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Frisch Gebloggt / 01. Februar 2017

Blog des Monats: Bake to the roots

Bake to the roots. Das heißt in Marc Kromers Fall: Backen mit einfachen, möglichst regionalen Zutaten und unkomplizierten Rezepten. Auf seinem Blog wird nicht nur seine Liebe zu Cupcakes sehr deutlich, sondern auch seine Leidenschaft fürs Backen und Fotografieren. Völlig zu Recht wurde sein Blog im letzten Jahr als bester Backblog ausgezeichnet. Im Interview verrät er uns eines seiner Lieblingsrezepte und wie es zu dem Blognamen "Bake to the roots" kam.

Blog des Monats: Bake to the roots

Was hat dich dazu motiviert, mit deinem Blog anzufangen?

Ich habe mal für eine Weile in den USA gelebt und gearbeitet und bin dort das erste mal mit Cupcakes und Co. in Berührung gekommen - bei uns zu Hause gab es damals sowas noch nicht. Ich komme a) vom Land und b) ist das wirklich schon sehr sehr lange her.
Weil ich schon immer gerne gebacken hab, wollte ich dann zurück in Deutschland natürlich auch Cupcakes, Pies und all die anderen leckeren Sachen aus den USA nachmachen. Rezepte zu finden war dank Internet ja kein Problem. Die passenden Zutaten aus den Rezepten waren allerdings manchmal recht schwierig zu bekommen. Ich wollte zu Halloween Cupcakes mit Blut und Glassplittern machen. Dafür brauchte man laut Rezept "Cream of Tartar" für die Zuckerglassplitter, damit diese klar und durchsichtig bleiben. Obwohl ich in Berlin lebe und man da eigentlich alles bekommt, musste ich die Stadt förmlich danach absuchen. Es dauerte eine ganze Woche, bis ich endlich fündig wurde.
Auch andere Zutaten waren manchmal schwer zu bekommen, weshalb ich damit anfing, Rezepte anzupassen und so umzubauen, dass sie mit "normalen" Zutaten funktionierten. Ich dachte, wenn es mir so geht, haben andere sicherlich auch Probleme damit. Eins hat zum anderen geführt und irgendwann hatte ich dann einen Blog online.


Was unterscheidet deinen Blog von anderen?

Wie schon vorhin beschrieben: Ich versuche eigentlich immer, "schwierige" Zutaten zu vermeiden. Ich möchte, dass auch jemand im tiefsten Wald meine Rezepte noch nachbacken kann. Vorausgesetzt natürlich, es gibt dort im Wald einen Ofen. Deshalb versuche ich Zutaten, die es meiner Erfahrung nach nur in bestimmten Ländern oder Regionen gibt, zu vermeiden. Klappt natürlich nicht immer, aber ich versuche mein Bestes. Vieles kann man ja auch selbst machen. Als Beispiel: Unser Puddingpulver hier in Deutschland kennt man in anderen Ländern nicht. Das ist aber auch kein Problem, weil man das mit nur wenigen Grundzutaten einfach selbst machen kann. Ähnlich ist es mit Vanille-Extrakt: In den USA Standard beim Backen und hier im Supermarkt um die Ecke eher selten zu finden. Aber auch das kann man ohne Probleme selbst zu Hause ansetzen.


Was inspiriert dich?

Alles, was mir vor die Nase kommt. Pinterest, Bücher, Zeitschriften, die vielen kleinen Bäckereien und Cafés hier in Berlin. Wenn mir etwas auffällt, dann schau ich, wie man es machen kann, probiere aus und passe an.


Wie viel Zeit investierst du in deinen Blog?

Da kommen schon einige Stunden in der Woche zusammen. Letztes Jahr war ich freiberuflich tätig und hatte etwas mehr Zeit. Dieses Jahr kommen leider nur noch die Wochenenden für den Blog in Frage.


Betreibst du deinen Blog hauptberuflich oder nebenher?

Nebenher.


Wie ist dein Blog zu seinem Namen gekommen?

Ich hatte einer Freundin und ehemaligen Arbeitskollegin damals erzählt, worüber ich auf meinem Blog schreiben möchte: Verwenden von einfachen Zutaten, keine komplizierten Rezepte, saisonale Produkte. Back to the roots eben - zurück zu den Wurzeln. Sie hatte dann die Idee, aus dem "Back" einfach ein "Bake" zu machen und schon war der Name da.


Wem würdest du beim Kochen gerne mal über die Schulter schauen?


Donal Skehan - Youtube Foodblogger. Den find ich richtig gut. Oder dem Urgestein der Foodies: Martha Stewart.


Liest du selbst auch gerne Foodblogs? Welche sind deine Favoriten ?

Ich schau mir natürlich jeden Tag Rezepte auf Foodblogs an, aber es gibt jetzt keinen, den ich regelmäßig lesen würde. Ich hab viele Foodblogger-Pages in meinem Facebook-Feed. Von da aus lande ich dann meistens über einen interessanten Post auf den entsprechenden Seiten.


Ist bei dir in der Küche auch schon mal etwas schief gegangen?


Immer wieder mal. Ich musste mal eine Torte für einen Geburtstag backen. Es war Hochsommer und bei mir unterm Dach gefühlte 35°C. Die Torte sollte eine blaue Buttercreme bekommen. Dafür verwende ich meist Pulverfarben, weil die intensiver sind. Schlau wie ich bin, hatte ich einen Ventilator laufen, der mich abkühlen sollte. Leider hab ich nicht daran gedacht, dass dieses blaue Farbpulver sehr fein ist und beim leichtesten Luftzug in Bewegung kommt. Mit dem laufenden Ventilator war das Pulver dann direkt nach dem Öffnen der Dose in der kompletten Küche verteilt. Im ersten Moment sah das gar nicht so schlimm aus, weil man das Pulver auf den Oberflächen nicht sah. Ging man aber mit einem feuchten Tuch drüber, wurde plötzlich alles blau - bis in die hintersten Ecken der Küche. Selbst nach Wochen fand ich immer noch Stellen, die sich blau färbten.


Hast du Tipps für Foodblog - Anfänger?


Sich selbst nicht stressen und viel ausprobieren. Bloggen sollte Spaß machen. Anfänger orientieren sich, was die Menge an Blogposts und Rezepten, Followern und Likes angeht, häufig direkt an größeren Blogs. Das dauert aber alles seine Zeit und ist in den meisten Fällen ein längerer Prozess.


Was war das beste Rezept, das du mal gesehen/gegessen hast? Von wem war es?

Da gibt es so vieles - hier könnte ich jetzt kein bestimmtes nennen.

https://media.kaufland.com/images/PPIM/AP_Content_150/deu/73/08/Asset_1627308.jpg

Stell uns doch bitte dein persönliches, von dir selbst entworfenes Lieblingsrezept vor.

Schwierig. Ich mag eigentlich fast alle meine Rezepte sehr gerne. Was mir jetzt spontan aus dem letzten halben Jahr einfällt, sind diese kleinen Tartelettes mit Beeren und Baiserhaube  Die waren schon verdammt lecker.

Vielen Dank!

Ihr möchtet Marcs wunderschöne Tartelettes gerne ausprobieren? Hier findest du das Rezept.