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Gut zu wissen / 10. Juni 2016

Brainfood: Dieses Essen hilft dem Gehirn auf die Sprünge

Mit dem richtigen Essen das Gehirn stärken? Kann man sich wirklich schlau essen? Ja, man kann. Unser Gehirn ist sogar ein echter Vielfraß: Rund ein Viertel des täglichen Energiebedarfs geht allein fürs Oberstübchen drauf. Ständig braucht es Nachschub – aber bitte den richtigen. Für Höchstleistungen benötigt das Gehirn das richtige Essen, einen Mix aus Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß. Kurz: Wie schlau wir sind, hängt entscheidend davon ab, was wir essen!

Brainfood: Dieses Essen hilft dem Gehirn auf die Sprünge
© zb89v - Fotolia

Der enge Zusammenhang zwischen Gehirnleistung und Essen ist durch viele wissenschaftliche Studien belegt. So fanden Wissenschaftler der Universität Chicago heraus, dass die Hirnleistung von Schülern durch regelmäßiges Essen von Nüssen und Äpfeln innerhalb eines Monats um 30 Prozent zunimmt. Zwar kann man Weisheit nicht mit dem Löffel essen, doch wer sich richtig ernährt, kann das Potenzial des Gehirns voll ausschöpfen.

Das Geheimnis liegt darin, die grauen Zellen gleichmäßig mit Energie zu versorgen. Einfache Kohlenhydrate, wie sie in Traubenzucker oder Süßigkeiten stecken, geben dem Gehirn nur einen sehr kurzen Kick. Spätestens 20 Minuten nach dem süßen Verzehr rutscht der Blutzuckerspiegel in den Keller – und mit ihm unsere Denkleistung. Das Gehirn kann keine Energie speichern, zieht seine Nahrung immer direkt aus dem Blut. Ist da nichts mehr zu holen, sind wir sogar müder als vor der Power-Dosis Zucker.

Gut fürs Gehirn, wenn wir Kohlenhydrate essen


Schlauer essen geht also anders. Um längere Zeit konzentriert arbeiten zu können, braucht unser Gehirn komplexe Kohlenhydrate. Die liefern zum Beispiel Vollkornbrot, Haferflocken und Nudeln. Auch Kartoffeln, Vollkornreis, grüne Gemüsesorten wie Brokkoli sowie Obst, darunter Blaubeeren, Äpfel und Bananen, sind dank der enthaltenen sogenannten Mehrfachzucker echtes Brainfood – Essen für das Gehirn.

Warum liebt das Gehirn Mehrfachzucker? Die Antwort ist einfach: Der Körper benötigt längere Zeit, um diese komplexen Kohlenhydrate aufzuspalten und nutzbar zu machen. So kommt der Brennstoff für den Kopf nur nach und nach in die Blutbahn. Entsprechend lange kann das Gehirn davon „essen“.

Mehr Grips: Das perfekte Essen fürs Gehirn


Wer schlau sein will, muss zusätzlich noch Fette essen. Auch hier ist unser Gehirn wählerisch. Die perfekte Nervennahrung sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Omega-3-Fette. Im Gehirn fungieren sie als Botenstoffe und helfen dem Denkorgan so auf die Sprünge. Die wichtigen Fettsäuren sind zum Beispiel in Lachs, Matjes und Garnelen enthalten. Aber auch Avocados, Rapsöl, Leinsamen sowie Para-, Cashew- und Walnüsse liefern unserem Oberstübchen diese so wertvollen Fette. Studentenfutter bringt also tatsächlich das Gehirn auf Trab. Allerdings sollte man Brainfood eine Weile vor der gewünschten geistigen Höchstleistung einwerfen. Denn das Gehirn kommt erst etwa eine Stunde nach dem Verzehr so richtig in Fahrt.

Generell sollte man vor wichtigen Prüfungen keine allzu ausgiebigen Mahlzeiten zu sich nehmen. Zu viel Essen auf einmal macht müde, das Gehirn schaltet in den Ruhemodus. Besser sind mehrere kleinere Snacks plus Wasser, Saftschorle oder Tee als „Schmiermittel“. So ist das Gehirn immer optimal mit Brennstoff versorgt – und maximal leistungsfähig.