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FamilienMomente / 04. November 2020

Erkältung in der Schwangerschaft – das sollten Sie wissen

Die Nase läuft und im Hals kratzt es: Wer schwanger ist und an einer Erkältung leidet, macht sich schnell Sorgen um das ungeborene Kind. Doch warum erkranken Frauen häufiger in ihrer Schwangerschaft, was hilft wirklich gegen die lästigen Keime und ab wann empfiehlt sich der Gang zum Arzt? Das erfahren Sie in unserem FamilienMoment.

Frau trinkt Tee

Infekte in der Schwangerschaft

Wieso sind schwangere Frauen häufig erkältet?

Diese Frage lässt sich schnell beantworten: Das geschwächte Immunsystem ist der Übeltäter. Doch warum lässt die Leistungsfähigkeit überhaupt nach? Während Ihrer Schwangerschaft konzentrieren sich die Abwehrkräfte gebündelt auf den Schutz Ihres kleinen Sonnenscheins. Dadurch werden Sie anfälliger für grippale Infekte, zu denen auch die klassische Erkältung zählt. Wichtig zu wissen: Ihr Baby wird auch während dieser Zeit ausreichend versorgt.


Auswirkungen auf das Ungeborene

Kann eine Erkältung dem Baby im Bauch schaden?

Im Normalfall ist eine einfache Erkältung für Ihr ungeborenes Baby nicht ansteckend, denn Ihr Immunsystem bildet zahlreiche Abwehrstoffe, die gegen die Viren und Keime vorgehen. Außerdem wird Ihr Schatz zusätzlich durch die Plazentaschranke geschützt, die die meisten Krankheitserreger abblockt. Bei einer normalen Erkältung müssen Sie sich demnach keine Sorgen machen. Bei Fragen oder Unsicherheiten steht Ihnen aber immer Ihr Gynäkologe oder Ihre Hebamme zur Seite.


Empfehlungen bei einem Infekt

Erkältung in der Schwangerschaft – was tun?

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen hat es Sie erwischt und die Erkältung hat Sie fest im Griff? Oder Sie sind sich nicht sicher, ob es tatsächlich eine harmlose Virenerkrankung ist? Verfallen Sie nicht in Sorge oder Panik, versuchen Sie ruhig zu bleiben und sich die nächsten Tage ausreichend zu schonen. Wir haben im Folgenden die Symptome einer leichten Erkältung aufgelistet und geben Ihnen hilfreiche Tipps mit an die Hand, die diese unangenehme Zeit ein wenig angenehmer machen.

Wie erkennen Sie eine leichte Erkältung?

Eine Erkältung verhält sich von Person zu Person unterschiedlich und die Symptome können selbstverständlich in einer anderen Reihenfolge auftreten als hier genannt. Oft kündigt sich der Infekt aber durch einen schmerzenden Hals an, der durch Schnupfen, Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen abgelöst wird. Häufig endet eine Erkältung mit einem mehr oder weniger hartnäckigen Husten. In einer Schwangerschaft kann der Vireninfekt jedoch heftiger ausfallen als normalerweise – das ist aber noch kein Grund zur Beunruhigung.


Folgende Merkmale können während eines Infekts der oberen Atemwege auftreten:

  • Schnupfen
  • Halsschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Husten
  • leichtes Fieber
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Müdigkeit

