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Super 6 / 11. Oktober 2019

Alles über Kürbis, den Klassiker im Herbst

Wenn es herbstlich wird, startet auch wieder die Kürbissaison. Ein besonders beliebtes Gericht ist die wärmende Kürbissuppe. Doch mit dem Gemüse lässt sich so viel mehr anstellen. Hier erfahren Sie zu sechs Themenfeldern alles über die verschiedenen Sorten, ihre Herkunft und ihre Verwendung.

Kürbisvielfalt

Allgemeines

1. Allgemeines über Kürbisse

Insgesamt gibt es rund 800 Kürbissorten, 200 davon lassen sich in der Küche verwenden. Die wohl bekannteste ist der Hokkaido. Doch mittlerweile sind auch Butternut-, Muskat- und Spaghettikürbis hierzulande vielen Menschen ein Begriff.

Das Aussehen der Sorten kann sich stark unterscheiden. Das Farbspektrum reicht von orange über gelb bis hin zu grün oder sogar schwarz. Gleiches gilt für die unterschiedlichen Formen. Während der Klassiker rund ist, sind andere Sorten birnenförmig, flach oder oval.

Kürbis: kein Gemüse, sondern Frucht

Streng genommen zählt der Kürbis übrigens gar nicht zu den Gemüsesorten, sondern zu den Beerenfrüchten. Warum? Seine Samen befinden sich im Fruchtfleisch. In Mittel- und Südamerika steht Kürbis bereits seit Jahrtausenden auf dem Speiseplan. Im 16. Jahrhundert brachten die Spanier die Beerenfrucht dann nach Europa.


Kürbiskunde

2. Die beliebtesten Sorten im Überblick

Hokkaido in Halloween-Optik

Der Hokkaido

Dieser Kürbis zählt zu den eher kleineren Sorten. In der Regel bringt der Hokkaido-Kürbis ein bis zwei Kilogramm auf die Waage. In der Küche ist er so beliebt, weil er sich besonders unkompliziert zubereiten lässt. Sein großer Vorteil: Er kann samt seiner Schale in den Kochtopf kommen. Klassisch schmeckt er verarbeitet zu Kürbissuppe. Aber auch in Risottos oder als Ofengemüse macht er eine gute Figur. Er hat einen leicht nussigen Geschmack, sein Fruchtfleisch ist relativ faserarm. Namensgeber dieser Kürbissorte ist die japanische Insel Hokkaido. Vor rund 20 Jahren kam er nach Europa. Mittlerweile wird er auch hier angebaut und hat sich zur beliebtesten Kürbissorte gemausert. Ab August gibt es die ersten Hokkaido-Kürbisse in den Supermärkten zu kaufen. Die Saison geht bis mindestens Januar. Ein Pluspunkt für Kürbis-Fans: Der Hokkaido-Kürbis kann sich bei der richtigen Lagerung bis zu einem Jahr lang halten.

Butternut

Der Butternut

Sein Aussehen erinnert an eine riesige Birne. Seine hellgelbe Schale muss vor der Zubereitung entfernt werden – am einfachsten geht das mit einem Sparschäler. Dafür befinden sich in seinem Inneren nicht allzu viele Kerne. Das Fruchtfleisch dieser Kürbissorte ist hellorange. Fertig zubereitet punktet der Butternut mit einem milden, buttrigen Aroma. Er schmeckt gut in Gemüsecurrys oder in Kombination mit Hülsenfrüchten. Die Heimat des Butternuss-Kürbis ist Südamerika, dort wächst er an Reben. Er fühlt sich also in einem warmen Klima wohl. Hierzulande wird er in Gewächshäusern gezüchtet. Im Herbst ist Erntezeit. Dennoch ist er das ganze Jahr über erhältlich. Außerhalb der Saison kommt er beispielsweise aus Uruguay oder aus Argentinien. Im Vergleich zu anderen Sorten ist der Butternut recht kalorienreich, enthält dafür aber nicht allzu viel Fett. 

