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Wiki / 15. März 2020

Alles was man über Erdbeeren wissen sollte

Dunkelrote Farbe, weiches Fruchtfleisch und ein aromatischer Geschmack – dies sind die Kennzeichen der Erdbeere. Vor allem in der Sommerzeit ist sie als fruchtiges Element in Desserts und Kuchen, aber auch in herzhaften Gerichten zu finden. Hier erfahren Sie alles über Anbau, Lagerung und Verwendung der der Erdbeere.

Abbildung von losen Erdbeeren in einem Korb

Botanik und Herkunft

Wie wächst die Erdbeere und wo kommt sie her?

Die Erdbeere (lateinisch Fragaria) gehört zur Familie der Rosengewächse und ist eine Gattung der Unterfamilie Rosoideae, zu der auch beispielsweise Frauenmantel oder Fingerkräuter gehören. Genau wie Himbeeren und Brombeeren sind Erdbeeren botanisch gesehen keine Beeren, sondern sogenannte Sammelnussfrüchte.

Pflanzenkunde

Wie der Name vermuten lässt, wächst die Erdbeere bodennah. Die Blüten der Pflanze sind weiß bis gelblich und blühen meist nach Ende kälterer Perioden. Die Erdbeere an sich ist nur eine Scheinfrucht. Das heißt, dass die eigentlichen Früchte der Pflanze nicht aus dem roten Fruchtfleisch bestehen. Die kleinen gelb-grünen Körner auf der Oberfläche sind die Einzelfrüchte. Bei diesen handelt es sich streng genommen auch um keine Früchte, sondern um Nüsse.

Um sich fortzupflanzen ist die Erdbeere auf keine andere Pflanze angewiesen, denn sie ist ein Zwitter. Tiere wie Fuchs, Igel oder Vögel essen ihre Früchte. Die kleinen Nüsschen werden dabei nicht verdaut, sondern ausgeschieden. So breitet sich die Erdbeerpflanze weiter aus. Verbleiben Früchte am Strauch, vertrocknen diese und fallen anschließend zu Boden. Auch auf diesem Weg können neue Pflanzen entstehen. Neben vielen Hybridformen unterscheiden Botaniker zwischen der Kulturerdbeere und der Walderdbeere. Darüber hinaus unterteilt man die Arten in einmal oder mehrmals tragende Sorten.

Ursprung

Bereits in der Steinzeit standen Erdbeeren auf dem Speiseplan. Ihre ursprüngliche Größe ähnelte dabei der heutigen Walderdbeere. Im Mittelalter fingen Bauern an die Erdbeere gezielt auf Flächen anzubauen. Ab dem 18. Jahrhundert wurden nachweislich die ersten Versuche mit Kreuzungen gemacht und neue Züchtungen kreiert. Das Ziel: die Früchte sollten größer werden. Aus der importierten Chile-Erdbeere und der Scharlach-Erdbeere aus Nordamerika entstand um 1750 die uns heute als Gartenerdbeere (fragaria x ananassa) bekannte große Frucht. Seither wurden mehr als 1.000 Erdbeersorten gezüchtet. Die meisten Sorten wachsen in den gemäßigten Zonen. Vor allem die Walderdbeere ist in Europa, den USA und in Nordasien stark verbreitet.


Anbau und Ernte

Wie lässt sich die Erdbeere im eigenen Garten pflanzen?

Erdbeeren sollten idealerweise Ende August, spätestens Ende September, gepflanzt werden. Dank der Temperaturen der verbleibenden warmen Tage können die jungen Pflanzen genug Kraft sammeln und anwachsen, um den Winter zu überstehen. So haben die jungen Erdbeeren genug Zeit die Blütenanlagen vor dem ersten Frost zu bilden. Davon hängt ab, wie viele Früchte die Pflanze im nächsten Jahr tragen wird. Doch auch im Frühjahr können Erdbeeren gepflanzt werden. Für diesen Zeitpunkt eignen sich die sogenannten Frigopflanzen die bereits beim Gärtner den Winter über vorwachsen und als Setzlinge erhältlich sind. Nach dem Einsetzen tragen die Pflanzen durchschnittlich 100 Tage später erste Früchte.

Grundsätzlich mögen Erdbeerpflanzen sonnige Plätze und sollten nicht länger als drei Jahre an derselben Stelle stehen, denn sonst werden die Früchte von Jahr zu Jahr kleiner. Unreif geerntet können Erdbeeren nicht mehr nachreifen. Aus diesem Grund gehören sie zu den nichtklimakterischen Früchten. Der beste Erntezeitpunkt ist dann, wenn die Früchte schön rot sind und keine grünen Stellen mehr haben. Ein intensiver Duft und eine weiche Konsistenz zeigen ebenfalls den optimalen Reifegrad an.

