Filialdaten werden geladen.

Ihre Daten werden gesendet.
Frisch Gebloggt / 06. Oktober 2016

Zu Tisch mit Madame Cuisine: Kürbisnocken mit Kirschtomaten und Rosmarin-Salbei-Butter

Der Herbst. Einst meine liebste Jahreszeit, bin ich doch von Geburt an ein Herbstkind. Mittlerweile stehe ich dem Herbst jedoch etwas zwiegespalten gegenüber: Auf der einen Seite ist da die Freude angesichts der warmen, goldenen Farben, des schönen Lichts und der bunten Blätter. Auf der anderen Seite blicke ich dem Sommer etwas wehmütig hinterher: Dem Barfußlaufen, den lauen Sommerabenden, dem wuseligen Treiben auf den Straßen und den manchmal heißen Temperaturen. Aber gut: Nun ist der Herbst da, mit allem, was dazu gehört.

Zu Tisch mit Madame Cuisine: Kürbisnocken mit Kirschtomaten und Rosmarin-Salbei-Butter

Herbstzeit ist Kürbiszeit


Fährt man dieser Tage mit dem Auto über das Land, leuchten einem überall Stände mit dicken orangefarbenen Kürbissen entgegen. Mein erster Kontakt mit einem Kürbis fand auf dem Komposthaufen meiner Eltern statt. Riesig war das Ding, das da wuchs. Meine Mutter ließ den Kürbis bis Ende Oktober in Ruhe, bevor sie ihm mit einem scharfen Messer zu Leibe rückte. Aushöhlen, dann Augen, Nase und Mund einritzen. Mit einem Teelicht erhellt stand der Kürbis dann vor unserer Haustür und leuchtete abendlichen Besuchern den Weg. Von dem ausgekratzten Kürbisfleisch backte meine Mutter ein knuspriges Brot, um welches mein Bruder und ich uns regelrecht stritten.

Denke ich an einen Kürbis, denke ich automatisch an Halloween. Während mein Vater sich jedes Jahr über Halloween ärgerte – das ist doch nur Geldmacherei und ein Werbegag der Süßwaren-Industrie, fanden wir Kinder es einfach toll. Im Dunkeln um die Häuser ziehen, bei den Nachbarn an der Tür klingeln und im Anschluss mit Körben voller Süßigkeiten nach Hause kommen. Für uns Kinder war das ein großer und leckerer Spaß!

Zurück zum Kürbis: Den haben wir als Kinder immer gern gegessen. Ob zur Suppe püriert, im Risotto oder als Nudelsoße. Mein aktueller Favorit sind aber Kürbisnocken – damit mache ich heute die ganze Familie glücklich!

Zutaten für 3 bis 4 Personen


  • 300 g Kürbisfleisch, zum Beispiel Muskatnusskürbis

  • 2 EL Butter

  • 200 g Ricotta

  • 2 Eier

  • 200 g Mehl (ggf. etwas mehr)

  • 2 gut gehäufte EL Semmelbrösel

  • 30 g frisch geriebener Parmesan

  • 1 TL Salz

  • Muskat und frisch gemahlener Pfeffer

  • 250 g Kirschtomaten

  • 50 g Butter

  • je 2 bis 3 Zweige frischer Salbei und Rosmarin

  • Salz, Pfeffer und Parmesan zum Servieren

Zubereitung Kürbisnocken


  1. Den Kürbis schälen, entkernen und mit der Gemüsereibe möglichst fein raspeln. Zwei Esslöffel Butter in einer Pfanne erhitzen und den Kürbis darin für etwa drei bis vier Minuten anschwitzen. Zur Seite stellen und abkühlen lassen.

  2. In einer großen Schüssel den Ricotta, die Eier, das Mehl, die Semmelbrösel und den Parmesan verrühren. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Den geraspelten Kürbis unterrühren und alles für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen.

  3. In der Zwischenzeit die Kräuter waschen, hacken und mit einer Gabel unter die Butter mengen.

  4. Die Kirschtomaten waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln.

  5. In einem großen Topf Salzwasser zum Sieden bringen. Das Wasser darf nicht kochen, da die Nocken sonst beim Garvorgang zerfallen. Mit zwei Esslöffeln, die zwischendurch immer wieder ins heiße Wasser getaucht werden, Nocken formen, ins Wasser gleiten lassen und garziehen lassen. Sobald die Nocken an die Wasseroberfläche kommen, mit einer Schaumkelle herausheben und gut abtropfen lassen. So weiterverfahren, bis der gesamte Teig aufgebraucht ist.

  6. In einer großen Pfanne die Kräuterbutter erhitzen. Die Nocken darin von allen Seiten vorsichtig anbraten, dabei nicht zu oft wenden. Die Kirschtomaten hinzufügen und für ein paar Minuten mit anschwitzen. Noch einmal mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und mit frisch geriebenem Parmesan servieren.

Über Madame Cuisine

Madame Cuisine (www.madamecuisine.de) ist ein
deutschsprachiger Food-Blog von Sonja Stötzel
aus München. Sonja ist Physiotherapeutin, Mutter
von zwei Kindern und Ehefrau. Bei ihren Rezepten
sind Sonja zwei Dinge wichtig: Es darf nicht zu
kompliziert sein – und man sollte sich bewusst machen,
was man isst und wo es herkommt.