Filialdaten werden geladen.

Ihre Daten werden gesendet.
Nicht Ihre Filiale?
Ändern
Ihre Kaufland-Filiale

Ihre zuletzt gewählten Filialen
Wiki / 15. März 2020

Himbeeren: Alles was man wissen sollte

Klein, rund und rosa – die Himbeere zählt für viele Deutsche zum Lieblingsobst im Sommer. Besonders lecker schmecken sie als Eis oder in Kombination mit Joghurt. Wann hat die Himbeere eigentlich Saison, was muss ich wissen um sie selbst anzupflanzen und welche Rezeptvariationen sorgen für Abwechslung in der Küche?

Abbildung von Himbeeren in einem Korb
© ©Milan - stock.adobe.com

Botanik und Herkunft

Wie wächst die Himbeere und wo kommt sie her?

Die Himbeere, auch Rubus idaeus genannt, gehört zu den Rosengewächsen und ist daher eng verwandt mit der Brombeere. Wer selbst Himbeeren pflückt, erkennt die reifen Früchte an ihrer intensiven roten Farbe und dem süßen Geschmack. Unreife Früchte schmecken säuerlich und reifen nach der Ernte nicht mehr nach.

Pflanzenkunde

Die Himbeerpflanze ist ein sogenannter Selbstbefruchter. Feine Stacheln bedecken die sommergrünen Sträucher, deren Triebe bis zu zwei Meter lang werden können. Die Wurzeln ragen flach über den Boden und im Frühjahr blühen Himbeerpflanzen grünlich-weiß.  

Ursprung

Im Mittelalter wurde die Himbeere in Klöstern angepflanzt. Anfang des 17. Jahrhunderts begann man mit der gezielten Zucht, bei der auch gelbe Sorten entstanden. Schon damals nahmen die Menschen an, der Verzehr der Frucht wirke sich positiv auf die Gesundheit aus. Heute ist bekannt, dass die Beere einen hohen Vitamin-C-Gehalt hat und weitere wertvolle Nährstoffe enthält. Himbeeren sind in Europa, Nordasien und Nordamerika weit verbreitet. In diesen Ländern wachsen auch wilde Himbeeren. Am Waldrand oder auf Lichtungen findet die Himbeerpflanze auf dem nährstoffreichen Boden optimale Bedingungen.


Anbau und Ernte

Wie lässt sich die Himbeere im eigenen Garten pflanzen?

Himbeeren aus dem eigenen Garten -  wer sich das wünscht, muss sich zwischen Sommer- und Herbsthimbeeren entscheiden. Die Erntezeit der Sommerhimbeeren ist von Juli bis September. Herbsthimbeeren sind zwischen August und Oktober erntereif. Gepflanzt werden die jungen Himbeeren am besten im Frühherbst, idealerweise ab September. Das gilt für alle Sorten. Am besten eignen sich sonnige bis halbschattige Standorte im Garten. Windgeschützte Plätze sind ebenfalls von Vorteil.

Nachhaltiger Anbau

Der Anbau von Himbeeren ist nicht schwer, denn die Pflanzen sind relativ pflegeleicht. Dennoch sollten Hobby-Gärtner einige wertvolle Tipps beachten, die einen nachhaltigen Himbeer-Anbau unterstützen:

  • Nicht zu trocken und nicht zu nass: Himbeeren sind zwar genügsam, aber auf Staunässe oder extreme Trockenheit reagieren sie empfindlich. Deswegen ist es wichtig die Pflanzen regel- und gleichmäßig zu gießen.
  • Während Herbsthimbeeren nicht so groß werden, bilden Sommerhimbeeren lange Ruten, die bis zu zwei Meter lang werden können. Eine Rankhilfe unterstützt bei der Ernte dieser Beerensorte. An dieser werden die Ruten festgebunden und Pflanze wächst daran entlang.
  • Beim Zurückschneiden unterscheiden sich die Pflanzen ebenfalls. Herbsthimbeeren werden nach der Ernte vollständig zurückgeschnitten und sind daher sehr pflegeleicht. Bei Sommerhimbeeren müssen nur die Triebe gestutzt werden, die bereits Früchte getragen haben. Diese sind leicht bräunlich oder verholzt. Frische grüne Triebe sollten mit etwas Abstand zueinander stehen bleiben.
  • Himbeeren bilden große Wurzelausläufer, daher kann eine Wurzelbarriere aus Kunsstoff oft ratsam sein. Auch mit Steinen kann das Beet abgrenzt werden.

