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FamilienMomente / 22. Februar 2021

Babyschlaf: Das sollten Sie wissen

Ihr Baby wacht in der Nacht häufig auf oder verweigert den Mittagsschlaf? Viele Eltern stehen vor einem Rätsel, wenn es um den Schlaf ihres Babys geht. Welche Tipps und Tricks helfen können, erfahren Sie in unserem FamilienMoment.

Mutter legt Baby ins Bett
© Westend61 - gettyimages.de

Schlafbedarf und -rhythmus

Das Wichtigste zum Schlaf von Babys 

Das Leben mit einem Baby bringt viele Veränderungen. Da ist auch das Thema Schlaf keine Ausnahme, denn dieser unterscheidet sich deutlich bei Ihnen und Ihrem Schatz. Während Sie nachts sieben bis neun Stunden durchschlafen, schlummert Ihr Baby anfangs meistens nur drei Stunden am Stück. Das Ergebnis sind übermüdete Mütter und Väter, die an ihre Belastungsgrenze stoßen. Doch je weiter sich Ihr Sonnenschein entwickelt, desto mehr ändern sich auch sein Schlafbedarf und -rhythmus. Beides wird unter anderem durch die individuelle Persönlichkeit und das genetisch bedingte Schlafverhalten beeinflusst.

Schlafbedarf

Jedes Baby schläft unterschiedlich viel. Eine grobe Orientierung bietet Ihnen die folgende Tabelle, die den Schlafbedarf in Stunden darstellt.

Alter

 

Schlafbedarf nachts

 

Schlafbedarf tagsüber

 

Schlafbedarf gesamt

1. Monat

 

9

 

8

 

17

2. bis 3. Monat

 

10

 

6

 

16

4. bis 6. Monat

 

11

 

4

 

15

7. bis 9. Monat

 

11

 

3

 

14

10. bis 12. Monat

 

11

 

2

 

13

Schlafrhythmus

Neun bis elf Stunden Schlaf benötigt ein Baby pro Nacht. Doch der Schlafrhythmus Ihres Schatzes, der sich wesentlich von Ihrem unterscheidet, ist von zahlreichen Unterbrechungen gekennzeichnet. Lesen Sie, wie sich der nächtliche Schlafbedarf und der Tagesschlaf in der jeweiligen Altersstufe gestalten.

  • Ein Monat: Ihr Baby kennt noch nicht den Unterschied zwischen Tag und Nacht, denn er führt den Rhythmus fort, den er sich im Mutterleib angeeignet hat. Dadurch verteilt er seine Schlaf- und Wachphasen über die 24 Stunden eines Tages. Nach circa drei bis vier Stunden wacht der Säugling auf, weil er gewickelt oder gefüttert werden möchte.
  • Zweiter bis dritter Monat: Langsam, aber stetig lernt Ihr Baby, Tag und Nacht zu unterscheiden. Um den Tag-Rhythmus zu etablieren, können Sie unterstützend mitwirken, indem Sie den Tag aktiver gestalten und gegen Abend das Füttern und Wickeln ruhig und mit gedämpftem Licht abhalten. Auffällig ist in dieser Entwicklungsphase, dass das Bedürfnis nach Schlaf am Tag abnimmt, während die Dauer des Nachtschlafs zunimmt. Circa zehn Stunden schläft Ihr Schatz nachts, während er tagsüber vier bis fünf Nickerchen macht. Die Wachphasen am Tag dauern ein bis zwei Stunden.
  • Vierter bis sechster Monat: Ihr Sonnenschein entwickelt nach und nach einen regelmäßigeren Schlafrhythmus. Die Schläfchen am Tag reduzieren sich auf zwei bis drei, die nicht länger als 60 bis 90 Minuten andauern, da sich die nächtlichen Schlafperioden auf circa zwei bis vier Stunden verlängern.
  • Siebter bis neunter Monat: Allmählich sinkt das Schlafbedürfnis Ihres Kleinen. Die meisten Babys ruhen nun circa vierzehn Stunden am Tag. Elf Stunden davon sollten im besten Fall auf den Nachtschlaf fallen, wobei es starke individuelle Abweichungen geben kann. Die Schlafzeiten finden immer verlässlicher und vorwiegend nachts statt. Tagsüber sind bis zu zwei Nickerchen möglich, die jedoch nicht länger als 60 bis 90 Minuten dauern sollten, damit Ihr Kind nachts schlafen kann.
  • Zehnter bis zwölfter Monat: Der durchschnittliche Schlafbedarf pendelt sich in dieser Altersstufe auf circa 13 Stunden ein. Mittlerweile kann Ihr Baby schon vier bis fünf Stunden am Stück munter sein. Die Anzahl der Nickerchen am Tag reduziert sich auf circa zwei. Oder Ihr Baby hält einen Mittagschlaf, der circa 60 bis 180 Minuten dauert, und bleibt ansonsten tagsüber wach.

