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Frisch Gebloggt / 01. September 2017

Frisch gebloggt: Eure Fragen zu Clean Eating – Our Clean Journey antwortet!

Bereits der Name meines Blogs macht deutlich: Cleanes Essen steht bei mir im Vordergrund. Doch was bedeutet Clean Eating genau, was bewirkt es und welche Lebensmittel sind ein No-Go? Die Antworten gibt’s hier!

Frisch gebloggt: Eure Fragen zu Clean Eating – Our Clean Journey antwortet!

Was bedeutet Clean Eating?


Der Begriff Clean Eating mag auf den ersten Blick komisch wirken, heißt er doch wörtlich übersetzt „sauberes Essen“. Damit ist nicht gemeint, Nahrungsmittel vor dem Zubereiten zu waschen. Clean Eating bezeichnet eine Ernährungsform, die sich mit der Naturbelassenheit und Reinheit der Zutaten und Zubereitungsarten befasst.
So werden alle stark verarbeiteten Lebensmittel ausgeschlossen, also zum Beispiel raffinierter Zucker und Weißmehl. Diese Lebensmittel haben nicht mehr den Nährwert, den sie als Basisprodukt einmal hatten. Weißmehl enthält ohne die Getreidehüllen etwa viel weniger Nährstoffe.

Welchen Effekt hat Clean Eating?


Ich habe jahrelang ungesund gegessen und wusste nicht, wie ich das ändern kann. Verschiedenste trendige Ernährungsformen und Diäten haben meine Vorstellung getrübt, wie ich zu essen habe. Ich dachte zum Beispiel, dass Kohlenhydrate der absolute Feind seien. Doch die Low-Carb-Lebensweise war nichts für mich. Hatte ich Lust auf Brot, habe ich zuerst probiert, etwas anderes zu essen, dann noch etwas und noch etwas. Am Schluss habe ich dann doch Brot gegessen.
Durch Clean Eating habe ich wieder ein gesundes Verhältnis zur Ernährung gefunden – das war mein Hauptziel. Dank der cleanen Ernährungsweise bin ich zudem ganz nebenbei auf mein gesundes Idealgewicht gekommen.

Passen Milch und Milchprodukte zu Clean Eating?


Auf den ersten Blick wirkt Milch wie ein natürliches Produkt. Wenn man allerdings genauer hinsieht, sind nur wenige Milchprodukte für Clean Eating geeignet. Denn Milch ist oft bereits verarbeitet. Sie wird durch verschiedene Verfahren haltbar gemacht, entrahmt, entfettet, entzuckert. Dadurch gilt sie nicht mehr als cleanes Produkt. Doch es gibt cleane Milchprodukte, die sich ohne Bedenken verzehren lassen. Dazu zählen alle Produkte, die vom Bio-Bauern aus der Umgebung aus Rohmilch gewonnen oder fermentiert werden.

Ist Whey-Protein clean?


Viele Sportler nutzen Whey-Protein, um den Muskelaufbau zu unterstützen. Es wird aus Milch gewonnen und passt deshalb meiner Meinung nach nicht zum Clean-Eating-Konzept.
Grundsätzlich ist kein Proteinpulver nötig – weder für Fleischesser noch für Veganer. Durch eine ausgewogene Ernährung deckt man den Proteinbedarf auch ohne Zusätze. Wer dennoch Proteinpulver nehmen möchte, sollte auf die Inhaltsstoffe achten. Viele Produkte sind mit künstlichen Zusatzstoffen wie Färbemittel, Geschmacksverstärkern, Zucker oder Zuckerersatz versetzt. Ich empfehle, nur auf pflanzliches Bio-Proteinpulver zu setzen, das zum Beispiel aus Hanf oder Sonnenblumenkernen gewonnen wird.

Wie bringt man genug Gemüse in den Alltag?


In Smoothies lassen sich leicht verschiedenste Gemüsesorten einbringen, zum Beispiel Spinat und Karotte. Soßen vertragen ebenfalls eine Extraportion Gemüse. Ideal sind Gerichte mit gefülltem Gemüse, beispielsweise Zucchini, Champignons und Kürbis.
Nicht nur Gemüse, sondern auch die regelmäßige Portion Obst ist wichtig. Am besten macht man sich einen groben Speiseplan für die Woche und gibt überall ein bisschen Gemüse hinein. Zwischendurch kann man zusätzlich immer wieder rohes Gemüse und Obst als Snack naschen.

Sollte man am Abend wirklich keine Kohlenhydrate mehr essen?