Das hilft bei Schnupfen

Von einigen Arzneimitteln, Kräutern und ätherischen Ölen sollte in der Schwangerschaft Abstand genommen werden, jedoch gibt es auch ganz natürliche Alternativen, die die Erkältungssymptome lindern können. In der folgenden Auflistung können Sie erkennen, was erlaubt ist und was nicht, denn Sie müssen sich einem Infekt nicht tatenlos geschlagen geben.
  • Salzwasserspray für die Nase: Um das Atmen durch die Nase zu erleichtern, kann auf ein klassisches Salzwasser-Nasenspray zurückgegriffen werden. Dieses beruhigt Ihre Schleimhäute auf natürliche Weise und kann je nach Bedarf mehrmals täglich eingesetzt werden. Abschwellende Medikamente sind weniger gut geeignet.
  • Freie Atmung durch Inhalation: Auch das Inhalieren mit Salzwasser bietet eine Möglichkeit, um Ihre verstopfte Nase zu befreien. Alternativ können Sie auch Kamillenblüten oder Heublumen einsetzen. Diese wirken ebenfalls keimtötend und unterstützen bei dem Abtransport des Schleims. Von Eukalyptus und Minze wird abgeraten, da diese in großen Mengen die Gebärmutter stimulieren können.
  • Alternative Erkältungstees: Bei der Vielzahl von Erkältungstees ist Vorsicht geboten, denn einige Kräuter können bei häufigem Verzehr wehenfördernd wirken. Alternativ bieten sich Kamille und Salbei an. Auch hier gilt: Alles in Maßen, denn ein übermäßiger Konsum kann zu Krämpfen und Schwindel führen. Generell können Sie auch die speziellen Schwangerschaftstees ausprobieren, die aus bestimmten Kräutermischungen zusammengestellt werden. Sie wurden extra für Schwangere entwickelt und sollten daher unbedenklich sein. Bei bestehender Unsicherheit sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt.

Das hilft bei Halsschmerzen und Husten

Sie haben mit unangenehmen Halsschmerzen und einem fiesen Husten zu kämpfen? Auch hierfür gibt es natürliche Mittel, die Sie bedenkenlos in Ihrer Schwangerschaft einnehmen können.
  • Heiße Zitrone gegen Halsschmerzen: Greifen Sie auf die Kraft der Zitrone zurück. Diese einfach auspressen und mit abgekochtem Wasser aufgießen. Nach Wunsch kann das Ganze gern mit ein wenig Honig versüßt werden. Die Säure der Zitrone in Kombination mit dem Honig decken Ihren gestiegenen Vitamin-C- sowie Zink-Bedarf perfekt ab und beruhigen schonend den Schmerz.
  • Kartoffelwickel für die Bronchien: Auch bei diesem Tipp handelt es sich um ein bewährtes Hausmittel: Dazu müssen Sie heiß gekochte Pellkartoffeln zerstampfen, in ein Tuch winkeln und um Ihren Hals beziehungsweise auf Ihren Brustbereich legen. Die wohltuende Wirkung der Wickel lässt sich durch die Eigenschaften der Knolle erklären, denn die Kartoffel gibt nach der Erhitzung kontinuierlich Wärme ab und lindert so den Husten.
  • Selbst gemachter Hustensaft: Da die meisten herkömmlichen Hustensäfte nicht für Schwangere geeignet sind, stellen wir Ihnen ein einfaches Rezept zum Nachmachen zur Verfügung . Lassen Sie einfach eine gehackte Zwiebel und Honig über Nacht ziehen. Den ausgetretenen Saft können Sie mehrmals am Tag verwenden, jeweils einen Teelöfel. Die ätherischen Öle in der Zwiebel weisen antibakterielle Eigenschaften auf, die den Schleim in den Bronchien verflüssigen.

Ab wann zum Arzt?

Wie eingangs erwähnt, muss ein leichter Infekt in Form einer Erkältung nicht zwingend von einem Arzt untersucht werden. Vorsichtiger sollten Sie werden, wenn zusätzlich Fieber zur Erkältung auftritt. Leichte Fieberanfälle sollten zwar beobachtet werden, sind jedoch noch kein Grund zur Besorgnis. Steigt die Temperatur mehrere Tage über 39 Grad Celsius an, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Außerdem ist eine fachliche Betreuung zu empfehlen, wenn andere Erkrankungen vorliegen, die Erkältung länger als eine Woche andauert oder der Verdacht auf eine Grippe besteht.

Ab wann zum Arzt – alle Symptome auf einen Blick:
  • starker Husten
  • Fieber in Verbindung mit Bauchschmerzen
  • Temperatur bleibt mehrere Tage über 39 Grad Celsius
  • blutiges oder eitriges Sekret oder Auswurf
  • langanhaltende Atembeschwerden oder extreme Schwäche
  • besonders heftige Symptome oder Schmerzen
  • Verdacht auf Grippe

Die Entscheidung, wann Sie zum Arzt gehen, obliegt Ihnen, wobei auch hier gilt: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl, denn Sie kennen Ihren Körper und die Bedürfnisse Ihres Sonnenscheins am besten. Wenn Sie sich jedoch unsicher fühlen, gehen Sie lieber einmal mehr zum Arzt. Gerade als Schwangere ist das verständlich und schadet nicht.


