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Super 6 / 21. August 2019

Alles über Whisky: Diese Sorten sollten Sie kennen

Welche Whisky-Sorten gibt es eigentlich und wie unterscheiden sie sich voneinander? Erfahren Sie alles über die bekanntesten Sorten. Wir haben die wichtigsten Fakten über ihren Geschmack und ihre Herstellung zusammengefasst.

Whisky-Gläser mit Inhalt

1. Was ist Whisky?

Whisky oder Whiskey – mit dieser Frage fängt es schon einmal an. In Schottland wird Whisky hergestellt, in Irland Whiskey. Doch ist es nur die Schreibweise, die die Sorten aus diesen Ländern voneinander unterscheiden? Die Iren verpassten dem Whisky das extra „e“. Der Grund dafür war, dass sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Qualität der Whiskys aus Schottland und Irland stark unterschieden. Denn die schottischen Destillerien hatten Schwierigkeiten, gleichbleibende Qualität zu produzieren. Um sich abzugrenzen, kennzeichneten die Iren ihre Produkte mit einem zusätzlichen e zwischen dem k und dem y. Das war vor allem wichtig für den Export nach Amerika. Doch das e im Namen ist nicht der einzige Unterschied.

Für den irischen Whiskey kommt gemälzte und ungemälzte Gerste zum Einsatz. Für den schottischen Whisky wird das Gerstenmalz über dem offenen Torffeuer getrocknet. Dadurch zeichnet die schottischen Brände ein torfiges Aroma aus, die irische Variante schmeckt stärker nach Gerste.

2. Wie wird Whisky hergestellt?

Grundsätzlich wird Whisky aus drei Rohstoffen hergestellt:

  • Getreide,
  • Wasser und
  • Hefe.

Abhängig von der Sorte variieren die verwendeten Getreidesorten. Der erste Schritt ist das Mälzen. Dafür befeuchtet man das Getreide und bringt es zum Keimen. Die enthaltene Stärke wird in Malzzucker umgewandelt – es entsteht Malz. Es folgt das Darren über einer Hitzequelle, welches den Keimungsprozess stoppt. Für die Herstellung von schottischem Whisky darrt das Getreide über Torffeuer. Das wirkt sich auf den Geschmack des Whiskys beziehungsweise Scotchs aus, den ein besonderes Raucharoma auszeichnet.

Nun wird das Malz geschrotet und kommt anschließend in den Maischbottich, wo es mit heißem Wasser vermischt wird. Mithilfe des perforierten Bodens wird die zuckerreiche Flüssigkeit, die sogenannte Würze, extrahiert. Für die Fermentation pumpt man diese Flüssigkeit in einen Gärtank und versetzt sie dort mit Hefe. Der Zucker vergärt zu Alkohol und Kohlendioxid. Nun folgt die Destillation, bei der die Maische zwei kupferne Brennblasen durchläuft. Die Destillation trennt den Alkohol sowie den Großteil der Geruchs- und Geschmacksstoffe vom Wasser und konzentriert sie. Es entsteht ein Feinbrand, den der Brennmeister in Vor-, Mittel- und Nachlauf teilt. Der Mittellauf wird leicht mit Wasser versetzt und anschließend zur Lagerung in Holzfässer gefüllt. Die Dauer der Reifung und die Art des Fasses haben großen Einfluss auf den Geschmack.