Ab wann schläft ein Säugling durch?

Dass Ihr Sonnenschein in seinen ersten Lebensmonaten häufig nachts wach wird, ist völlig normal. Der Grund dafür liegt im Schlafzyklus. Darunter wird die Zeitspanne vom Beginn des Einschlafens bis zu dem kurzen Aufwachen nach dem Traumschlaf verstanden. Neugeborene beginnen mit der oberflächlichen Traumschlafphase, auch REM-Schlaf genannt. Danach sinken sie in die Tiefschlafphase, den Non-REM-Schlaf. REM steht für „Rapid-eye-movement”, was übersetzt „rasche Augenbewegung” bedeutet. Den Traumschlaf erkennen Sie an den vermehrten Augenbewegungen unter den geschlossenen Lidern, Grimassen, den ruckartigen Bewegungen mit Armen und Beinen und die unregelmäßige Atmung. Anschließend beginnt eine erneute empfindliche Schlafphase, aus der Ihr Schatz kurzzeitig erwacht, um danach wieder oberflächlich und ein wenig später wieder tief weiterzuschlafen. Dieser Schlafzyklus dauert bei Säuglingen circa 50 Minuten und wiederholt sich drei bis vier Mal.

Bei Babys bestehen 50 Prozent der Schlafenszeit aus dem REM-Schlaf und 50 Prozent aus dem Tiefschlaf. Vor allem im REM-Schlaf werden die Eindrücke des Tages verarbeitet. Generell ist das mindestens einmalige Aufwachen bis zum sechsten Lebensmonat normal, da Ihr Kind nachts Mahlzeiten benötigt. Tipps, wie Sie nächtliche Stillen in der Nacht entspannter gestalten, finden Sie hier. Nach diesen sechs Monaten kann Ihr Baby die ganze Nacht ohne Nahrung auskommen. Tatsächlich können die meisten Säuglinge erst gegen Ende des ersten Lebensjahres durchschlafen, wobei damit eine Schlafdauer von sechs Stunden am Stück gemeint ist.

Ab wann braucht ein Baby keinen Mittagsschlaf mehr?

Ab einem Alter von circa 5 Jahren benötigen die meisten Kinder keinen Mittagschlaf mehr, jedoch hängt das individuell von Ihrem Schatz ab. Beobachten Sie Ihren Sonnenschein und entscheiden Sie selbst, ob ein Mittagsschläfchen noch sinnvoll ist.

Anzeichen, die für einen Mittagsschlaf sprechen: 

  • Ihr Kind schläft am Tag im Auto oder beim Spielen häufig ein. 
  • Es ist am Nachmittag launisch und quengelig.
  • Es wirkt überdreht und gähnt kontinuierlich. 

Anzeichen, die gegen einen Mittagsschlaf sprechen:

  • Ihr Kind findet mittags keinen Schlaf mehr.
  • Es ist ohne das Nickerchen fit.
  • Ihrem Kind fällt das Einschlafen am Abend schwer.
  • Es schläft nachts schlecht. 

Schlafumgebung

Eine feste Matratze, eine rauchfreie Wohnung und regelmäßiges Stoßlüften

Abbildung „Babys erholsamer Schlaf”

Damit Ihr Sonnenschein friedlich und unter den besten Voraussetzungen schlummern kann, haben wir einige Punkte gesammelt, die den Schlaf Ihres Babys positiv beeinflussen können.

  • Ihr Baby sollte auf einer festen Matratze in Rückenlage das Schläfchen machen, denn diese Position minimiert das Risiko für einen plötzlichen Kindstod.
  • Ein Säugling braucht weder ein Kopfkissen noch eine Decke über dem Schlafsack.
  • Das Zimmer sollte rauchfrei sein. Am besten ist es, wenn die ganze Wohnung rauchfrei ist.
  • Die optimale Raumtemperatur für Babys liegt zwischen 16 und 18 Grad. 
  • Bitte legen Sie keine Kuscheltiere ins Babybett, denn es besteht die Gefahr, dass sie die Atmung Ihres Säuglings behindern.
  • Regelmäßiges Stoßlüften wird empfohlen.
  • Sorgen Sie für eine reizarme Schlafumgebung durch Verzicht auf Mobiles, da diese die Interaktion fördern und das Kind eher wachhalten. Auch auf ein Nestchen und Spieluhren sollten Sie verzichten.
  • Achten Sie darauf, das Baby nicht zu warm, aber auch nicht zu kalt anzuziehen. Fühlen Sie zwischen den Schulterblättern: Ihr Kind sollte nicht schwitzen, zu kalt darf es sich auch nicht anfühlen.
  • Das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit kann durch warme Farben in Form eines Stoffhimmels rund um das Bettchen entstehen. Hier bietet sich besonders weinrot an, denn diese Farbe kennt Ihr Schatz schon vom Uterus. 

