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Lebensmittel ABC / 16. Februar 2018

Alles Reis oder? Eine kleine Reiskunde.

Reis ist das Grundnahrungsmittel für fast die Hälfte der Weltbevölkerung. Spitzenreiter ist Asien mit etwa 120 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Kein Wunder, hier werden die Getreidekörner auch schon zum Frühstück gegessen. Doch auch wenn im Vergleich gesehen Deutschland nur auf 3,3 Kilogramm pro Kopf und Jahr kommt, ist Reis bei uns nicht mehr wegzudenken und kommt in den verschiedensten Varianten auf den Tisch. Wir haben die gängigsten Sorten genauer betrachtet.

Alles Reis oder? Eine kleine Reiskunde.
© photocrew - Fotolia

Wildreis

Wildreis ist im Grunde gar kein Reis, sondern der Samen eines Wassergrases, das hauptsächlich in Nordamerika angebaut wird. Diese Sorte hat schwarze, längliche Körner und schmeckt nussig. Er ist glutenfrei und enthält viel hochwertiges Eisen. Zudem ist er reich an Mineralstoffen, insbesondere an Eisen, Kalium und Magnesium.

Langkornreis

Zu den bekanntesten Langkornreissorten gehören Jasmin- und Basmatireis. Er hat einen hohen Mineral- und Ballaststoffanteil. Auch die Vitamine sind noch enthalten. Mit etwa 80 Prozent Marktanteil gehört er zu den beliebtesten Sorten in Deutschland.

Basmatireis

„Basmati“ ist Hindi und lässt sich mit „duftend“ übersetzen. Er entwickelt beim Kochen tatsächlich einen blumigen Duft, der auf eine Genmutation zurückzuführen ist. Diese Sorte wird am Fuße des Himalaya angebaut und gerne zu orientalischen Gerichten serviert. Die Körner sind lang, schmal und weiß.

Rundkornreis

Rundkornreis wird beim Kochen weich und klebrig, weil die Körner viel Stärke abgeben. Risotto, Milchreis und Sushi sind die häufigsten Gerichte, die mit dieser Sorte zubereitet werden. Die bekannteste Sorte ist der Arborioreis.

Parboiled Reis

Da geschälter Reis wenige Inhaltsstoffe besitzt, wurde das Parboiled-Verfahren erfunden: Rohreis wird in mehreren Schritten eingeweicht, dann mit heißem Dampf behandelt, anschließend getrocknet und zum Schluss geschält und poliert. Dieses Verfahren sichert den Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen und verbessert zudem die Kocheigenschaften. Parboiled Reis ist demnach keine Reissorte, sondern ein Herstellungsverfahren.

Schwarzer Reis

Schwarzer Reis gehört zu den Vollkornreissorten, ist ungeschliffen und schmeckt leicht nussig. Er wird hauptsächlich in Japan und Thailand angebaut. Im Vergleich zu anderen Sorten ist er besonders nahrhaft und wird gerne für Süßspeisen verwendet. Zum Kochen benötigt man für eine Tasse Reis die sechsfache Menge Wasser.

Roter Reis

Ursprünglich stammt der mittelkörnige Rote Reis aus Indien und ist eine Kreuzung aus Wild- und Naturreis. Seit den 1980er Jahren wird er auch in der französischen Camargue angebaut. Da er auf tonhaltiger Erde angebaut wird, färbt sich das Korn rot.

Brauner Reis

Da Naturreis nicht geschliffen ist, hat er noch sein Silberhäutchen und den Keim und damit die meisten Vitamine und Mineralstoffe. Am besten bereitet man ihn mit der Quellmethode zu, so gehen die wenigsten Nährstoffe verloren. Die Garzeit ist deutlich länger als bei Parboiled Reis.