Filialdaten werden geladen.

Ihre Daten werden gesendet.
Nicht Ihre Filiale?
Ändern
Ihre Kaufland-Filiale

Ihre zuletzt gewählten Filialen
FamilienMomente / 04. September 2020

Säuglingsnahrung: Das brauchen die Kleinsten

Stillen ist nicht nur wundervoll, sondern auch das Beste für Ihr Kind. Allerdings sind auch Probleme beim Stillen nichts Ungewöhnliches. Aus den unterschiedlichsten Gründen funktioniert es dann einfach nicht so, wie Sie wollen. Dann kann es ratsam sein, sich über alternative Säuglingsnahrung zu informieren: Wann ist welche Milch am besten für Ihren kleinen Sonnenschein? Hier finden Sie die wichtigsten Informationen auf einen Blick.

Vater wiegt Baby im Arm

Inhaltsstoffe Muttermilch

Das steckt in der Muttermilch

Muttermilch ist ein echtes Wunder der Natur und damit das Beste für Ihr Baby. In ihrer Zusammensetzung ist sie perfekt auf die Ernährungsbedürfnisse Ihres Babys abgestimmt und liefert zu jedem Zeitpunkt genau das, was Ihr Baby braucht.

Da Muttermilch meist die erste Nahrung Ihres Babys ist, sind in ihr grundlegende Nährstoffe wie

  • Kohlenhydrate,
  • Proteine,
  • Fette sowie
  • Wasser enthalten, um Ihr Baby mit Flüssigkeit zu versorgen.

Doch Muttermilch ist kein gewöhnliches Nahrungsmittel – sie hat über die Ernährung hinaus noch viele weitere Vorteile. So beinhaltet sie zum Beispiel Millionen lebender Zellen, wie weiße Blutkörperchen, die das Immunsystem stärken, oder Stammzellen, die zur Entwicklung von Organen beitragen können, sowie Wachstumshormone.

„HMO” – Humane Milch-Oligosaccharide

Eine Besonderheit der Muttermilch ist zudem, dass sie „HMO” (Humane Milch-Oligosaccharide) enthält. HMO sind komplexe Kohlenhydrate und kommen natürlicherweise nur in der Muttermilch vor, also weder in Kuh- noch in Ziegen- oder Stutenmilch. HMO sind besonders wichtig für die Darmgesundheit des Babys. Sie fördern nicht nur das Wachstum guter Darmbakterien, sondern können auch vor potenziell krank machenden Keimen schützen. Bemerkenswert ist aber auch, dass sich die Konzentration dieser Inhaltsstoffe im Laufe der Zeit verändert – je nachdem, wie alt ihr Baby ist und was es gerade braucht.

Infografik: Kolostrum, Übergangsmilch, Reife Muttermilch

Drei Phasen der Muttermilch

Muttermilch passt sich optimal an die Bedürfnisse Ihres Babys an und lässt sich in drei Phasen unterteilen:

  1. Kolostrum,
  2. Übergangsmilch und
  3. reife Muttermilch.

Kolostrum wird die Milch genannt, die Ihr Körper schon während der letzten Wochen Ihrer Schwangerschaft und in den ersten drei Tagen nach der Geburt produziert. Diese ist besonders wichtig für Ihr Baby, denn die erste Milch nach der Geburt enthält eine hohe Zahl an Antikörpern, die das Immunsystem Ihres Babys stärken und den Darm des Babys „auskleiden“. Aber auch danach unterstützt Ihre Milch die natürlichen Abwehrkräfte Ihres Kindes: Diese fördern das Wachstum von guten Bakterien im Bäuchlein Ihres Babys.

Die guten Bakterien können dann potenziell krankmachende Keime verdrängen. Insgesamt sinkt der Gehalt an Protein und Antikörpern mit der Zeit, während der Anteil an Fett und Kohlenhydraten sowie der Energiegehalt steigen. Der Proteingehalt in der Muttermilch ist am Anfang höher, weil das Baby sehr schnell wächst. Er nimmt mit der Zeit allmählich ab, weil das Baby langsamer wächst.


Stillprobleme: Tipps

Unsere Tipps bei häufigen Stillproblemen

Endlich ist ihr kleiner Sonnenschein da und Sie haben sich schon auf die gemeinsame Zeit des Stillens gefreut.  Aber irgendwie will das nicht so gut gelingen. Keine Sorge – Probleme beim Stillen kommen häufiger vor, als Sie denken:

  • Wunde Brustwarzen: Viele Frauen leiden zu Beginn der Stillzeit unter wunden Brustwarzen. Dabei ist es völlig normal, dass sie in den ersten Tagen leicht gereizt sind. Sollte Ihre Brustwarzen aber wirklich schmerzen, deutet das darauf hin, dass ihr Baby die Brustwarze beim Stillen verletzt. Das kann zum Beispiel an einer nicht korrekten Saugtechnik oder daran liegen, dass das Baby nicht richtig angelegt ist, manchmal auch an einem zu kurzen Zungenband. Es sollte dringend nach der Ursache für wunde Brustwarzen geschaut werden! Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Hebamme um Rat. Weitere nützliche Tipps zum Thema Körperpflege nach der Geburt finden Sie auch hier.