Spaghetti-Kürbis

Der Spaghetti

Der Spaghetti-Kürbis ist sowohl auf dem Wochenmarkt als auch im Supermarkt seltener zu finden als andere Sorten. Namensgeber dieser Art sind – wie kann es anders sein – die Spaghetti-Nudeln. Denn beim Kochen zerfällt das Fruchtfleisch in feine Fäden. Damit ist dieser Kürbis eine super Pasta-Alternative für diejenigen, die ihre Kohlenhydrate-Bilanz im Blick behalten wollen. Ein weiterer Pluspunkt des Spaghetti-Kürbisses: Er bleibt auch bei Zimmertemperatur recht lange frisch. Wie der Hokkaido-Kürbis kommt der Spaghetti-Kürbis ursprünglich aus Japan. In den 1970er-Jahren wurde er erstmals nach Europa exportiert. Die Saison dieser Sorte beginnt im September, im Dezember ist sie dann allerdings schon wieder vorbei.

Schnitzkürbis

Der Schnitzkürbis

Durch seine weiche Schale eignet er sich toll zum Schnitzen. Das Fruchtfleisch kann dann direkt für leckere Halloween-Kuchen genutzt werden.

Muskat-Kürbis

Der Muskat

Ein großer Hingucker, der gerne auch bis zu 30 Kilogramm wiegt. Deshalb wird er meistens in Stücken verkauft. Ganz einfach zubereitet, zum Beispiel als Kürbisspalten vom Blech mit frischen Kräutern und einem kleinen Salat, schmeckt er köstlich.

Pattison

Der Pattison

Er schmeckt eigentlich eher nach Zucchini als nach Kürbis. Für die kreative Küche lässt er sich paniert als Schnitzelersatz verwenden.


Reifegrad

3. Wann ist ein Kürbis reif?

Von außen sehen die Kürbisse im Supermarkt irgendwie alle gleich aus. Je nach Sorte haben sie eine orange, hellgelbe oder grüne Schale und festes Fruchtfleisch. Was sind also die Merkmale für Frische und Reife? Ein Kennzeichen für Reife ist beim Kürbis die Farbe der Schale. Ist sie durchgängig gefärbt und hat keine grünen Stellen mehr, kann der Kürbis getrost in den Einkaufswagen wandern. Denn je kräftiger die Farbe, desto besser der Geschmack. Seine Schale sollte außerdem schön hart sein und auf Außendruck nicht nachgeben.

Auch der Stiel liefert Infos über Frische und Reife. Bei einem guten Kürbis ist dieser immer hart und holzig. Auf keinen Fall sollte er feucht oder gar nass sein. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, macht den Klopftest. Das dabei entstehende Geräusch sollte dumpf oder hohl klingen.


Haltbarkeit

4. Wie hält sich Kürbis besonders lange?

Bei einer Temperatur von zehn bis 13 Grad bleibt ein Großteil der Kürbissorten sehr lange genießbar. Am besten packt man Kürbisse in ein Einkaufsnetz und hängt dieses an einem Haken auf. So bekommen sie von allen Seiten genug Luft.

Hokkaido-, Butternut- und Spaghetti-Kürbisse können sich so sogar bis zu acht Monate lang halten. Eine andere Methode, um Kürbisse möglichst lange zu lagern, ist das Einfrieren. Dafür den gewürfelten Kürbis zwei Minuten lang in kochendem Salzwasser garen. Ist er abgetropft und abgekühlt, kann er gut verschlossen in einer Dose oder in einem Beutel eingefroren werden.


Inhaltsstoffe

5. Wie gesund ist Kürbis?

Kürbis enthält viele verschiedene Nährstoffe, zum Beispiel:

  • Vitamin A und B,
  • Kalium,
  • Kupfer,
  • Phosphor und
  • Eisen.

Diese Nährstoffe können unter anderem das Immunsystem unterstützen. Der hohe Kaliumgehalt kann die Nieren- und Blasentätigkeit anregen und entwässert den Körper auf natürliche Art und Weise. Außerdem steckt in Kürbis Kieselsäure. Diese unterstützt eine gesunde Haut- und Nagelstruktur. Auch bei Kleinkindern ist Kürbis beliebt. Sein süßliches Fruchtfleisch eignet sich hervorragend für den Beikoststart beziehungsweise als Zutat für Babybrei.


