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Inside Kaufland / 08. Mai 2017

Herzenssache Tierwohl: Eier von Hennen ohne Schnabelstutz

Eine verantwortungsvolle Sortimentsgestaltung liegt Kaufland ganz besonders am Herzen. Damit ihr euch ein Bild machen könnt, was wir mit unseren Lieferanten für eine artgerechtere Haltung von Legehennen tun, haben wir für euch einen unserer nationalen Erzeuger besucht.

Herzenssache Tierwohl: Eier von Hennen ohne Schnabelstutz

Starker Partner für artgerechtere Haltung

Der Schnabel ist das wichtigste Tastorgan der Hennen. Mit ihm picken sie vor allem in den ersten Wochen ihres Lebens alles an, um zu lernen, was sie fressen können. Er ist präzise wie eine Pinzette, kann aber, wenn die sensiblen Tiere in Stress geraten, Artgenossen schwer verletzen. Deshalb machen wir uns dafür stark, die Haltungsbedingungen so weiterzuentwickeln, dass diese optimal auf die jeweiligen Herden abgestimmt sind und so auf das Stutzen der Schnäbel verzichtet werden kann.

Mit Kwetters Eierhof haben wir schon 2014 ein Pilotprojekt für artgerechtere Haltung von Legehennen angestoßen, dem sich inzwischen all unsere Zentrallieferanten angeschlossen haben. Dank eines breiten Expertennetzwerkes, motivierter Mitarbeiter und des intensiven Austauschs aller Beteiligten ist es uns 2015 als erstem großen Händler gelungen, deutschlandweit Eier von Hennen ohne Schnabelstutz und gentechnikfreiem Futter anzubieten. Bis heute haben wir schon fast unser gesamtes Sortiment umgestellt und bieten euch bis Ende 2017 nur noch Eier von Legehennen ohne Schnabelstutz an.

Projekt "ohne Schnabelstutz": Ein Blick in den laufenden Betrieb

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Zusammen mit der Universität Kassel und einer Tierschutzorganisation haben wir Lösungsansätze für die konventionelle Haltung entwickelt, die einen Verzicht auf Schnabelstutz ermöglichen. Mit diesem Projekt zugunsten des Tierwohls hat unser Erzeuger Kwetters Eierhof als Vorzeigebetrieb an einer Beratungsinitiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft teilgenommen. Diese fördert vorbildliche Ansätze zur Weiterentwicklung des Tierschutzes in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung.

„Wir bieten unseren Hennen verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten an, damit sie ihr natürliches Verhalten im Stall und den Auslaufflächen ausleben können. Mit Heu, Luzerne und Mineralsteinen gibt es immer etwas zum Scharren, Wühlen und Picken. Diese Hennen hier mögen zum Beispiel am liebsten Heu mit vielen Halmen. Zusätzlich versorgen wir unsere Tiere mit hochwertigem Futter ohne Gentechnik“, erzählt unser Erzeuger Hagen Preuß, der den Eierhof in Hötensleben in Sachsen-Anhalt verantwortet. Die Picksteine haben den zusätzlichen Effekt, dass sich der Schnabel ganz natürlich abrundet. Das ist einem natürlichen Prozess nachempfunden: das Mutterhuhn sorgt dafür, dass die Küken kleine Steine anpicken, um die Schnabelspitze abzurunden.

Dass sich die Mühe lohnt, zeigt nicht nur das hochwertige Produkt, sondern auch der Zustand der Hennen, der auch in der letzten Phase ihrer Legezeit sehr gut ist. Die Tiere haben ein volles Federkleid, schöne Kämme, sind aufgeweckt, fit und ausgeglichen.


Bewusst einkaufen


Wir helfen euch am Eierregal euch bewusst für den Kauf tierfreundlicherer Produkte zu entscheiden. Eier von Legehennen mit unversehrtem Schnabel erkennt ihr an der Kennzeichnung „ohne gekürzten Schnabel“. Das „Ohne GenTechnik“-Siegel zeigt euch außerdem, dass die Tiere nur mit gentechnikfreiem Futter gefüttert werden. Bei Eiern mit dem Bio-Siegel könnt ihr übrigens automatisch sicher sein, dass diese beiden Kriterien erfüllt sind.