
Wissenswertes über Leuchtstoffröhren
Leuchtstoffröhren sind die Marathonläufer unter den Leuchtmitteln: Ihre Langlebigkeit und der geringe Stromverbrauch machen sie zum begehrten Objekt in öffentlichen Gebäuden und gewerblichen Anlagen. Als Energiesparlampen erfreuen sie sich zudem im privaten Raum großer Beliebtheit. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Leuchtstoffröhren arbeiten und worauf Sie beim Betrieb achten sollten. Darüber hinaus zeigen wir Ihnen eine Auswahl unterschiedlicher Modelle.
1. Leuchtstoffröhren: Einsatzgebiet und Funktionsweise
Softshelljacken zählen zur Funktionskleidung und sind wahre Allrounder. Ob beim Sport, im Alltag oder auf Reisen: Sie passen sich dank intelligenter Technologien Ihren Bedürfnissen an und überzeugen nicht nur als Übergangsjacke.
Leuchtstoffröhren eignen sich ideal für den Dauerbetrieb, da ihre Energieeffizienz hier am besten zur Geltung kommt – häufiges Ein- und Ausschalten vermindert dagegen ihre Lebensdauer.
Einsatzgebiet
Viele Kompaktleuchtstoffröhren weisen die Energieeffizienzklasse A auf.
Leuchtstofflampen werden überall dort genutzt, wo eine kontinuierliche Beleuchtung über lange Zeitspannen hinweg gewünscht ist. Sie finden sie in Büro- und Lagerräumen, aber auch in Krankenhäusern und anderen öffentlichen Einrichtungen. Am gängigsten ist hier die Stabform, während ringartige Ausführungen seltener verwendet werden.
In privaten Räumen sind Leuchtstoffröhren als Energiesparlampe seit dem Produktionsende konventioneller Glühlampen vermehrt anzutreffen: Dabei handelt es sich um eine Kompaktleuchtstoffröhre, die eine Weiterentwicklung und gleichzeitige Komprimierung des Leuchtmittels darstellt. Sie fällt durch die mehrfache Faltung des Glasrohrs relativ kurz aus und arbeitet ebenfalls sehr energieeffizient.
Funktionsweise
Farbige Leuchtstoffröhren sorgen für Abwechslung und eine stimmungsvolle Beleuchtung.
Leuchtstoffröhren funktionieren nach einem anderen Wirkprinzip als Glühlampen : Die elektrische Ladung wird nicht durch einen Draht, sondern durch Gas geleitet. Es besteht meist aus einer Verbindung von Argon und Quecksilber. Für jede Inbetriebnahme ist ein sogenanntes Vorschaltgerät vonnöten, das entweder in unmittelbarer Reichweite der Lampe oder in ihr verbaut ist.
Wenn Sie den Lichtschalter betätigen, erzeugt das Vorschaltgerät die benötigte Spannung und leitet die Zündung des Leuchtmittels ein. Sobald Strom durch die beiden Elektroden der Leuchtstoffröhre fließt, geben sie Elektronen ab. Diese stoßen gegen die Atome des durch die Hitze verdampften Quecksilbers und erzeugen ultraviolettes Licht, das für Menschen unsichtbar ist. Mittels einer Beschichtung im Inneren der Leuchtstoffröhre wird die Helligkeit für Sie wahrnehmbar.
2. Verschiedene Varianten
Neben der Form sind auch der Durchmesser und die entsprechende Sockelgröße einer Leuchtstoffröhre entscheidend: Als gängigste Lampentypen gelten T5 und T8, wobei T für das englische Wort „tube“ (= Röhre) steht und der Wert dahinter den Durchmesser in Achtel Zoll angibt. Varianten wie die ringförmigen Leuchtstofflampen werden mit einer Kombination aus Zahlen und Buchstaben gekennzeichnet.
Der jeweils benötigte Sockel hängt vom Lampentyp ab und wird ebenfalls durch einen alphanumerischen Code beschrieben, der immer den Buchstaben G enthält.
So ergeben sich für verschiedene Leuchtstoffröhren zum Beispiel die folgenden Konstellationen: T5 – G5, T8 – G13, T-R5 – 2GX13.
Achten Sie außerdem darauf, die für Ihre Bedürfnisse geeignete Lichtfarbe zu wählen. Sie wird als Farbtemperatur in Kelvin angegeben:
Während ein Wert von bis zu 3.300 Kelvin (= Warmweiß) für eine entspannte Atmosphäre sorgt, sollten Sie für Büro und Arbeitszimmer auf Leuchtstoffröhren mit Werten zwischen 3.300 und 5.300 Kelvin (= Neutralweiß) zurückgreifen. Nutz- und Lagerräume werden in der Regel mit einem tageslichtweißen Leuchtmittel in der Farbtemperatur ab 5.300 Kelvin erhellt, das einen hohen Blauanteil aufweist.
Tipp: Unabhängig von ihrer Lichtfarbe sind manche Modelle dimmbar und daher besonders für den flexiblen Gebrauch zuhause geeignet.
Im Folgenden zeigen wir Ihnen eine Auswahl unterschiedlicher Leuchtstoffröhren:
Osram Kompaktleuchtstofflampe DULUX

