Filialdaten werden geladen.

Ihre Daten werden gesendet.
Getränke / 24. April 2017

Salute Amaro! Italienische Kräuterliköre im Überblick

Wisst ihr was ein Amaro ist? Das italienische Wort „amaro“ bedeutet „bitter“. Bei einem Amaro handelt es sich also um einen leicht bitteren italienischen Kräuterlikör. Wir stellen euch die verschiedenen Amari-Sorten vor und sagen, wie ihr sie am besten genießt.

Salute Amaro! Italienische Kräuterliköre im Überblick
© Jag_cz – Fotolia.com

Amaro: Italienischer Kräuterlikör vor und nach dem Essen

Die Hauptzutaten eines Amaro sind Kräuter und andere pflanzliche Bestandteile. Um welche Kräuter es sich genau handelt, verraten die meisten Hersteller nicht – jeder verweist dabei auf sein eigenes „Geheimrezept“. Jedenfalls werden die Kräuter in Neutralalkohol oder auch Wein eingeweicht und anschließend mit Zucker versetzt. Der so erzeugte, dunkle Kräuterlikör hat meist einen bitter-süßen Geschmack und eine dickflüssige Konsistenz. Sein Alkoholgehalt liegt zwischen 16 und 45 Prozent.

Ein Amaro schmeckt sowohl als Aperitif wie auch als Digestif, entweder pur oder mit Eis und Zitronenscheibe.


Amaro-Elite: Ramazzotti und Averna

Die bekanntesten Amari-Vertreter sind die beiden Marken Ramazzotti und Averna. Ein Mailänder Apotheker namens Ausano Ramazzotti erfand das gleichnamige Getränk im Jahre 1815 unter Verwendung von über 30 Pflanzen und Kräutern. Was für Kräuter dies sind, ist bis heute streng geheim. Bekannt ist, dass Ramazotti, dessen Alkoholgehalt bei 30 Prozent liegt, unter anderem Vanille, Orangenschale, Sternanis und Rosenblüten enthält.

Gar 60 Kräuter, bei einem Alkoholgehalt von 29 Prozent, enthält der Averna, der ursprünglich aus Sizilien kommt. Das Rezept geht zurück auf den Kapuzinermönch Fra Girolama, der diesen italienischen Kräuterlikör als Magentonikum verwendete. Kurz vor seinem Tod vermachte der Mönch die Rezeptur seinem Freund Salvatore Averna, nach dem das Getränk schließlich benannt wurde.


Italienischer Kräuterlikör – mal kräftig, mal leicht

Ein etwas kräftigerer Vertreter ist der ebenfalls sehr bekannte Fernet Branca mit 39 Prozent Alkohol. Wieder war Mailand die Geburtsstätte, wieder war ein Apotheker der Urheber: Bernadino Branca mischte im Jahr 1845 der Legende nach 27 Kräuter zusammen und bot diese als Magenbitter an. Von allen Amari hat Fernet Branca den bittersten Geschmack. Wer es etwas milder mag, greift zum Cynar. Dieser 1952 eingeführte Amaro auf Artischockenbasis hat einen Alkoholgehalt von lediglich 16,5 Prozent und eignet sich hervorragend als leichter Sommerdrink.