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Frisch Gebloggt / 03. November 2016

Zu Tisch mit Madame Cuisine: Selbstgemachte Tagliatelle aus Rote Bete

Als kleines Kind fand ich Rote Bete einfach nur schrecklich. Ich weiß gar nicht warum, denn ich kann mich nicht erinnern, sie als Kind jemals gegessen zu haben. Bis zu einer Klassenreise mit der 4. Klasse, die meine Beziehung zu Rote Bete dann auch grundlegend verändert hat. Die Aufregung ist groß gewesen auf der Klassenfahrt, das erste Mal allein von zu Hause weg. Viele von uns hatten schwer mit Heimweh zu kämpfen. Und dann das Essen im Schullandheim!

Zu Tisch mit Madame Cuisine: Selbstgemachte Tagliatelle aus Rote Bete

 

Rote Bete als Rettung im Schullandheim


Ich erinnere mich noch genau, an einem Tag gab es Ochsenzunge zum Mittag. Ochsenzunge in einem Landschulheim für Kinder? Also bitte, wer hatte sich denn da den Speiseplan überlegt? Gegessen hat die Ochsenzunge, soweit ich weiß, niemand von uns. Alle stürzten sich auf die Beilage: den Rote-Bete-Salat. Das war eindeutig das kleinere Übel und für mich der Beginn einer ganz neuen Leidenschaft.

Ich musste nämlich feststellen, dass Rote Bete gar nicht so schlecht schmeckt wie in meiner Vorstellung. Sondern eher süßlich und mit einer leicht erdigen Note. Und das wiederum erinnerte mich irgendwie an Pilze, die ich schon immer sehr gern mochte. Um es kurz zu machen – der Ausflug ins Landschulheim ist mir mittelmäßig in Erinnerung geblieben. Die entfachte Liebe zu Roter Bete dafür umso mehr. Ob als Carpaccio oder in Kombination mit Ziegenkäse, im Risotto oder Salat oder in einer köstlichen selbstgemachten Pasta – Rote Bete geht für mich immer. Zumal Rote Bete nicht nur gut schmeckt, sondern reich an Vitamin B, Kalium, Eisen und Folsäure ist. Und somit unbedingt auf den Speiseplan von Schwangeren und Vegetariern gehört. Mein Lieblingsrezept mit Rote Bete: Rote-Bete-Tagliatelle.

Zutaten für 4 Personen


1 Knolle Rote Bete

150 g Mehl

100 g Hartweizengrieß

1 TL Salz

2 Eier

1 TL Olivenöl

Zubereitung


  • Die Rote Bete schälen (hierbei am besten Küchenhandschuhe verwenden, da Rote Bete ziemlich abfärbt), würfeln und roh mit dem Pürierstab fein pürieren. Mit Hilfe eines Löffels durch ein Sieb in eine Schüssel streichen. Dies erfordert etwas Geduld, aber es lohnt sich!

  • Mehl, Hartweizengrieß, Salz, Eier und Olivenöl zur Roten Bete geben und alles mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten (auch hier am besten mit Küchenhandschuhen). Falls der Teig zu klebrig ist, noch etwas Mehl hinzufügen. Ist er zu trocken und bröselig, ein wenig Wasser dazugeben. Den Teig zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie wickeln und für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

  • Wer eine Nudelmaschine hat, darf den Teig jetzt einfach „durchnudeln“ und anschließend die Tagliatelle zum Trocknen aufhängen. Aber auch ohne Nudelmaschine bekommt ihr köstliche Tagliatelle. Hierzu den Teig in zwei bis drei Portionen teilen und jede Portion auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche mit dem Nudelholz dünn ausrollen. Den Teig mit einem scharfen Messer der Länge nach in dünne Steifen schneiden und ebenfalls zum Trocknen aufhängen.

  • Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen und die Tagliatelle darin al dente kochen, das dauert circa sechs bis acht Minuten.

Vorbereitungszeit: 20 Minuten zuzüglich 30 Minuten Ruhezeit für den Teig. Kochzeit: sechs bis acht Minuten.

Zu den Rote-Bete-Tagliatelle passen verschiedene Soßen. Ich habe mir eine Soße mit gebratenen Pilzen, Kräutern und Mozzarella gemacht. Herrlich!

Ich wünsche euch guten Appetit!

Über Madame Cuisine

Madame Cuisine (www.madamecuisine.de) ist ein
deutschsprachiger Food-Blog von Sonja Stötzel
aus München. Sonja ist Physiotherapeutin, Mutter
von zwei Kindern und Ehefrau. Bei ihren Rezepten
sind Sonja zwei Dinge wichtig: Es darf nicht zu
kompliziert sein – und man sollte sich bewusst machen,
was man isst und wo es herkommt.