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Lebensmittel ABC / 06. Juli 2016

Rucola: Neuer alter Bekannter in der Küche

Von wegen Unkraut: Die Blätter des Rucolas haben zwar eine leichte Ähnlichkeit mit dem bei Gärtnern so unbeliebten Löwenzahn, sind aber gern gesehene Gäste in der Küche – Pasta, Pizza und Risotto sei Dank.

Rucola: Neuer alter Bekannter in der Küche
© 5second - Fotolia

Obwohl Rauke, wie Rucola auch genannt wird, schon im Altertum gegessen wurde, geriet die Salatpflanze hierzulande lange in Vergessenheit. Nach der Eroberung Germaniens nahmen die Römer die Pflanze mit nach Italien, wo sie dank des milden Klimas optimale Wachstumsbedingungen fand. So kann sie das ganze Jahr geerntet werden. Von dort aus hat sich Rucola auch wieder den Weg zurück in heimische Töpfe und Salatschüsseln gebahnt. Von Mai bis Oktober wird die Salatpflanze auch in Deutschland geerntet.
 

Aromatischer Geschmack, gut für die Gesundheit

Sein leicht bitterer, pfeffrig-scharfer Geschmack machte Rucola lange Zeit nicht zur ersten Wahl in Sachen Salatpflanzen. Verantwortlich für dieses besondere Aroma sind die enthaltenen Senföle, die interessant für unsere Gesundheit sind. Sie sollen nämlich das Immunsystem stärken und einen positiven Einfluss auf Magen und Darm haben. Rucola enthält außerdem Folsäure und Beta-Carotin und ist damit vielen anderen Salaten in Sachen Nährstoffen um einiges voraus.

Kaltes Wasser gegen welke Blätter

Wie alle anderen Salate muss Rucola vor dem Verzehr gründlich geputzt werden. Dafür sollten alle gelben Blätter entfernt und der Stiel bis zum Blattansatz abgeschnitten werden. Anschließend kann man sie vorsichtig waschen und gut trockenschütteln. Große Blätter können auch in kleinere Stücke geschnitten werden – dadurch isst er sich angenehmer. Grundsätzlich sollte man Rucola nach dem Kauf immer zeitnah essen, da seine Blätter schnell welk werden. Mit einem kleinen Trick bekommt man diese aber wieder straff. Einfach die Blätter für einige Minuten in kaltes Wasser legen und schon erlangen sie ihre alte Form zurück und sind bereit zur Weiterverarbeitung.

Bei Rucola gilt: Weniger ist mehr

Als Salat braucht Rucola kein aufwendiges Dressing. Etwas Zitronensaft und ein neutrales Öl wie Raps- oder Färberdistelöl untermalen sein Aroma perfekt. Mit Tomaten, etwas Balsamico und Olivenöl bekommt er eine italienische Note. Auch für die Herstellung von Pesto sind die grünen Blätter geeignet. Püriert man sie mit Kapern, Oliven, Knoblauch, Pinienkernen und etwas Olivenöl, erhält man ein leckeres Pesto, das perfekt zu Pasta oder als Aufstrich für Sandwiches geeignet ist. Gibt man die Salatblätter zu warmen Speisen hinzu, sollte er immer erst kurz vor dem Servieren dazu gegeben werden. Die Hitze macht nicht nur die Blätter schlaff, sondern lässt sie auch an Aroma verlieren.