrote bestehen zu mindestens 50 Prozent und maximal 90 Prozent aus ein und derselben Getreideart. Der restliche Anteil kann vom Bäcker je nach Geschmack variiert werden. Auf dem nächsten Rang landete das Toastbrot mit 20,3 Prozent. Toastbrot ist zumeist ein reines Weizenbrot, auch Weißbrot genannt, das zu 90 Prozent aus Weizenmehl besteht. Brote mit Körnern und Saaten lagen bei 15,2 Prozent. 10,5 Prozent der verkauften Brotsorten waren dunkle Schwarz- und Vollkornbrote.

Zahlen und Fakten zum Brot in Deutschland


Welche Brotform wird von den Deutschen bevorzugt? Und wie viel wiegen die am meisten verkauften Brote? Dieses und mehr hat der Fachverband Deutsches Bäckerhandwerk statistisch untersucht.

Welche Brotform wird am häufigsten gekauft?


Platz 1: Kasten- und Toastbrote (30,3 Prozent)

Platz 2: runde Brote, frei gebacken (28,7 Prozent)

Platz 3: längliche Brote, frei gebacken (12,9 Prozent) und ovale Brote, frei gebacken (12,9 Prozent)

Wie viel wiegen die Brote, die in Deutschland am häufigsten verkauft werden?

Platz 1: 500 bis 1500 Gramm (62,1 Prozent)

Platz 2: bis 500 Gramm (30,4 Prozent)

Platz 3: schwerer als 1500 Gramm (7,5 Prozent)

Bevorzugen Deutsche Hefe- oder Sauerteig-Brote?

Platz 1: mit Hefe gebacken (76 Prozent)

Platz 2: mit Sauerteig gebacken (73,3 Prozent)

Platz 3: mit Langzeitführung gebacken (26,4 Prozent)

Was schmeckt den Deutschen besonders gut: Kerne, Früchte, Gemüse im Brot?

Platz 1: mit Ölsaaten, wie zum Beispiel Sonnenblumenkernen (31 Prozent)

Platz 2: mit weiteren Zutaten, wie beispielsweise Keimlingen und Malz (10,6 Prozent)

Platz 3: mit Früchten und Gemüse (7,9 Prozent)