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Lebensmittel ABC / 22. Mai 2016

Grieß - Lecker für Brei und Klößchen

Süße Puddings, herzhafte Klößchen oder Babybrei sind die gängigsten Grießgerichte. Was oft in Vergessenheit gerät: Auch Pasta, Couscous oder Bulgur werden aus Grieß zubereitet.

Grieß - Lecker für Brei und Klößchen
© Jana Behr - Fotolia

Für jedes Rezept die richtige Grießsorte

Wer im Supermarkt Grieß kauft, steht oft vor dem Regal und stellt sich die Frage: Nehme ich nun Hart- oder Weichweizengrieß? Und worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen den beiden Sorten? Die Antwort liegt in der verwendeten Weizenart. Rund 20 verschiedene Sorten gibt es weltweit. Zwei davon sind der Hart- und der Weichweizen. Damit aus den Getreidekörnern Grieß und nicht Mehl wird, ist die Mahleinstellung der Mühle anders eingestellt.

Hartweizen ist im Gegensatz zu Weichweizen formstabiler beim Kochen. Der aus ihm gewonnene Grieß eignet sich deshalb hervorragend für Klößchen und auch Teigwaren wie Pasta werden aus ihm gefertigt. Was viele nicht wissen: Auch Couscous und Bulgur werden aus Hartweizengrieß hergestellt.

Couscous entsteht, wenn Hartweizengrieß mit Salzwasser besprüht wird. Dabei bilden sich Klumpen, die zu millimetergroßen Kügelchen zerrieben werden. Bulgur ist eine etwas gröberer Variante des Couscous und entsteht, wenn ganze Weizenkörner eingeweicht und gedämpft werden. Nachdem sie an der Luft getrocknet sind, werden sie zu Schrot zerbrochen. Durch diese Herstellungsmethode ist Bulgur immer schon vorgegart und muss nicht extra gekocht werden. Es reicht, wenn man die Körner in kaltem Wasser etwas quellen lässt.

Grieß aus Weichweizen hingegen ist etwas feiner und die ideale Grundlage für Süßspeisen und Kuchen. Auch für Babybrei wird er verwendet. Er quillt nicht nur schnell auf, sondern ist auch für Magen und Darm gut verträglich. Der Grund dafür ist der feine Mahlprozess, den der Weichweizengrieß bei der Herstellung durchläuft und durch den er besser bekömmlich ist als Produkte aus ganzem Korn. Ein Grießbrei ist schnell zubereitet und kann sowohl als Nachtisch als auch zum Frühstück gegessen werden. Dafür einfach einen halben Liter Flüssigkeit (Wasser, Milch etc.) mit einer Prise Salz und drei Esslöffeln Zucker zum Kochen bringen und 50 Gramm Weichweizengrieß dazugeben und unter Rühren fünf Minuten köcheln lassen. Der fertige Grießbrei kann mit Zimt, Kompott oder Apfelmus verfeinert werden. Wer etwas mehr Grieß in den Topf gibt, bekommt eine festere Masse – die Basis für Grießschmarren, der in der Pfanne ausgebacken wird. Eine leckere Rezeptidee für  einen pikanten Grießschmarren mit Fisch findet ihr übrigens hier.

Verschiedene Grieß-Alternativen

Grieß wird nicht nur aus Weizen hergestellt, sondern auch aus Dinkel oder manchmal sogar Roggen. Wie Weizen eignen sich diese Sorten ebenfalls für Puddings, Klößchen oder Breie. Leuchtend gelb und dazu noch glutenfrei ist Maisgrieß. Aus ihm wird traditionell die mediterrane Polenta zubereitet.