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Lebensmittel ABC / 17. Juni 2016

Rum – eine vielseitige Spirituose

Manche trinken Rum pur, andere mögen ihn lieber als Mixgetränk. Der Klassiker unter den Spirituosen ist nicht nur Bestandteil zahlreicher Cocktails. Auch Backwaren und Süßigkeiten verleiht er eine ganz besondere Note. Doch wie wird Rum hergestellt? Welche Sorten gibt es? Und wozu schmeckt er am besten? Diesen Fragen sind wir auf den Grund gegangen.

Rum – eine vielseitige Spirituose
© razoomanetu - Fotolia

Herstellung


Zentrum der Rumherstellung sind die karibischen Länder. Dort wächst das sogenannte Zuckerrohr, das die Basis für Rum bildet. Das Gras, das optisch an Bambus erinnert, kann bis zu 5 Meter hoch und 5 Zentimeter dick werden. Für die Produktion sind ausschließlich die holzigen Stängel interessant, da diese aus dem süßen Mark bestehen, das für die Produktion unerlässlich ist. Für die Rumherstellung werden die Zuckerrohrstangen klein geschnitten und gepresst, woraus eine zähe, braune Flüssigkeit, die sogenannte Melasse, entsteht. Mit Wasser verdünnt wird die Masse mit Hefe zum Gären gebracht und anschließend destilliert. Die Flüssigkeit wird dann, teilweise über mehrere Jahre, in Eichenfässern oder Stahltanks gelagert.
Eine Ausnahme in der Art der Herstellung ist der sogenannte Rhum Agricole. Die französische Variante des Rums wird nicht auf der Basis von Melasse, sondern aus dem frischen Saft des Zuckerrohrs hergestellt. Rhum Agricole wird häufig als herber und würziger beschrieben.

Der pure Genuss


Wer gerne Rum trinkt, sollte wissen, dass dieser seinen Geschmack optimal bei Zimmertemperatur entfaltet - idealerweise in einem sogenannten Degustierglas, auch Nosing-Glas genannt. Durch die spezifische Form kann sich das Rumaroma im Bauch des Glases ausbreiten. Zur Öffnung hin konzentrieren sich die Aromen, wodurch auch der Geruchssinn nicht zu kurz kommt. Ob man Rum pur oder lieber mit Eiswürfeln genießen möchte, hängt vom jeweiligen Geschmack ab. Vanille-, Zimt- oder Honigaromen kommen jedoch ohne Eiswürfel besser zur Geltung, da diese den Geschmack verwässern können.

Hell oder dunkel?


Die Farbe des Rums sagt nichts über dessen Qualität aus. Junger Rum ist grundsätzlich hell und klar. Wird er nun gar nicht oder nur über eine kurze Zeitspanne in Stahltanks gelagert, behält er diese Farbe und wird so in Flaschen abgefüllt. (Eine Ausnahme bilden Sorten, die lange gelagert und anschließend gefiltert werden.) Heller Rum wird häufig zum Mixen von Getränken verwendet, da er, aufgrund seiner Schärfe, zum puren Trinken nicht geeignet ist. Milder im Geschmack sind hingegen die dunklen Sorten. Rum, der viele Jahre in einem Eichenfass lagert, erhält dadurch seine charakteristische gold-braune Farbe. Da er während der Lagerung zusätzlich Aromastoffe des Fasses aufnehmen kann, wird sein Geschmack verfeinert, wodurch er sehr gut pur getrunken werden kann. Grundsätzlich gilt: Je länger der Reifeprozess, desto aromatischer und milder der Rum.


Rum - Grundlage zahlreicher Cocktails:

Cuba Libre

Er gehört zu den Klassikern unter den Cocktails und besteht aus Limetten, Rum, Cola und Eiswürfeln.

Mojito

Das frische Mixgetränk zählt zu den Longdrinks und wird aus Rohrzucker, hellem Rum, Sodawasser, Limetten und Minze hergestellt.

Planter´s Punch

Dieses fruchtige Getränk wird aus hellem und braunem Rum, Orangen-, Ananas- und Zitronensaft sowie Grenadine gemixt. Sprudelwasser und Crushed Ice dürfen hier nicht fehlen.

Pina Colada

Der cremige Cocktail aus weißem Rum, Kokoscreme, Sahne und Ananassaft wurde in den 1950er Jahren populär und erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit.


Süß oder herzhaft? Rum kann beides!

Nicht nur für Cocktails ist Rum eine beliebte Zutat. Auch in der Küche wird die vielseitige Spirituose gerne für die unterschiedlichsten Rezepte verwendet. In Marmorkuchen oder Pralinen ist Rum ein ganz klassischer Begleiter. Durch seinen herben Geschmack ist er aber auch für herzhafte Gerichten eine gute Basis. Mit würzigen Marinaden aus Rum, Knoblauch, Olivenöl und Majoran bekommt euer Grillgut einen ganz neuen Dreh.