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Backen & Kochen / 09. November 2016

Fusion Food: Kulinarischer Schmelztiegel der Nationen

Schon mal von Fusion Food gehört? Der Kochstil ist bestimmt schon in irgendeiner Form auf deinem Teller gelandet, ohne dass du davon wusstest. Die altbekannte Currywurst stellt ein gutes Beispiel für Fusion Food dar: Eine herzhafte deutsche Bratwurst wird mit den süßlich-scharfen Aromen der indischen Gewürzmischung Curry kombiniert. Eigentlich gar nicht so kompliziert dieser Koch-Trend, oder?

Fusion Food: Kulinarischer Schmelztiegel der Nationen
© mariontxa - Fotolia

Globalisierung sei Dank: Fusion Food ist in aller Munde

Die Globalisierung macht Fusion Food erst möglich: Köche und Gastronomen bereisen die Welt, lernen neue Geschmacksrichtungen und Gerichte kennen. Wieder zurück in der Heimat versuchen sie, die neuen kulinarischen Eindrücke mit altbekannten Rezepten zu vermengen. Was dabei entsteht, nennt sich Fusion Food. Manchmal auch Fusion Cooking oder Fusion Cuisine.

Die Fusionsküche, wie Fusion Food auf Deutsch heißt, steht für die Verschmelzung landestypischer Zutaten mit exotischen Komponenten. Das neue Gericht zeichnet sich in Form und Geschmack durch die überregionalen Einflüsse aus.

Bereits Mitte der 1980er-Jahre kam Fusion Food auf: Der österreichische Küchenchef Wolfgang Puck, der die Fusion Cuisine später in Europa etablierte, und der Japaner Roy Yamaguchi experimentierten in ihrer Küche in Kalifornien mit unterschiedlichen Kochstilen und Aromen. Am liebsten mixten sie die französische und die asiatische Küche und prägten damit das Fusion Food.

Bis heute entstehen immer neue Rezepte aus dieser Crossover-Küche, die ihre Inspiration in allen Teilen der Erde findet. Zum Teil ist eine weite Reise gar nicht nötig, wie unsere Beispiele zeigen.


Fusion Food: Vom Cronut bis zum Cheeseburger-Sushi


  • 2013 erlebte der Cronut, der Inbegriff der Fusion-Küche, seine Geburtsstunde. In seiner kleinen Backstube im New Yorker Szenestadtteil Soho formte der Franzose Dominique Ansel einen Donut aus Blätterteig. Er ließ den bei Amerikanern heißgeliebten Teigkringel mit dem wohl typischsten französischen Gebäck verschmelzen, dem Croissant. Voilà: Fusion Food. Für den Hybriden Cronut, die Mischung aus Croissant und Donut, stehen die Besucher noch heute Schlange.

  • Zahlreiche Nachahmer bieten mittlerweile ähnliche Produkte an. So lecken sich die Bewohner San Franciscos die Finger nach dem Cruffin, einer Mischung aus Croissant und Muffin.

  • Die Fusionsküche kann auch regionale Spezialitäten eines Landes kombinieren: Schwäbische Maultaschen mit einer Füllung aus Hamburger Labskaus sind ebenfalls eine Form von Fusion Food.

  • Selbst beim Convenience Food gibt es Ausflüge in die Fusionsküche: Ein Pizza-Burger aus der Tiefkühltruhe vereint die Handlichkeit eines typisch amerikanischen Burgers mit den leckeren Eigenschaften einer italienischen Pizza. Zwischen den Brötchenhälften befinden sich Tomaten, Mozzarella und Salami anstatt Frikadelle und Gewürzgurken.

  • Wer seine Fleischeslust stillen will und Lust auf asiatische Einflüsse hat, wird sich über den Ramen-Burger freuen: Fleisch, Soße und Gemüse werden nicht von Brötchen, sondern von japanischen Ramen-Nudeln eingerahmt.

Ein weiteres amerikanisch-japanisches Fusion Food ist das Cheeseburger-Sushi. Die Sushi-Rolle ist nicht wie üblich mit Fisch oder Gemüse gefüllt: In der Reisrolle befinden sich Frikadellenhappen, eingelegte Gurken, Ketchup und Käse.