Da bei Clean Eating ohnehin nur Vollkornprodukte konsumiert werden, spricht nichts dagegen, abends zu Kohlenhydraten zu greifen. Vollkornprodukte lassen den Blutzuckerspiegel nicht so in die Höhe schnellen wie Weißmehlprodukte. Wichtig ist außerdem, immer mehr Gemüse als Kohlenhydrate und stets eine kleine Menge Eiweiß zu den Mahlzeiten zu essen.

Ist Honig clean?


Honig ist ein natürlicher Süßstoff ohne künstliche Zutaten, ohne starke Verarbeitung und ohne Konservierungsstoffe. Dennoch hat auch Honig Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel und sollte deshalb nur in kleinen Mengen verzehrt werden.

Worauf ist beim Restaurantbesuch zu achten?


Klar ist: In Restaurants wird anders gekocht als zu Hause. Unterscheiden sich Zutaten und Koch- oder Backmethoden stark, hat das einen großen Einfluss auf die Verdauung. Sicherheitshalber kann man natürlich einfach Salat oder gedämpftes Gemüse bestellen. Aber wegen eines Salats geht man ja meist nicht essen, oder?!
Ein einfacher Trick: Soßen auf einem separaten Teller bestellen und nur so viel davon nehmen, wie man möchte. Denn gerade dort werden oft Schlagsahne, Zucker und Salz verarbeitet.
Am wichtigsten ist aber, sich nicht zu stressen. Vollständig clean zu essen gelingt nicht immer – Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel!

Wie oft darf man Ausnahmen machen und schlemmen?


Als Orientierung dient das 80-20-Prinzip: Mindestens 80 Prozent der Ernährung sind clean, bis zu 20 Prozent dürfen aus nicht-cleanen Lebensmitteln bestehen. Weil Clean Eating keine Diät, sondern ein Lebensstil ist, sind Ausnahmen absolut in Ordnung und helfen dabei, eine gute Balance zu finden. Grundsätzlich sinkt das Verlangen nach Ungesundem, je mehr Gesundes man isst.

Vollzeit berufstätig und Clean Eater – was tun?


Wer sich noch nicht lange mit Clean Eating beschäftigt hat, für den wirkt die Ernährungsform anstrengend und überfordernd. Wie soll man sich neben Vollzeitjob, Haushalt und Familie noch um Clean Eating sorgen? Doch frisches, gesundes Essen gibt viel wertvolle Energie und ist daher diesen kleinen Zusatzaufwand absolut wert.
Mein Tipp: Berufstätige kochen abends eine größere Portion und nehmen den Rest am nächsten Tag als Mittagessen mit zur Arbeit. Vielleicht gelingt es ja, nebenbei noch einen Smoothie fürs Frühstück vorzubereiten.

Ist Fleisch bei Clean Eating in Ordnung?


Fleisch ist ein einfacher und schneller Proteinlieferant. Es sollte aber die Ausnahme sein und maximal dreimal pro Woche auf dem Speiseplan stehen – am besten in Bio-Qualität. Zum Glück kann man auf Fleisch verzichten und durch andere Lebensmittel und geschickte Kombinationen ebenfalls seinen Proteinbedarf decken. Die Kombination von Getreidesorten mit Hülsenfruchten eignet sich zum Beispiel super als Eiweißquelle.

Sind Light-Produkte clean?


Nein. Bei Light-Produkten wird das Grundprodukt verarbeitet, das Fett entfernt und meist durch Geschmacksverstärker, Zucker, Salze und sonstige Stoffe ersetzt, um die gewünschte Konsistenz und den idealen Geschmack zu erreichen. Light-Produkte sind daher zu weit vom ursprünglichen Zustand ihrer Zutaten entfernt, als dass sie zu Clean Eating passen.

Wie kann man im Supermarkt erkennen, welche Lebensmittel zu Clean Eating passen?


Etiketten lesen, Etiketten lesen, Etiketten lesen! So lassen sich Produkte ausschließen, in denen Zucker, Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker enthalten sind. Wenn sich die Zutatenliste wie Kauderwelsch liest, besser die Finger davon lassen.

Über Our Clean Journey

Der Blog OurCleanJourney.com ist eigentlich auf Instagram entstanden. Die beiden Freundinnen Julia Fodor und Luisa Lion – die eine aus Wien, die andere aus Hamburg – wollten sich über Clean Eating auf dem Laufenden halten und gegenseitig motivieren. Dazu richteten sie einen gemeinsamen Instagram-Account ein, der inzwischen mehr als 69.000 Follower hat. Der dazugehörige Blog OurCleanJourney.com zählt zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Ernährungsblogs. Julia bloggt dort über Gesundheitsthemen, postet einfache und vegane Rezepte nach dem Clean-Eating-Prinzip und teilt ihre Leidenschaft für den Sport, vor allem für das Laufen.