Saisonkalender

Die kleinen Beeren schmecken reif und frisch natürlich am besten. Von Juni und September sind Produkte aus regionalem Anbau im Handel erhältlich. Gute Qualität und kurze Transportwege lassen sich meist an unversehrten Beeren erkennen, die keine dunklen Stellen aufweisen.


Nährwerte

Was steckt in der Himbeere

Himbeeren überzeugen mit wertvollen Inhaltsstoffen wie Vitaminen und Spurenelementen. Liebhaber der kleinen Beeren sollten allerdings darauf achten, nicht mehr als 200 Gramm pro Tag zu sich zu nehmen. Denn ein übermäßiger Verzehr kann bei einem empfindlichen Magen Bauchschmerzen oder Durchfall verursachen. Mit nur 4,8 Gramm Zucker ist diese süße Frucht ein besonders leckerer Snack, den auch Figurbewusste ohne Reue genießen können.

Nährstoffe pro 100 Gramm:

  • Energie 34 Kilokalorien
  • Eiweiß 1 Gramm
  • Fett 0,3 Gramm
  • Kohlenhydrate 5 Gramm
  • Ballaststoffe 7 Gramm

Lagerung

Was man beim Aufbewahren beachten sollte

Himbeeren zählen zum Weichobst, was die Aufbewahrung über einen längeren Zeitraum erschwert. Wer seine Himbeeren nicht unmittelbar verarbeitet, sollte sie am besten im Kühlschrank lagern und nach ein bis zwei Tagen verzehren.

Die Beeren am besten direkt nach dem Einkauf aus der Verpackung nehmen. Himbeeren sind sehr druckempfindlich. Besonders schonend ist die Lagerung auf einem Teller. So haben die Früchte ausreichend Platz und es entstehen keine Druckstellen. Sind einige der Beeren dennoch beschädigt, sollten sie aussortiert werden. Denn an den Druckstellen bildet sich besonders schnell Schimmel.

Frische Himbeeren lassen sich sehr gut einfrieren und halten sich in diesem Zustand bis zu einem Jahr. Die Früchte vorab gut waschen und vorsichtig abtrocknen. Wer verhindern möchte, dass die kleinen Beeren aneinander fest frieren kann sie auf einem Blech oder auf einem Teller nebeneinander auslegen und schockfrosten. Dazu die Früchte für 1 bis 2 Stunden im Gefrierfach anfrieren lassen. So härten sie aus und kleben in einem Gefrierbeutel nicht mehr aneinander. Besonders unkompliziert lassen sich Himbeeren im pürierten Zustand einfrieren. Das Püree ist eine gute Basis für Dessertsoßen oder Smoothies. Portioniert in Gefrierbeuteln sind frische Himbeeren als Zutat damit immer griffbereit.



Schon gewusst?

Wissenswertes rund um die Himbeere

  • Himbeeren reagieren auf Druck sehr empfindlich, daher werden sie meist von Hand geerntet. Das schont das zarte Fruchtfleisch.  
  • Je dunkler die Beere, desto intensiver und süßer ihr Geschmack? Dieser Mythos stimmt nicht! Das Aroma hängt vielmehr von der Sorte als von der Farbe ab. Daher gibt es hellere Varianten, die sehr süß schmecken, während andere Himbeeren erst bei einer tiefroten Farbe ihr volles Aroma entfalten.
  • Der Himbeer-Glasflügler ist ein Schmetterling, der seinen Namen der Beere zu verdanken hat. Denn dieser legt seine Larven in den Wurzeln der Himbeerpflanze ab und nutzt diese als Wirt.
  • Himbeeren gibt es auch in schwarz. Aufgrund ihres Aussehens wird diese oft mit der Brombeere verwechselt.