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FamilienMomente / 05. Juli 2019

Geburt im Wasser – das sind die Vorteile

Ein warmes Bad während der Geburt lindert Schmerzen und bringt Entspannung. Welche weiteren Vorteile und Möglichkeiten es bietet, erfahren Sie hier!

Baby
© pingpao / stock.adobe.com

Geburt im Wasser & Wassergeburt

Ein entspannendes Bad wirkt oft Wunder – das kann auch auf die Geburt zutreffen. Viele Frauen lieben es während der Geburt zu baden und finden das warme Wasser sehr angenehm, vor allem in der Eröffnungsphase. Das bedeutet allerdings nicht, dass das Baby im Wasser zur Welt kommen muss. Sie können die Wanne jederzeit verlassen.

Bei einer Wassergeburt wird das Baby ins warme Wasser geboren und dann langsam und vorsichtig an die Wasseroberfläche gehoben. Keine Sorge: Das Baby nimmt durch seinen angeborenen Tauchreflex erst dann seinen ersten Atemzug, wenn das Gesicht an der Wasseroberfläche Kontakt mit Luft bekommt. Nach einer Wassergeburt wird das Baby auf die Brust der Mutter gelegt, um den Hautkontakt zu fördern, genau wie bei einer Geburt ohne Wasser.

Sie brauchen:

  • Bikinioberteil oder Top, falls Sie sich damit wohler fühlen
  • bei langen Haaren Zopfgummi oder Haarspange
  • großes, weiches Handtuch
  • flauschiges Babyhandtuch
  • Badeschuhe

So geht’s: Die Wirkung von warmem Wasser bei der Geburt

Viele kennen den wohltuenden Effekt von Wärme bei Regelschmerzen oder Rückenproblemen. Warmes Wasser wirkt entspannend und schmerzlindernd auf die Gebärmuttermuskulatur. Es bewirkt außerdem, dass weniger Stresshormone und mehr Oxytocin ausgeschüttet werden. Dies führt zu effektiveren und weniger schmerzhaften Geburtswehen. Auch das Gewebe wird durch die Wärme weicher und nachgiebiger. Durch den Auftrieb des Wassers können sich viele Gebärende außerdem besser entspannen und bewegen. Besonders gegen Ende der Geburt wirkt das Bad in Kombination mit einer aufrechten Geburtsposition wehenfördernd.

Die Vorteile einer Wassergeburt

Ein Bad unter der Geburt führt zu einer kürzeren Eröffnungsphase. Zusätzlich senkt das Baden den Bedarf an Schmerzmitteln und ein Wehentropf sowie Eingriffe wie Kaiserschnitt, Dammschnitt oder Saugglockengeburt sind seltener nötig. Gebärende nehmen in der Wanne häufig eine aktive, aufrechte Position ein, was bei der Geburt förderlich ist. Außerdem führt Baden während der Geburt häufig zu einem positiveren Geburtserlebnis.

Gibt es Risiken bei einer Geburt im Wasser?

Laut Studien gibt es durch ein Bad während der Geburt keine erhöhten Risiken für die Schwangere und ihr Baby. Ein warmes Bad ist allerdings nur für Frauen gut geeignet, die gesund sind und einen normalen Schwangerschafts- und Geburtsverlauf haben. Fragen Sie am besten Ihre Hebamme. Wenn während der Geburt Schmerzmittel, wie eine PDA, gegeben werden oder eine Infektion wie Hepatitis B vorliegt, ist es leider nicht möglich, in die Wanne zu gehen.

Das Wichtigste ist, dass es Ihnen in der Wanne gut geht und Sie sich wohl fühlen. Bei Kreislaufproblemen sollten Sie die Wanne verlassen und dabei um Hilfe bitten. Daher sollte immer eine Begleitperson anwesend sein. Versuchen Sie bei einer Geburt im Wasser auf jeden Fall ausreichend und regelmäßig zu trinken, damit der Kreislauf stabil bleibt. Wenn Sie sehr lange baden möchten, empfiehlt es sich regelmäßige Pausen einzulegen, in denen Sie die Wanne für eine Weile verlassen.

Ab in die Wanne!

Ein warmes Bad kann, wie bereits erwähnt, auf eine Geburt viele positive Effekte haben. Wenn vor Ort die Möglichkeit besteht zu baden, lohnt es sich auf jeden Fall diese Option während der Geburt auszuprobieren. Wir wünschen Ihnen eine entspannte und schöne Geburt!

,,Die Badewanne wirkt schmerzlindernd und entspannend – ganz ohne Medikamente oder negative Effekte. Besonders am Anfang der Geburt kann ein warmes Bad Wunder wirken.“ Amelie Suermann, Hebamme und Yogalehrerin

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