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Frisch Gebloggt / 22. Dezember 2016

Zu Tisch mit zorra: Warum nicht mal Lebkuchen als Cookies?

Seid ihr auch Lebkuchen-Fans? Ich war es nicht immer. Ich kannte nämlich nur die Lebkuchen mit den Sprüchen vom Jahrmarkt und die vom Nikolaus. In der Schweiz bringt der Nikolaus – übrigens Samichlaus genannt – am 6. Dezember traditionell allen braven Kindern Schokolade, Mandarinen, Nüsse und eben Lebkuchen. Typisch für die Samichlaus-Lebkuchen ist der Nikolaus-Aufkleber aus Papier, der auf den Kuchen klebt.

Zu Tisch mit zorra: Warum nicht mal Lebkuchen als Cookies?

Nürnberger Lebkuchen mit Tradition


Geschmacklich sind diese Lebkuchen nicht die besten. Was ich aber erst herausfand, als ich den ersten Elisenlebkuchen kredenzt bekam. Die Nürnberger Lebkuchen gehören seit diesem Moment zu meinen liebsten Lebkuchen. Aber nur die Elisen mit Zuckerguss, die mit Schokoladenguss sind mir zu mächtig!

Ihren intensiven Geschmack verdanken die Nürnberger Lebkuchen den edlen Gewürzen. Nürnberg lag im Mittelalter am Kreuzungspunkt vieler Handelswege. Die Beschaffung von exotischen Gewürzen wie Anis, Nelken, Ingwer, Kardamom, Muskatblüten, Piment und Zimt war also leicht bewerkstelligt. Zudem gab es in den Wäldern rund um Nürnberg große Bienengärten. Die Lebküchner hatten direkten Zugriff auf die süßen Honigquellen. Die Rohstoffe für die Lebkuchen waren dadurch einfacher verfügbar. Und dank des guten Anschlusses an die Handelsstraßen wurden die Lebkuchen schnell über die Grenzen von Nürnberg hinaus bekannt.

Weiße Lebkuchen sind meine Lieblinge


Als die freie Reichsstadt Nürnberg 1806 an Bayern überging, kam es zu einem Lebkuchenkrieg. Die bayerischen Zuckerbäcker versuchten den Lebküchnern die Herstellung von weißen Lebkuchen – das sind meine Lieblinge – zu verbieten. Erst König Maximilian I., wohl selbst ein Elisenlebkuchen-Fan, entschied zu Gunsten der Nürnberger Lebküchner. Und seit 1996 ist Nürnberger Lebkuchen eine geografisch geschützte Herkunftsangabe. Nur Lebkuchen aus dem Stadtgebiet Nürnberg dürfen so bezeichnet werden. Das folgende Lebkuchen-Rezept darf ich also nicht so nennen. Ist nicht schlimm, denn meine Elisen sehen sowieso mehr wie amerikanische Cookies aus.

Zutaten für 16 bis 20 Stück


  • 1 Ei (Größe M)

  • 1 Prise Salz

  • 80 g brauner Zucker

  • 75 g weißer Zucker

  • etwas Zitronensaft

  • 20 g Honig

  • 1 TL Lebkuchengewürz

  • 1 TL Rum

  • 50 g Zitronat

  • fein geriebene Schale von ½ Zitrone

  • 1 Messerspitze Backpulver

  • 170 g gemahlene Mandeln

  • Oblaten (5 cm Durchmesser)

Zubereitung


  • Zitronat sehr fein hacken. Das Ei sowie Zucker, Honig, Lebkuchengewürz und Salz mit dem Handrührgerät schaumig schlagen.

  • Rum, geriebene Zitronenschale, Backpulver und einen Großteil der gemahlenen Mandeln zufügen und mit einem Gummischaber vorsichtig unterrühren. Weitere geriebene Mandeln hinzufügen bis die richtige Konsistenz erreicht ist.

  • Oblaten auf einem mit Backpapier belegten Blech auslegen.

  • Teig gleichmäßig mit einem kleinen Eisportionierer auf die Oblaten verteilen.

  • Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad circa 15 Minuten lang hellbraun backen.

  • In der Zwischenzeit aus dem weißen Zucker und dem Zitronensaft einen dickflüssigen Zuckerguss vorbereiten. Diesen gleich nach dem Backen auf die Cookies streichen.

  • Cookies auf einem Kuchenrost erkalten lassen. In einer Blechdose geschichtet aufbewahren, dabei jede Schicht mit Backpapier trennen.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Backen und Naschen!

Eure zorra

Über 1x umrühren bitte aka kochtopf

zorra bloggt seit 2004 auf
1x umrühren bitte aka kochtopf
und gehört somit zu den Bloggerinnen
der ersten Stunde. Seit einigen Jahren
ist neben Kochen auch Brotbacken ihre
Passion. Mehr als 3.000 Rezepte,
davon über 450 Brotrezepte,
finden sich auf ihrem Blog.
Alle Rezepte sind passend zu ihrem Motto
„Keep it simple! Warum kompliziert,
wenn es auch einfach geht“
unkompliziert und können mühelos
nachgekocht und nachgebacken werden.