  • Milchstau: Ein Spannen in der Brust und harte, schmerzhafte, teilweise gerötete Stellen der Haut deuten auf einen Milchstau hin. Er entsteht, wenn nicht alle Milchkanäle vollständig entleert werden. Gönnen Sie sich jetzt vor allem Zeit und Ruhe mit Ihrem Baby. Legen Sie es öfter an und probieren Sie verschiedene Stillpositionen aus. Unser Tipp: Wärmen Sie Ihre Brust vor dem Stillen, um das Gewebe zu entspannen, damit die Milch wieder besser fließt. Das geht besonders leicht mit einer Wärmflasche oder einem Kirschkernkissen. Sie können auch mit heißem Wasser erwärmte und ausgewrungene Mulltücher oder Waschlappen verwenden. Wichtig ist auch das Kühlen der Brust nach der Stillmahlzeit. Am besten mit einem Coolpack (Achtung: unbedingt ein Tuch herum machen und nie direkt auf die Haut!) oder einem kühlenden Quarkumschlag.

  • Zu wenig Milch beim Stillen: Wenn ihr Baby viel schreit und quengelt, fürchten viele Mütter, dass es zu wenig Milch bekommt. In den allermeisten Fällen ist diese Sorge völlig unbegründet; nur sehr selten liegen organische Gründe vor, die eine ausreichende Milchproduktion verhindern. Um diese anzuregen, sollten Sie ihr Baby möglichst oft anlegen – auch nachts. So gewöhnt sich Ihre Brust daran, regelmäßiger und mehr Milch zu bilden.

  • Zu viel Milch: Ein Milchüberschuss führt zu unangenehm spannenden Brüsten. Stillberaterinnen empfehlen in dieser Situation, das Baby pro Mahlzeit nur an einer Seite anzulegen, um so die Milchproduktion weniger zu stimulieren. Vor dem Anlegen ein bisschen Milch ausstreichen und nach dem Stillen 20 Minuten lang kühlen – mit Quark, einem nassen Handtuch oder mit in ein Handtuch gewickelten Tiefkühlerbsen. Ein weiterer Tipp ist das Trinken von Pfefferminz- und Salbeitee – diese hemmen die Milchproduktion. Beginnen Sie hier stückweise mit einer Tasse und beobachten Sie, wie Ihr Körper auf den Tee reagiert.

  • Baby verweigert die Brust: Es kann vorkommen, dass Babys die Brust kurze Zeit ablehnen, weil sie beispielsweise gerade einen Entwicklungssprung durchmachen. Dann ist ihr kleiner Sonnenschein vielleicht einfach nur zu aufgeregt, um tagsüber gestillt zu werden. Stillen Sie dann einfach abends oder nachts. Eine weitere Möglichkeit ist, die Reize, denen Ihr Baby beim Stillen bei Tageslicht ausgesetzt ist, zu reduzieren. Dies gelingt gegebenenfalls dadurch, dass Sie in einen vermeintlich „langweiligen“ Raum gehen oder während des Stillens ein Mulltuch als „Sichtschutz“ über das Kind legen.

Bei weiteren Ungereimtheiten rund ums Stillen schauen Sie bei unserem FamilienMoment „22 Still-Mythen – was ist wahr und was nicht?“ vorbei.


Alternativen zur Muttermilch

 Säuglingsnahrung – gute Alternativen zur Muttermilch

Es gibt unterschiedliche Gründe, weswegen sich Mütter immer wieder gegen das Stillen und für eine alternative Säuglingsnahrung entscheiden. Bei manchem will das Stillen vielleicht nicht so gut gelingen, andere möchten einfach etwas flexibler sein. Überlegen Sie sich, was in Ihrem persönlichen Fall für das Stillen und was für eine alternative Säuglingsnahrung spricht. Wenn Sie sich unsicher sind, holen Sie sich Rat bei ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme. Auch, wenn Muttermilch natürlich die beste Nahrung für Ihren kleinen Sonnenschein darstellt, gibt es gute Alternativen.

