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Frisch Gebloggt / 19. Mai 2016

Das 1x1 der Food-Fotografie - Licht und Aufbau

An welchem Ort fotografiere ich meine Gerichte am besten? Woher soll das Licht kommen? Wie muss ich meine Kamera einstellen? Fragen, die sich wohl jeder stellt, der mit einem Foodblog beginnen möchte. Um sein Essen gekonnt in Szene zu setzen, bedarf es aber weder einer professionellen Ausbildung noch einer teuren Kameraausrüstung. Mit einigen Tipps und etwas Übung kann jeder schöne und individuelle Foodfotografien machen. In diesem Tutorial erfahrt ihr, wie ihr mit einfachen Mitteln tolle Ergebnisse erzielen könnt.

Das 1x1 der Food-Fotografie - Licht und Aufbau
© magdal3na - Fotolia

Wie du dein Essen ins richtige Licht rückst

Das A und O beim Fotografieren ist das richtige Licht. Versucht zu Beginn, euch ein genaues Bild von der aktuellen Lichtsituation zu machen. Woher kommt das Licht? Wo liegen die Schatten? Sind diese eher hart oder sind die Übergänge fließend? All das erkennt ihr, wenn ihr euch den Ort und euren Aufbau ganz genau und gezielt anseht und euch so über das Verhalten von Licht und Schatten bewusst werdet.
Tageslicht bringt eigentlich schon alle Eigenschaften für ein gut belichtetes Bild mit. Deshalb könnt ihr eure Objekte am Fenster schon wunderbar in Szene setzen. Achtet darauf, dass die Sonne nicht direkt auf euer Objekt scheint. Sonst werden die Schatten schnell zu hart oder Reflexionen auf Gläsern zu stark, wodurch das Bild schnell unnatürlich aussehen kann. Zu helles Licht lässt sich aber auch einfach durch ein dünnes, weißes Laken abschirmen, das man vor das Fenster hängt. So verteilt sich das Licht gleich viel besser. Auch mit Hilfe von Reflektoren lassen sich harte Schatten gut ausgleichen. Diese stellt man einfach gegenüber der direkten Lichtquelle auf. Dann verschwinden dunkle Kanten ganz schnell. (Mehr zum Thema „Equipment“ erfährst du übrigens in diesem Tutorial).
Wenn ihr die Möglichkeit habt, im Garten oder auf dem Balkon zu fotografieren, solltet ihr dies in jedem Fall ausnutzen. Dort herrschen meist bessere Lichtverhältnisse, da sich das Licht besser verteilen kann.

Bin ich ohne Blitz abhängig von Wetter und Tageszeit?

Ihr wart lange Arbeiten oder die Sonne kommt heute einfach nicht zum Vorschein? Kein Problem! Hier können spezielle Tageslichtlampen zum Einsatz kommen (zur Not tun es auch einfache Schreibtischlampen). Um ein harmonisches Licht zu erzeugen, stellt ihr die Lampe auf die eine Seite des Objektes - auf die gegenüberliegende Seite kommt dann dein Reflektor. Sollte euch das Licht deiner Lampe zu hart erscheinen, hilft weißes Backpapier, das am Lampenschirm angebracht wird.

Wie finde ich die richtige Kameraeinstellung?

Für Foodblog-Einsteiger ist es sinnvoll, mit einem Automatikprogramm zu beginnen. Das erspart komplizierte Einstellungen an der Kamera. Auch den Weißabgleich, mit dem ihr die Kamera auf die entsprechende Lichtsituation einstellt, kann das Gerät übernehmen.
Auf welches Bildformat ihr euch festlegen möchtet, hängt ebenfalls von den jeweiligen Ansprüchen ab. Bilder im JPEG-Format haben den Vorteil, dass sie weniger Speicherplatz benötigen und quasi fertig entwickelt aus der Kamera kommen. Kleine Veränderungen lassen sich dann noch in entsprechenden Bearbeitungsprogrammen vornehmen.
Wer lieber in RAW fotografiert, der benötigt zwar mehr Speicherplatz, kann aber seine Bilder, also die „rohen“ Daten, in einem Bildbearbeitungsprogramm ganz nach Wunsch bearbeiten.
Wofür ihr euch letztendlich auch entscheidest: Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Macht euch Einstieg so einfach wie möglich – aufrüsten kann man jederzeit. Und wenn euch ein Bild mit einigen Schatten besser gefällt als das ohne, dann könnt ihr Reflektoren und Lampen natürlich auch einfach mal weglassen. Manchmal machen Schatten und kleine Reflexionen ein Bild erst interessant.



Tanja Hauser bloggt seit 2013 bei ihana.eu. Dass alle ihre Rezepte sowohl vegan als auch glutenfrei sind, fällt kaum auf. Denn die einfach zuzubereitenden Rezepte sind ein Geschmackserlebnis für Jedermann. Die besondere Würze an ihrem Foodblog sind ihre Foodfotos, die durch ihre aufgeräumte Komposition und dem spannenden Spiel von Licht und Schatten bestechen.  

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Bildaufbau

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