3. Irische Whiskey-Sorten

  • Irish Single Malt Whiskey: Diese Sorte gilt als besonders hochwertig. Der Irish Single Malt Whiskey wird ausschließlich aus gemälzter Gerste destilliert. Er stammt aus mehreren Fässern einer einzigen Destillerie. Das Besondere: Er wird dreimal in ständig laufenden Distillen destilliert. Danach reift dieser Whiskey mindestens drei Jahre lang in Eichenholzfässern.
  • Irish Pot Still Whiskey: Bei der Herstellung dieser Sorte wird gemälzte und ungemälzte Gerste (meist in einem Verhältnis 60/40 oder 70/30) in einer Brennblase (Pot Still) aus Kupfer destilliert. Ohne den Zusatz Single kann das Destillat auch aus mehreren Brennereien stammen.
  • Blended Irish Whiskey: Viele der hierzulande bekannten irischen Whiskeys sind Blends – etwa „Tullamore Dew” oder „Bushmills Originals”. Diese Sorte ist eine Mischung aus Grain Whiskey mit Malt Whiskey oder mit Single Pot Whiskey. Er kann aus bis zu drei Sorten komponiert werden. Grain Whiskey lässt sich schnell und günstig produzieren. Je niedriger sein Anteil ist, desto höher seine Qualität.

4. Schottische Whisky-Sorten

  • Single Malt Scotch: Whiskys dieser Art stammen aus einer einzigen Brennerei. Für ihre Herstellung wird ausschließlich gemälzte Gerste verwendet. Diese Sorte gilt als besonders hochwertig. Denn die Reifungszeit des Single Malts beträgt oft mindestens zehn Jahre. Nach der Lagerung im Holzfass wählt ein sogenannter Master Blender verschiedene Whiskys aus verschiedenen Fässern aus und vereint sie in einem großen Tank miteinander.
  • Blended Whisky: Während der Malt Whisky zu 100 Prozent aus Gerstenmalz destilliert wird, handelt es sich bei einem Blended Whisky um einen Verschnitt. Bei seiner Herstellung vermischt man also verschiedene Whiskys miteinander. Den größten Anteil trägt dabei der Grain Whisky. Eine Sorte, die aus verschiedenen Getreidesorten besteht. Ebenso ist Malt Whisky enthalten. Je höher der Anteil, desto hochwertiger ist die Spirituose.
  • Single Grain Whisky: Bei dieser Sorte handelt es sich um einen Whisky, der aus verschiedenen Getreidesorten und in einer Destillerie hergestellt wird. Diese Spirituose prägt ein starkes Getreidearoma – fast schon vergleichbar mit Korn.

5. Amerikanische Whiskey-Sorten

  • Bourbon: Damit ein Bourbon sich Bourbon nennen darf, muss er aus mindestens 51 Prozent Mais hergestellt werden und einen Mindestalkoholgehalt von 40 Prozent Vol. aufweisen. Sein Herkunftsland sind die USA – produziert wird er meist im Bundesstaat Kentucky. Außerdem muss er mindestens einen Tag lang im Eichenfass reifen. Sein Geschmack ist durch den hohen Maisgehalt leicht süßlich.
  • American Straight Whiskey: Ein Whiskey dieser Sorte muss mindestens zwei Jahre lang in einem von innen ausgebrannten Eichenfass reifen. Bei einer Lagerzeit von bis zu vier Jahren muss der Hersteller die Dauer immer auf dem Etikett kennzeichnen. Außerdem dürfen keine Zusatzstoffe enthalten sein.
  • Rye Whiskey: Diese Sorte muss aus mindestens 51 Prozent Roggen hergestellt werden. Außerdem muss er zwei Jahre lang in von innen verkohlten Eichenfässern reifen. Ihn zeichnet ein besonders würziger, trockener und bitterer Geschmack aus.

6. Exkurs: Japanischer Whiskey

Ähnlich wie bei den Whiskys aus Irland, Schottland und den USA gibt es unter den japanischen Whiskeys Malt-, Grain- und Blended- Varianten. Während raue und torfige Aromen eher schottische Whiskys auszeichnet, sind die japanischen Sorten milder und harmonischer. In den 1960er- und 1970er-Jahren waren Whiskys aus Japan im Westen nicht allzu beliebt. Denn oft wurde die Spirituose mit günstigem Alkohol gestreckt. Seit dem 21. Jahrhundert verbesserte sich die Qualität stetig. Mittlerweile ist sie so gut, dass japanische Whiskeys regelmäßig internationale Preise erhalten und dabei teilweise sogar mehr überzeugen als die Konkurrenz aus Irland oder Schottland.