Säuglingsanfangsnahrung

Säuglingsanfangsnahrung eignet sich für die Ernährung ab der Geburt und während des gesamten 1. Lebensjahres Ihres Babys. Sie ist in ihrer Zusammensetzung der Muttermilch nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, so weit es geht, angepasst und auf die Bedürfnisse des Alters Ihres Babys abgestimmt. Wenn Sie nicht stillen, sollten Sie mindestens bis zum Beginn des 5. Monats ausschließlich die Anfangsnahrung füttern. Ihr Baby braucht in diesem Zeitraum weder andere Milch oder Wasser noch Säfte oder Tees.

Auch bei der Einführung von Beikost sollten Sie die Flaschenmilch weitergeben. Experten empfehlen eine Säuglingsnahrung mit bedarfsgerecht niedrigem Proteingehalt (um 1,2 g / 100 ml bzw. 1,8 g/ 100 kcal).

Warum ist ein bedarfsgerecht niedriger Eiweißgehalt so wichtig?

  • Weil Ihr Baby durch zu viel Protein in der langsameren Wachstumsphase zu schnell an Gewicht zunehmen könnte.
  • Weil durch zu schnelle Gewichtszunahme das Risiko für späteres Übergewicht bei Ihrem Baby steigt.
Auch die Säuglingsanfangsnahrung sollte nach Bedarf gegeben werden. Deshalb ist es wichtig die Hunger- und Sättigungszeichen des Babys zu kennen. Bei der Auswahl des richtigen Produkts, ist es manchmal schwer, sich im ‚Säuglingsnahrungs-Dschungel‘ zurecht zu finden. Ihre Hebamme hilft Ihnen gerne weiter. Zitat Hebamme Judith Fuchs

Welche Säuglingsnahrung in welchem Zeitraum?

Infografik: Anfangsmilch, Folgemilch und Kindermilch

Es ist am Anfang eine echte Herausforderung, sich im vielfältigen Angebot zurechtzufinden und die richtige Milchnahrung für Ihr Baby herauszusuchen. Es gibt verschiedene Marken, verschiedene Sortimente und verschiedene Altersstufen. Wie soll man hier rasch einen Überblick bekommen? Ihr Kinderarzt oder Ihre Hebamme sind jetzt Ihre wichtigsten Berater und helfen Ihnen auf Nachfrage bestimmt gerne weiter. Hier aber schon einmal ein kleiner Überblick zur ersten Orientierung:

Es ist alles eine Frage des Alters Ihres Babys. Unterscheiden Sie zwischen Anfangsmilch, Folgemilch und Kindermilch.

Wann braucht man Spezialnahrung?

Es ist ganz normal, dass Ihr Baby nach einer Mahlzeit mit dem gewohnten Bäuerchen auch mal etwas Nahrung aufstößt oder in den ersten Monaten mit Bauchschmerzen zu kämpfen hat. Solange es ihrem kleinen Sonnenschein gut geht, muss Sie das nicht weiter beunruhigen. Sollte dies allerdings häufiger vorkommen oder Sie sich um sein Wachstum sorgen, wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt. Dieser kann klären, ob ihrem Baby eine spezielle Nahrung guttun würden.

Diese Spezialnahrungen können nicht gestillten Babys vor allem bei 3-Monats-Koliken, Durchfall und Blähungen sowie bei vermehrtem Aufstoßen und Spucken helfen. Des Weiteren kann ihr Kinderarzt auch ein erhöhtes Allergierisiko erkennen. In diesem Fall sollten Sie unbedingt mindestens vier bis sechs Monate lang voll stillen oder – wenn nicht gestillt wird - ausschließlich mit einer wissenschaftlich geprüften HA-Nahrung ernähren.


Zubereitung Säuglingsmilch

Darauf sollten Sie bei der Zubereitung von Säuglingsmilch achten

Bei der Zubereitung industriell hergestellter Säuglingsnahrung sollten Sie einige Regeln beachten, um so zu verhindern, dass sich im Fläschchen unerwünschte Keime bilden und vermehren. Wir haben Ihnen die wichtigsten Tipps und Tricks zusammengestellt:

Frische Zubereitung: Rühren Sie die Säuglingsnahrung immer frisch an. Das fertige Fläschchen sollte nie länger als zwei Stunden bei über fünf Grad Celsius herumstehen, bevor ihr kleiner Sonnenschein es bekommt.

Wasser abkochen: Zum Anrühren ihres Milchpulvers eignet sich am besten abgekochtes Wasser. Obwohl in Deutschland die Qualität des Leitungswassers generell sehr gut ist, können sich in den Leitungen oder Wasserhähnen trotzdem Keime vermehren. Um diese Keime abzutöten, kochen Sie das Wasser besser vorsorglich ab. Wenn Sie gekauftes Wasser verwenden möchten, achten Sie auf den Zusatz „für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet“.

