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FamilienMomente / 29. Januar 2021

Wenn Babys zahnen: Fakten und Tipps

Die Freude ist groß, wenn sich bei Ihrem Kind der erste Zahn ankündigt. Doch für die Babys ist das Zahnen oft sehr schmerzhaft. Wie Sie Ihrem Liebling in dieser schwierigen Zeit helfen, erfahren Sie in unserem FamilienMoment.

Baby sitzt bei der Mutter auf dem Schoß

Wissenswertes

Wann kommt welcher Zahn und wie lange dauert das Zahnen?

Abbildung „Wann kommt welcher Zahn”

Während sich der Embryo im Mutterleib entwickelt, werden auch die Milchzähne im Kiefer angelegt. Erst einige Monate nach der Geburt zeigt sich der erste Zahn, dann folgen alle weiteren schubweise. Zuerst wachsen sie im Unterkiefer. Dort startet das Zahnen mit den mittleren Schneidezähnen. Es folgen die oberen und die seitlichen Schneidezähne. Die Entwicklung setzt sich über die Eck- bis zu den Backenzähnen fort. In der Regel sind alle 20 Zähne bis zum zweiten Lebensjahr da.

Wann der erste Zahn kommt, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. In vielen Fällen geschieht dies zwischen dem sechsten und achten Lebensmonat. Es gibt aber auch Kinder, die an ihrem ersten Geburtstag noch keinen Zahn im Mund haben. Ist dies bei Ihrem Kind noch im Alter von 18 Monaten der Fall, sollten Sie den Arzt aufsuchen.


Anzeichen

Woran erkenne ich, dass mein Baby zahnt?

Nicht immer ist es leicht zu erkennen, dass das Zahnen bei Ihrem Kind begonnen hat. Gerade beim ersten Kind fällt das Lesen der Symptome schwer. Bei Geschwisterkindern geht dies deutlich schneller.

Anzeichen für den Beginn des Zahnens

Häufig treten folgende Symptome auf, die das Zahnen ankündigen:

  • starker Speichelfluss
  • Kau- und Beißbewegungen
  • Weinen und Quengeln
  • Schlafprobleme
  • Appetitlosigkeit
  • geschwollenes Zahnfleisch
  • kleiner weißer Punkt im Zahnfleisch
  • rote und heiße Wangen

Weitere Symptome

Das Zahnen ist für den kleinen Körper Ihres Kindes sehr anstrengend. Dementsprechend können die Symptome bei manchen Babys stärker sein und sogar Krankheitssymptomen ähneln. Am häufigsten treten dabei Fieber und Durchfall auf. Durch die starke Beanspruchung reagiert das Immunsystem in einigen Fällen mit einer kleinen Schwächephase. Dann sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind sich keinen Infekt einfängt. Suchen Sie den Kinderarzt auf, wenn Fieber oder Durchfall über eine längere Zeit auftreten.


Erste Hilfe

Diese Mittel können beim Zahnen helfen

Wenn das eigene Kind starke Schmerzen hat, ist das für Eltern schwer zu ertragen. Um zumindest phasenweise die Schmerzen zu lindern, haben wir hier ein paar Tipps für Sie.

Beißringe

Beißringe sind Kauspielzeuge, die Ihrem Kind helfen, den Druck und den Schmerz beim Zahnen zu mindern. Meist bestehen diese speziellen Hilfsmittel aus Kautschuk, Kunststoff oder Silikon. Es gibt aber auch Varianten, die aus Textil oder Holz gemacht sind. Achten Sie unbedingt auf die Inhaltsstoffe, denn die Beißringe sollten Schadstoff- und PVC-frei sein. Eine Auszeichnung mit einem Testsiegel oder TÜV-Zeichen kann Ihnen bei der Wahl helfen. Die Beißringe werden im Kühl- oder Gefrierschrank aufbewahrt. Die Kälte hilft, den Schmerz zu reduzieren.

Schmerzlindernde Gels

Spezielle Zahnungsgels sind eine gute Methode, kurzzeitig für Schmerzlinderung zu sorgen. Denn Inhaltsstoffe wie Kamille oder Malvenextrakt helfen, die schmerzende Stelle zu beruhigen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Gels für Kinder geeignet sind. Wichtig ist, dass sie keinen Zucker, keinen Alkohol sowie kein Menthol enthalten.

