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Getränke / 17. Oktober 2017

Milchersatzprodukte: Nicht nur was für Veganer

Wenn man sich dazu entscheidet, auf tierische Milchprodukte zu verzichten, findet man inzwischen im Milchregal ein immer weiter wachsendes Angebot an pflanzlichen Alternativen. Geschmacklich und optisch sind sie mit Kuhmilch jedoch nicht immer vergleichbar. Jede „Milch“-Sorte bringt dafür ihre eigenen Vorzüge mit sich. „Milch" ist zwar das falsche Wort, denn so darf sich nur nennen, was durch Melken gewonnen wurde. Wodurch sich die verschiedenen Milchersatzprodukte auszeichnen und was ihr beachten solltet, haben wir für euch zusammengefasst.

Milchersatzprodukte: Nicht nur was für Veganer
© Brent Hofacker - Fotolia

Sojadrink

Das wohl bekannteste Milchersatzprodukt wird aus Soja gewonnen – nicht etwa eine Entdeckung der vergangenen Jahre, sondern bereits seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. von den Chinesen genossen. Sie besteht aus gekochten und gepressten Sojabohnen. Nussig-herb und fast schon erdig kann sie schmecken, wenn man sie roh trinkt. In Sachen Nährstoffe kann sie mit viermal mehr Folsäure als Kuhmilch punkten. Ein weiteres Plus eines Sojadrinks in der Küche: Er kann Wasser und Fett besser zu Creme verbinden als Kuhmilch und in vielen Rezepten sogar Sahne oder Eier ersetzen. Sein Eiweißgehalt ist beinahe so hoch wie der von Kuhmilch, aber als pflanzliches Eiweiß für den Körper besser verwertbar. Allerdings verträgt es nicht jeder: Vor allem Pollenallergiker können auf Sojaeiweiß allergisch reagieren.

Mandeldrink

Absolut im Trend liegt Mandeldrink. In puncto Nährstoffe hat er unter den pflanzlichen Milchalternativen die Nase ganz weit vorne. Er weist eine günstige Zusammenstellung an ungesättigten Fettsäuren, Spurenelementen, B- und E-Vitaminen sowie Mineralstoffen auf. Im Geschmack ist der Mandeldrink leicht süß und cremig-nussig, die Konsistenz ist eher dickflüssig. Er sättigt lange, da er zu beinahe einem Fünftel aus Eiweiß besteht – interessant für jeden Low-Carb-Ernährungsplan und auch für eine gesunde Haut nicht zu verachten. Übrigens ist auch er keine Neuentdeckung: Schon seit dem Mittelalter sind Mandeln als pflanzliche Alternative zur Milch bekannt. Man trank sie damals gerne während der Fastenzeit.

Milchersatzprodukte aus Getreide

Die Idee aus aufgekochtem Vollkornmehl ein Getränk zu gewinnen, stammt aus Schweden. Damit es besser verträglich ist, wird der Getreidestärke teilweise ein Enzym zugesetzt, das diese in Zucker umwandelt. Deshalb schmecken beispielsweise Haferdrinks süßlich mit einem intensiven Getreidearoma, was sehr gut zum Frühstücksmüsli passt. In der Küche lassen sich die Getreidevarianten sonst wie Kuhmilch verwenden. Zwar können Dinkel-, Hafer- oder Roggendrinks im Nährstoffvergleich mit Kuhmilch nicht mithalten, aber sie sind cholesterinfrei und daher für Menschen mit einem erhöhten Blutfettspiegel interessant. Wenn man an einer Glutenunverträglichkeit leidet, kann man auf Reisdrinks zurückgreifen, die ebenfalls süßlich im Geschmack und zusätzlich glutenfrei sind.

Kokosmilch

Nicht zu verwechseln mit Kokoswasser, wird Kokosmilch aus dem gemahlenen Fruchtfleisch der reifen Kokosnuss gepresst. Die rein weiße und sämige Flüssigkeit kommt Kuhmilch sehr nahe. Der Geschmack hingegen ist fruchtig-nussig. Verwendet sie deshalb beim Kochen und Backen dann, wenn ihr möchtet, dass ihr exotischer Eigengeschmack durchkommt. Kokosmilch ist reich an Kalium und Natrium. Im Vergleich zu anderen Milchersatzprodukten weist sie einen hohen Fettgehalt auf, der sich aber aus vorwiegend ungesättigten Fettsäuren zusammensetzt. Sie werden vom Körper nicht in Fettpölsterchen eingelagert und schnell in Energie umgewandelt. Zu viel Kokosmilch-Genuss kann aber trotzdem zu einem Energieüberschuss führen.