Fläschchen und Sauger immer gut reinigen: Sollte ihr Baby die Portion nicht ganz schaffen, gehören die Reste in den Müll. Danach einfach Sauger und Fläschchen in der Spülmaschine bei 65 Grad Celsius oder per Hand mit heißem Wasser und Spülmittel gründlich reinigen. Noch sicherer ist es, Fläschchen und Sauger in kochendem Wasser für mindestens zwei Minuten auszukochen.

Schritt für Schritt

  1. Vor der Zubereitung die Arbeitsfläche sowie ihre Hände gründlich säubern.
  2. Wasser abkochen und etwas abkühlen lassen. Für das Anrühren bitte die Angaben zur Wassertemperatur auf der Verpackung beachten.
  3. Dosieren Sie genau nach Packungsanleitung. Wenn Sie dazu einen Messlöffel benutzen, streichen Sie das Pulver am besten mit einem sauberen Messerrücken ab.
  4. Bevor ihr kleiner Sonnenschein jetzt sein Fläschchen bekommt, muss die Milch noch auf Trinktemperatur abkühlen – das entspricht etwa 37 Grad Celsius, also unserer Körpertemperatur. Testen Sie die Temperatur einfach, indem Sie ein paar Tropfen auf die Innenseite Ihres Handgelenks geben.

Hinweise und Anleitung auf der Verpackung beachten: Eine genaue Zubereitung ist für ihr Baby sehr wichtig, denn eine unsachgemäße Zubereitung oder eine Verwendung von nicht als Säuglingsnahrung geeigneten Lebensmitteln kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.


FAQ

Häufige Fragen rund um Säuglingsnahrung

Wie stelle ich am besten von Muttermilch auf Flaschennahrung um?

Sie haben sich für Flaschennahrung für Ihren kleinen Sonnenschein entschieden? Bei manchen Babys ist eine Umstellung ganz einfach: Sie passen sich an und akzeptieren die neue Nahrung ohne Probleme. Andere hingegen verweigern die Flasche die ersten paar Male. In solchen Fällen empfehlen wir Ihnen, nicht sofort komplett auf Flaschennahrung umzustellen, sondern nach und nach damit zu starten. Beginnen Sie mit einer fixen Mahlzeit am Tag. Wenn Ihr Baby diese akzeptiert und daran gewöhnt ist, können Sie eine weitere Mahlzeit hinzufügen. So geben Sie Ihrem Liebling die Gelegenheit, sich daran zu gewöhnen und es hilft auf Ihrem Körper, sich anzupassen und die Milchproduktion allmählich zu reduzieren. Manchmal kann es auch helfen, dass nicht die Mutter die Flasche gibt, sondern der Vater oder eine andere Bezugsperson.

Worauf sollte ich beim Wasser für die Säuglingsnahrung achten?

Bei der Zubereitung von Säuglingsnahrung wird Wasser verwendet. Allerdings gibt es hierbei ein paar Punkte, die es zu beachten gilt:

  • Leitungswasser: Wenn Sie sich für Leitungswasser entscheiden, lassen Sie das Standwasser immer ablaufen und verwenden Sie nur das kühlere frische Wasser. Danach sollten Sie das Leitungswasser immer noch mal abkochen – sicher ist sicher!
  • Babywasser: Normales Mineralwasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung nicht geeignet, da es zu viele Mineralstoffe enthält. Achten Sie daher darauf, dass Sie ein stilles Wasser mit der Kennzeichnung „Zur Herstellung von Säuglingsnahrung geeignet“ oder „Babywasser“. Bewahren Sie die angebrochenen Wasserflaschen im Kühlschrank auf und kochen Sie das Wasser bei der Weiterverwendung vorher ab.

Wie oft sollte mein Baby Säuglingsnahrung erhalten?

Grundsätzlich darf ein Baby der Säuglingsnahrung so viel trinken, wie es braucht. Es ist jedoch manchmal nicht ganz einfach als Eltern zu Wissen, wie viel das ist. Welche Menge ist die Richtige? Wir können Ihnen die größte Sorge nehmen: Solange Ihr Baby täglich mindestens dreimal am Tag eine gut nasse Windel hat, ist wahrscheinlich alles in Ordnung. Die tatsächliche Trinkmenge richtet sich nach dem Bedarf Ihres Kindes und sollte ab der zweiten Lebenswoche bis zum 4. Monat in etwa 1/6 des Körpergewichtes betragen. Die Anzahl der Mahlzeiten variiert je nach Alter des Babys von fünf bis zwölf Mahlzeiten. Auch kürzere Abstände mit weniger als zwei Stunden zwischen den Mahlzeiten sind vollkommen in Ordnung, solange die Trinkmenge in 24 Stunden nicht wesentlich überschritten wird.