- Neutralweiß
- Leistung: 24 Watt
- Typ: T16
- Sockel: 2G10
- Energieeffizienzklasse: A
- Nennlebensdauer: 8.000 Stunden
- Lichtstrom: 1.700 Lumen
- Lichtfarbe: 4.000 Kelvin
- Quecksilbergehalt: 2,5 mg
- Dimmbar
Philips STIC Master TL-DECO

- Neutralweiß
- Leistung: 16 Watt
- Typ: T8
- Sockel: G13
- Energieeffizienzklasse: A
- Lichtstrom: 960 Lumen
- Lichtfarbe: 4.000 Kelvin
Kanlux Leuchtstoffröhre

- Weiß
- Leistung: 21 Watt
- Typ: T5
- Sockel: G5
- Energieeffizienzklasse: A
- Nennlebensdauer: 10.000 Stunden
- Lichtstrom: 1.200 Lumen
- Lichtfarbe: 4.000 Kelvin
- Quecksilbergehalt: 2,5 mg
Paulmann CIRC

- In Ringform
- Warmweiß
- Leistung: 40 Watt
- Typ: T-R5
- Sockel: 2GX13
- Energieeffizienzklasse: B
- Lichtstrom: 2.800 Lumen
- Lichtfarbe: 2.700 Kelvin
Xenon Schwarzlichtleiste Slim-Line

- Schwarzlichtlampe
- Leistung: 36 Watt
- Typ: T8
- Sockel: G13
- Energieeffizienzklasse: E
3. Sicherheit von Leuchtstoffröhren
Obwohl in Leuchtstoffröhren eine geringe Menge Quecksilber enthalten ist, gilt ihr Einsatz als ungefährlich: Ein Risiko besteht lediglich, wenn das Leuchtmittel beschädigt wird und Quecksilber austritt. Um dies zu verhüten, sind die meisten Leuchtmittel fest in ein Kunststoffgehäuse integriert.
Varianten wie die Kompaktleuchtstoffröhren (= Energiesparlampen) umgibt oft ein Splitterschutz, der Bruchstellen am Glas verhindert.
Falls Ihre Leuchtstoffröhre dennoch beschädigt wurde, sollten Sie sofort sämtliche Fenster öffnen und den Raum verlassen. Nach etwa 15 Minuten können Sie die Überreste der Lampe aufsammeln und luftdicht in einem stabilen Müllbeutel einschließen. Am besten schützen Sie Ihre Hände dabei durch Gummihandschuhe. Entsorgen Sie die Leuchtstoffröhre zügig und fachgerecht, zum Beispiel in einer kommunalen Sammelstelle wie dem Wertstoffhof.
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4. FAQ
Ist das Quecksilber in Leuchtstoffröhren gefährlich?
Obwohl alle Leuchtstoffröhren Quecksilber enthalten, ist ihr sachgemäßer Einsatz ungefährlich. Lediglich beim Bruch der Röhre kann das Schwermetall austreten und in die Luft gelangen. Das Risiko hierfür ist jedoch äußerst gering. So sind die großen Leuchtstoffröhren, die in Büros oder Lagerhallen eingesetzt werden, in der Regel von einem Gehäuse umgeben, das zusätzlichen Schutz bietet. Energiesparlampen weisen häufig eine Kunststoffummantelung auf, die als Splitterschutz fungiert.
Was sollte ich unternehmen, wenn eine Leuchtstoffröhre bricht?
Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist zwar sehr niedrig, doch im Notfall können Sie folgende Tipps befolgen:
Öffnen Sie sofort alle Fenster und verlassen Sie den Raum für eine Viertelstunde. Danach können Sie vorsichtig die Lampenreste aufsammeln. Hierfür sollten Sie robuste Gummihandschuhe tragen und ein Hilfsmittel, beispielsweise ein festes Stück Karton, verwenden. Verstauen Sie die zerbrochene Leuchtstoffröhre in einer festen, luftdicht verschließbaren Plastiktüte und entsorgen Sie diese möglichst bald im Wertstoffhof.Was bedeutet die Bezeichnung T5?
Leuchtstoffröhren haben einen standardisierten Durchmesser, der hinter dem Buchstaben T (= „tube“) in Achtel Zoll angegeben wird. Wenn Sie also eine Leuchtstofflampe mit der Bezeichnung T5 kaufen, erhalten Sie eine Röhre mit dem Durchmesser von fünf Achteln Zoll oder 16 Millimetern. Dank der Normierung können Sie sich das Ausmessen von Leuchtmittel und Leuchte sparen. Orientieren Sie sich am Sockel, um die Eignung zu prüfen – Leuchtstofflampen vom Typ T5 und T4 benötigen den Sockel G5, wohingegen T8, T10 sowie T12 auf den Sockel G13 passen.
