Nachhaltiger Anbau

Erdbeeren sind empfindliche Pflänzchen. Wer sie nachhaltig und biologisch anbauen möchte, sollte folgende Tipps beachten:

  • Beim biologischen Anbau von Erdbeeren ist die Verwendung von chemischen Pestiziden und Düngemitteln jeglicher Art verboten. Für die Bekämpfung von Schädlingen sollten natürliche Mittel zum Einsatz kommen. Schmierseife macht zum Beispiel Milben den Garaus. Auch das Abdecken der Pflanzen mit Vlies bietet Schutz.
  • Um Pilzen vorzubeugen empfiehlt es sich, mehr Platz zwischen den Erdbeerpflanzen zu lassen. Zwar haben die Pilze dadurch mehr Fläche zum Wachsen, jedoch können sich die Pflanzen auf diese Weise nicht gegenseitig anstecken.
  • Eine Schicht Stroh als Unterlage sorgt dafür, dass die Erde relativ trocken bleibt und bietet zudem Schutz vor Schnecken und anderen Schädlingen.

Saisonkalender

Die Erdbeerzeit ist wetterabhängig und kann daher von Jahr zu Jahr variieren. In der Regel blühen Erdbeerpflanzen im April und im Mai. Die Saison endet spätestens Ende Juli. Bis dahin können die Früchte geerntet werden. Wild wachsende Erdbeeren lassen sich nur in den Monaten Juni und Juli an Waldrändern und Lichtungen entdecken.


Nährwerte

Was steckt in der Erdbeere

Eine Portion Erdbeeren (entspricht 100 Gramm) hat nur 37 Kalorien. Die rote Frucht punktet außerdem mit einem hohen Gehalt an Ballaststoffen und Vitaminen:

Nährstoffe pro 100 Gramm:

  • Eiweiß 1,1 Gramm
  • Fruchtsäuren 0,85 Gramm
  • Kohlenhydrate 7,5 Gramm
  • Karotin 0,04 Gramm
  • Vitamin B1 0,03 Milligramm
  • Vitamin B20,06 Milligramm
  • Vitamin C 56-94 Milligramm
  • Kalium 142 Milligramm
  • Magnesium 14 Gramm
  • Calcium 26 Gramm

Lagerung

Was man beim Aufbewahren beachten sollte

Die Erdbeersaison ist kurz, die kleinen roten Früchte aber heiß begehrt. Wie halten sie sich am besten und wie ist der Genuss von Erdbeeren das ganze Jahr über möglich?

Der optimale Aufbewahrungsort für Erdbeeren ist der Kühlschrank. Dort können sie sich bis zu einer Woche halten. Zu einem späteren Zeitpunkt sollte man darauf achten, die weichen oder bereits faulenden Früchte zu entfernen. Erdbeeren eignen sich ebenfalls dazu trocknen gelagert oder eingekocht zu werden, um ihre Haltbarkeit zu verlängern.

Das Einfrieren ist eine weitere Möglichkeit, um Erdbeeren zu konservieren. Dabei sollten Erdbeer-Liebhaber folgende Punkte beachten:

  • Das Obst gut waschen und anschließend gründlich trocken tupfen. Das ist wichtig, denn sind die Früchte noch feucht frieren sie aneinander fest.
  • Der Stielansatz sorgt für Aroma. Diesen daher erst kurz vor dem Einfrieren entfernen.
  • Durch die Zugabe von Zucker halten sich die Erdbeeren länger. 500 Gramm in etwa der gleichen Menge heißem Wasser auflösen und als Sirup über die Früchte geben. Vor dem Einfrieren vollständig abkühlen lassen.
  • Damit Erdbeeren im Gefrierfach nicht aneinanderkleben, ist die beste Möglichkeit dies zu verhindern sie vorab schockzufrosten. Dafür die Früchte nebeneinander auf einen Teller legen und für etwa ein bis zwei Stunden anfrieren.  
  • Die mit Erdbeeren gefüllten Gefrierbeutel oder Behälter mit einem Einfrierdatum versehen. Die frischen Früchte halten sich eingefroren etwa ein Jahr lang.
  • Nach dem Auftauen sind die Erdbeeren weich. Wer das nicht mag, sollte Erdbeeren vor dem Einfrieren pürieren. Das Püree eignet sich beispielsweise für Smoothies, Desserts oder Soßen.


Schon gewusst?

Wissenswertes zur roten Lieblingsfrucht

  • Ameisen tragen ebenfalls zur Verbreitung der Erdbeere bei. Sie tragen die Früchte in ihren Bau und verfüttern das Fruchtfleisch an ihre Larven. Dabei lassen diese die kleinen Nüsse auf dem Fruchtfleisch übrig. Die „Ameisen-Müllabfuhr“ bringt diese im Anschluss wieder nach draußen.
  • Aufgrund des lateinischen Begriffs fragaria x ananassa (Gartenerdbeere) wurde diese in Österreich früher häufig Ananas genannt. Mittlerweile ist dieser Begriff nicht mehr allzu gebräuchlich. Hin und Wieder hört man allerdings noch den Namen Ananaserdbeere.