Kühlung

Neben den Gels hilft auch das Kühlen gegen den Schmerz. So können Sie zum Beispiel einen Löffel in den Kühlschrank legen und ihn anschließend auf die betroffene Stelle legen. Auch ein Waschlappen mit eiskaltem Wasser ist gut geeignet, da Ihr Kind darauf kauen kann. Alternativ bieten sich gekühlte Gemüsesticks an, zum Beispiel aus Gurke oder Karotte.

Bernsteinketten

Manche Eltern setzen auf Bernsteinketten. Diese sollen durch ihre ätherischen Öle beim Zahnen helfen. Wichtig dabei ist, dass der Bernstein auf der Haut des Babys liegt, sodass die Öle ihre Wirkung entwickeln können. Studien, die diesen Effekt der Bernsteinkette belegen, gibt es allerdings bisher nicht.

Schmerzmittel

Geben Sie Kindern Schmerzmittel nur im äußersten Notfall. Sprechen Sie sich vorab unbedingt mit Ihrem Arzt ab.

Salbei und Kamille

Salbei und Kamille haben eine schmerzlindernde Wirkung und können das Zahnfleisch beruhigen. Geben Sie die Kräuter entweder als Tinktur direkt auf die betroffene Stelle oder als abgekühlten Tee zum Trinken.

Globuli und Schüßler Salze

Sie können beim Zahnen auch Globulis einsetzen. Hier gibt es unterschiedliche Präparate. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker, welche Präparate für welche Indikationen und in welcher Dosierung am besten geeignet sind. Gleiches gilt für Schüßler Salze. Diese Mineralsalze können in homöopathischen Dosen bei den Schmerzen helfen und sind ein wichtiges Mittel aus der Alternativmedizin.

Was können Eltern tun?

Nicht nur gegen die Schmerzen beim Zahnen, sondern auch bei anderen Symptome können Sie tätig werden.

  • Zahnfleisch massieren: Durch die leichten Berührungen wird der Druck der durchbrechenden Zähne ein wenig gelindert. Wichtig dabei ist, dass Sie vorab Ihre Finger gründlich reinigen. In der Apotheke oder dem Drogeriemarkt können Sie Silikonfingerlinge kaufen. Fahren Sie sanft mit einem Finger über das Zahnfleisch Ihres Kindes. Üben Sie nicht zu viel Druck aus und achten Sie unbedingt darauf, ob es Ihrem Sonnenschein guttut. Nicht jedes Kind mag diese Methode der Schmerzlinderung.
  • Baby-Pflegecremes verwenden: Wenn Ihr Kind unter Durchfall leidet, kann sein Po schnell wund werden. Benutzen Sie in diesem Fall eine Pflegecreme, um die Haut Ihres Schatzes bei der Regeneration zu unterstützen.
  • Nasse Hautstellen trocknen: Der vermehrte Speichelfluss trägt dazu bei, dass die Haut Ihres kleinen Lieblings rund um den Mund, aber auch am Hals und anderen Körperstellen häufig feucht ist. Versuchen Sie, die nassen Stellen regelmäßig zu trocknen. Denn durch die Feuchtigkeit ist die Haut empfindlicher und kann wund werden. Legen Sie Ihrem Kind ein Lätzchen oder Halstuch um, damit der Großteil der Feuchtigkeit aufgefangen wird.
  • Babymassagen und Zärtlichkeiten: Wenn Ihr Kind durch den Druck und den Schmerz beim Zahnen unruhig ist, helfen sanfte Berührungen und zarte Massagen. Diese beruhigen Ihren Schatz und lenken ihn von den Schmerzen ab. Tipps rund um die Babymassage finden Sie hier.

Zahnpflege

Wichtig von Anfang an

Sobald das erste Zähnchen durchgebrochen ist, sollte auch die tägliche Zahnpflege auf dem Programm stehen. Schließlich sind die Milchzähne entscheidend für die spätere Entwicklung der bleibenden Zähne. Sie halten ihnen sozusagen den Platz frei. Daher sind auch bei Milchzähnen eine entsprechende Pflege und Vorsorge wichtig. Das gilt bereits ab dem ersten Zahn.

Am Anfang können Sie ein Tuch oder Wattestäbchen nutzen, um die Zähne zu reinigen. Alternativ gibt es in Drogerien, Apotheken und bei Kaufland sogenannte Fingerzahnbürsten zu kaufen. Fahren Sie damit über den neuen Zahn und massieren Sie auch das Zahnfleisch Ihres Kindes. Weihen Sie die erste Kinderzahnbürste ein, sobald mehr Zähne da sind. Zudem gibt es bereits für Babys und Kleinkinder Zahnpasta, die Sie verwenden können.