Kürbis schnitzen

6. Mehr als nur eine Zutat – Tipps fürs Kürbisschnitzen

Kürbisse machen sich nicht nur in Suppen, Currys und Co. gut. Auch jenseits der Küche können sie zum Einsatz kommen – beispielsweise als Deko zu Halloween. Die Kürbislaterne ist ein Klassiker auf der Fensterbank oder im Vorgarten. Hier verraten wir einige Tipps, mit denen die schaurig-schöne Deko garantiert gelingt. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung haben wir auch für Sie.

  • Groß denken: Kleinere Kürbisse lassen sich deutlich schwieriger aushöhlen und gestalten. Für Anfänger eignen sich deswegen vor allem große Exemplare. Diese haben außerdem ein weicheres Fruchtfleisch, das sich leicht lösen lässt. Eine Eigenschaft, die die Arbeit einfacher macht. Geeignet sind die Sorten Rocket, Early Harvest, Neon, Aspen oder Howden.

  • Die richtige Ausstattung: Mit einem stumpfen Messer macht das Kürbisschnitzen keinen Spaß. Wer eine Laterne basteln möchte, sollte also Wert auf das richtige Werkzeug legen. Bei uns gibt es Sets zu kaufen, die extra auf das Schnitzen von Kürbissen ausgelegt sind. Alternativ kann man sich das Equipment auch selbst zusammensuchen. Das perfekte Messer ist schön spitz, schmal und nicht zu lang. Außerdem wird ein großer Löffel zum Aushöhlen benötigt.

  • Für eine lange Haltbarkeit: Um lange Freude an der Laterne zu haben, muss der Kürbis haltbar gemacht werden. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Grundsätzlich gilt: Je trockener der Kürbis ist, desto geringer die Chance, dass er schimmelt. Steht er draußen, sollte er also vor Feuchtigkeit geschützt werden. Damit er nicht von innen verfault, wird er am besten mit Essig ausgespült, anschließend abgetrocknet und mit Haarspray eingesprüht. Eine Alternative sind Anti-Schimmel-Sprays. Den Kürbis unbedingt trocknen lassen, bevor eine Kerze in ihm angezündet wird. Denn sonst besteht Brandgefahr! Zum Schluss die Schnittkanten mit Vaseline einschmieren, das versiegelt.
Anwendungsgrafik: Kürbis öffnen
Schritt 1: Vorab mit einem Filzstift die Form des Deckels vorzeichnen. Dann mit einem scharfen Messer, zum Beispiel ein Teppich- oder Küchenmesser, den Deckel vorsichtig herausschneiden. Das Werkzeug dabei schräg halten, damit der Deckel nicht in den Kürbis hineinfällt.
Anwendungsgrafik: Kürbis aushöhlen
Schritt 2: Nun das lose Fruchtfleisch mit den Händen herausnehmen. Die Reste anschließend sorgfältig mit einem Löffel herausschaben.
Anwendungsgrafik: Gesicht zeichnen
Schritt 3: Auf den Kürbis mit einem Filzstift das Gesicht aufmalen. Das geht frei Hand oder mithilfe einer zuvor angefertigten Schablone. Vorsicht: Zu viele Details und Zacken machen das Ausschneiden sehr kompliziert.
Anwendungsgrafik: Mit dem Messer schnitzen
Schritt 4: Nun geht es ans Schnitzen des Gesichts. Am besten mit den kleinen Formen anfangen. Denn schneidet man am Anfang gleich die großen Teile aus, kann die Stabilität des Kürbisses leiden.
Anwendungsgrafik: Den Kürbis mit Anti-Schimmel-Spray haltbar machen
Schritt 5: Ist das Gesicht der Laterne fertig ausgeschnitten, muss sie noch haltbar gemacht werden. Dafür den Kürbis mit Essig auswaschen und abtrocknen. Anschließend Haar- oder Anti-Schimmel-Spray gleichmäßig auftragen. Alles gut trocknen lassen, damit die Laterne kein Feuer beim Anzünden der Kerze fängt.
Öffentlicher Rückruf

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K-Classic Frische Milch 1,5 % Fett mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 14.10.2019, 15.10.2019 und 18.10.2019