Einschlaftipps

So kommt Ihr Baby zur Ruhe

Sie haben alle Rahmenbedingungen erfüllt und trotzdem macht Ihr Sonnenschein keine Anstalten, zu schlafen? Vielleicht helfen Ihnen unsere Tipps und Tricks:

  • Versuchen Sie, seine Grundbedürfnisse zu verstehen: Vielleicht ist Ihr Baby hungrig oder möchte unbedingt in Ihrer Nähe sein. Versuchen Sie, auf die Signale zu achten, die Ihnen Ihr Kleines sendet.
  • Reduzieren Sie die Reize: Ihr Schatz braucht eine reizarme Schlafumgebung, doch wenn schon tagsüber die Reize auf Ihr Baby einprasseln, kommt es nachts schlechter zur Ruhe. Versuchen Sie, den Alltag zu strukturieren, führen Sie Rituale ein und meiden Sie in den Abendstunden laute und störende Geräusche, die Ihr Baby belasten könnten. 
  • Finden Sie den Schlafbedarf Ihres Baby heraus und passen Sie den Rhythmus an: Schläft Ihr Baby schlecht ein, weil der Abstand zwischen dem letzten Tagesschlaf und dem Nachtschlaf zu kurz ist? Führen Sie ein Schlafprotokoll von 10 bis 14 Tagen, um zu erkennen, ob Ihr Baby tatsächlich weniger Schlaf benötigt als angenommen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass das Zubettgehen nicht mit der inneren Uhr Ihres Babys übereinstimmt. Verlegen Sie den Nachtschlaf ein Stückchen nach vorne oder nach hinten. 
  • Ein Einschlafritual unterstützt Ihr Baby dabei, zur Ruhe zu kommen: Es weiß, was als Nächstes ansteht und der Körper kann sich auf diesen Schritt einstellen. Wenden Sie Rituale tagsüber und abends an.
  • Strahlen Sie Ruhe aus: Babys spüren die Unruhe von anderen Personen. Das gilt auch, wenn es Zeit zum Schlafen ist. Versuchen Sie deshalb, selbst zu entspannen und Ruhe auszustrahlen. Dann fällt es Ihrem Kind leichter, ruhiger zu werden.
  • Spielen Sie tagsüber draußen: Verbringen Sie mit Ihrem Kind so viel Zeit an der frischen Luft wie möglich. Das ist nicht nur gesund, sondern fördert auch den Schlaf.

Jedes Baby hat eine eigene Persönlichkeit und somit auch einen individuellen Schlafbedarf und -rhythmus. Da sind Frustration und Verzweiflung völlig normal. Denken Sie daran, dass selbst die schwierigste Phase irgendwann überstanden ist.  


Tipps für gestresste Eltern

Wenn Mama und Papa überfordert sind

Neben all dem Glück und dem Mamistolz befinden Sie sich als Elternteil in einer herausfordernden und anstrengenden Zeit, die gemeistert werden muss. Überforderung, Verzweiflung und auch Wut können die Folge sein. Doch was können Sie gegen diese starken Gefühle tun?

  • Nehmen Sie sich Zeit für sich und setzen Sie auf Ihren Partner: Natürlich wollen Sie eine Bindung mit Ihrem Baby aufbauen und alles dafür geben, dass es sich geliebt fühlt und behütet aufwächst. Doch vergessen Sie nicht, Pausen einzulegen und nach sich selbst zu schauen. Denn Ihr Kind wird merken, wenn Sie ausgelaugt und gestresst sind. Vertrauen Sie Ihrem Partner und überlassen Sie ihm das Baby für eine gewisse Zeit und nutzen Sie diese, um Ihre Energiereserven aufzufüllen.
  • Bitten Sie Familie und Freunde um Hilfe: Manchmal ist es nicht möglich, vom Partner Unterstützung zu bekommen oder Sie wollen gerne gemeinsame Zeit als Paar verbringen. Fragen Sie in diesem Fall Freunde, Verwandte oder Nachbarn um Hilfe. Findet sich niemand, gibt es Familienberatungsstellen, die Ihnen weiterhelfen können. Dazu gehören: die Caritas, pro familia oder die Arbeiter-Wohlfahrt.
  • Mutter-Kind-Kur: Durch eine Mutter-Kind-Kur wird nicht nur Ihr Alltag entlastet, sondern diese bringt auch eine andere Perspektive auf viele Dinge und etwas Abstand. Sie erhalten Unterstützung und treffen auf gleichgesinnte Mütter und Väter.