Arznei in der Schwangerschaft

Welche Medikamente sind bei einer Erkältung erlaubt?

Generell sollten Sie als Schwangere so wenig Medikamente wie möglich einnehmen. Das liegt daran, dass die Wirkstoffe über die Plazenta auf Ihren Schatz übergehen. Doch mittlerweile gibt es meist gut untersuchte Wirkstoffe, die Sie auch als werdende Mutter nutzen können.

Bevor Sie ein Medikament einsetzen, sprechen Sie bitte mit Ihrem betreuenden Arzt darüber. Er wird Ihnen alle wichtigen Informationen geben und Sie ausführlich beraten. Beachten Sie außerdem, dass selbst rezeptfreie Medikamente nicht unbedingt ungefährlich für schwangere Frauen sein können. Fragen Sie gerne bei der Apotheke Ihres Vertrauens nach, welches Mittel Sie bedenkenlos nutzen können.


Erkältung vorbeugen

So stärken Sie Ihr Immunsystem in der Schwangerschaft

Doch sind wir mal ehrlich – am liebsten würden Sie Ihre Schwangerschaft ganz ohne störende Erkältungen erleben. Eine Garantie können wir Ihnen natürlich nicht geben, aber vielleicht helfen Ihnen die folgenden Tricks und Tipps dabei, Ihr Immunsystem zu stärken.

Gesunde Ernährung

Ein abwechslungsreiches Essverhalten sollte immer eine wichtige Rolle in Ihrem Leben spielen. Durch die Schwangerschaft rückt dieses Thema aber noch mehr in den Fokus. Denn über die unterschiedlichen Lebensmittel nehmen Sie elementare Vitamine und Nährstoffe auf, die Sie an Ihren kleinen Schatz weitergeben. Besonders sollten Sie auf die Einnahme folgender Nährstoffe achten: Eisen, Zink, Selen, Jod, Vitamin C, Vitamin E und Vitamin A. Sie stärken die Immunabwehr gegen potenzielle Krankheitserreger. Zu finden sind diese Stoffe unter anderem in Vollkornprodukten, Gemüse, Hülsenfrüchte, Joghurt, Milchprodukten und Gemüse, besonders im Sauerkraut. Achten Sie außerdem darauf, viel zu trinken. Dafür eignen sich Wasser, Kräuter- und Früchtetees, verzichten sollten Sie möglichst auf koffein- oder zuckerhaltige Getränke.

Ausreichend Bewegung

Zur Stärkung des Abwehrsystem bieten sich auch sportliche Aktivitäten an. Durch regelmäßige Bewegung stärken Sie Ihr Herz-Kreislauf-System, regen den Stoffwechsel und den Austausch von Sauerstoff an. Hinzu kommt die Steigerung des Wohlbefindens durch den Stressabbau.

Sie sind kein großer Fan von Fitnessstudios, Yoga oder Radfahren? Gar kein Problem – die genannten Vorteile können Sie auch durch zügige Spaziergänge an der frischen Luft erreichen.

Entspannung

Kommen wir vielleicht zu dem wichtigsten Punkt der Immunstärkung: Entspannung. Denn langanhaltender Stress und ein hektischer Lebenswandel begünstigen eine mittelfristige Schwäche des Organismus. Dadurch kann sich Ihr Körper nicht mehr erfolgreich gegen äußere Einflüsse wehren. Deswegen gilt als oberstes Gebot: so viel Entspannung und Ruhe wie möglich. Falls es mit dem nächtlichen Schlafen nicht ganz so funktioniert, sollten Sie mittags ein Nickerchen einlegen, um den Mangel auszugleichen. Bei drohender Überlastung auf der Arbeit versuchen Sie zu delegieren und die Menge zu reduzieren.

Vielleicht hatten Sie schon mit der einen oder anderen Erkältung zu kämpfen. Vielleicht wurden Sie bisher von einem Infekt verschont. Eins steht auf alle Fälle fest: Gönnen Sie sich in dieser sehr aufregenden Zeit Ruhe und achten Sie auf die Signale, die Ihnen Ihr Körper sendet. Wir wünschen Ihnen eine gesunde und wunderschöne Schwangerschaft.

 

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