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Frisch Gebloggt / 16. Februar 2017

Zu Tisch mit zorra: knusprig-frisches Topfbrot

Ihr liebt knuspriges Brot mit dunkler krachender Kruste und saftiger Krume? Kriegt es aber in eurem normalen Haushaltsofen trotz knackiger Hitze von allen Seiten nicht gebacken? Dann versucht es mal mit einem Topfbrot! Was es damit auf sich hat und was ihr dabei beachten solltet, verrate ich euch hier.

Zu Tisch mit zorra: knusprig-frisches Topfbrot

Brotbacken im Topf – wie die Profis


Topfbrote sind aktuell ein echter Trend. Auch ich backe gern Brote im Topf, vor allem mit weichen Brotteigen. Die haben nämlich die Tendenz, beim Backen in die Breite zu laufen – das können sie im Topf nicht. Anstelle eines Fladens lässt sich so ein perfektes Brot aus dem Ofen holen. Außerdem simuliert der Topf einen Profi-Backofen: In dem Gefäß bildet sich beim Backen Dampf und ersetzt dadurch quasi einen Profibackofen mit Dampffunktion. So kann man sich auch das Erzeugen von Dampf mit Sprühflasche oder Wasserschälchen im Ofen sparen.

Die Topfgröße richtet sich nach der Teigmenge


Ein gusseiserner Topf mit Deckel eignet sich am besten. Bei einer Neuanschaffung würde ich darauf achten, dass der Topf keinen Kunststoffgriff hat. Der Topf wird nämlich im Ofen sehr hohen Temperaturen ausgesetzt. Deshalb auch immer mit guten Ofenhandschuhen arbeiten!

Bei der Wahl der Topfgröße kommt es darauf an, welche Teigmenge verbacken wird. Für ein Brot aus einem Kilogramm Mehl sollte der Topf mindestens ein Fassungsvermögen von 4,2 Litern haben. Für Brote aus 500 Gramm Mehl empfehle ich einen Topf mit drei Litern Volumen. Ob man einen runden oder ovalen Topf verwendet, ist eher Geschmackssache. Die Form hat keinen Einfluss auf den Geschmack des Brotes. Wichtig: Der Topf muss mit Deckel unbedingt genügend lange bei höchster Ofenhitze aufgeheizt werden. Bei meinem Ofen dauert das ungefähr 20 Minuten. Das Aufheizen ist sehr wichtig, der Teigling muss in den heißen Topf! Ein Einfetten oder Bemehlen ist nicht notwendig. Der Topf wird beim Aufheizen so heiß, da klebt nichts an.

Mit oder ohne Backpapier – so kommt der Teig in den Topf


Es gibt Leute, die kippen den Teigling erst auf Backpapier und geben ihn mit Backpapier in den Topf. Ich lasse den Teigling direkt vom Gärkörbchen in den Topf plumpsen. Manchmal landet der Teigling etwas schief im Topf. Das macht nichts, das Brot sieht dadurch rustikaler aus. Ich mag das. Wichtig ist eher, mit welcher Seite nach oben der Teigling im Topf landet. Liegt er mit Schluss nach oben – also der Nahtstelle, die beim Brotformen entsteht – braucht ihr nichts weiter zu tun. Befindet sich der Schluss unten, schneidet ihr den Teig mit einem Messer ein. Ich verwende zum Einschneiden übrigens am liebsten ein Messer mit Wellenschliff. An der Schnittstelle oder dem Schluss springt das Brot später beim Backen auf und ihr habt den schönen, rustikalen Look.

Wie vom Bäcker: Nach 45 Minuten ist das Topfbrot fertig


Der Look hängt natürlich auch von der Backdauer ab. Und diese wiederum von der Brotgröße. Ich mag Topfbrote gerne dunkel und backe sie deshalb wie folgt:

  • Brot aus 500 Gramm Mehl – 30 Minuten bei 250 Grad, Temperatur auf 200 Grad herunterschalten und zehn Minuten fertig backen.

  • Brot aus einem Kilogramm Mehl – 45 Minuten bei 250 Grad.


Ihr könnte es nicht erwarten das fertige Topfbrot zu sehen, oder habt Angst, dass es zu dunkel wird? Mein Tipp: Entfernt den Deckel für die letzten 15 Minuten und lasst euer Topfbrot offen fertig backen.

Wenn ihr den Teig mit Backpapier in den Topf getan habt, könnt ihr euer fertiges Brot damit nun herausheben. Sonst einfach den Topf kippen, das Brot flutscht wie von selbst aus dem Topf. Anschließend lasst ihr es auf einem Gitter auskühlen.

Viel Erfolg! Eure zorra

 

Über 1x umrühren bitte aka kochtopf


zorra bloggt seit 2004 auf
1x umrühren bitte aka kochtopf
und gehört somit zu den Bloggerinnen
der ersten Stunde. Seit einigen Jahren
ist neben Kochen auch Brotbacken ihre
Passion. Mehr als 3.000 Rezepte,
davon über 450 Brotrezepte,
finden sich auf ihrem Blog.
Alle Rezepte sind passend zu ihrem Motto
„Keep it simple! Warum kompliziert,
wenn es auch einfach geht“
unkompliziert und können mühelos
nachgekocht und nachgebacken werden.