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Lampenfassungen & Lampensockel: Alle Infos
Du möchtest eine alte Glühbirne ersetzen oder eine neue Leuchte kaufen, bei der du noch vorhandene Glühlampen einsetzen kannst? Wir erklären dir alles rund um die verschiedenen Fassungen.
1. Fassung und Sockel: Definition und Unterschiede
Der Begriff Lampensockel bezeichnet den unteren, metallischen Teil eines Leuchtmittels (= Lampe; beispielsweise Glühbirne), der dazu dient, das Leuchtmittel in der Leuchte zu befestigen und gleichzeitig den elektrischen Kontakt herzustellen.
Die Lampenfassung ist das passende Gegenstück, in das die Lampe eingesetzt wird. Dabei handelt es sich häufig um einen zylindrischen Hohlraum mit Gewinde (Schraubsockel) oder Löcher für Kontaktstifte (Stiftsockel, Stecksockel). Häufig ist bei einer Fassung auch von dem gesamten „Gehäuse“ einer Leuchte die Rede.
Hinweis: Meistens werden die Begriffe Lampensockel und Lampenfassung synonym verwendet. Insbesondere das Wort (Lampen-)Fassung beschreibt häufig den Sockel einer Glühbirne.
Lampenfassungen gibt es in zahlreichen Stilen und Ausführungen:
- aus Porzellan beziehungsweise mit Keramikfassung im Retro-Stil
- aus Bakelit, einem frühen Kunststoff
- aus diversen Metallen (z. B. in Kupfer- oder Messing-Optik)
Lampenfassungen, oft synonym mit Lampensockeln verwendet, sind wesentliche Bestandteile jeder Leuchte, da sie den elektrischen Kontakt zwischen Lampe und Stromquelle herstellen. Es gibt verschiedene Arten von Lampenfassungen:
- Schraubsockel (Edisonsockel): Diese weit verbreitete Fassung wird häufig bei klassischen Glühbirnen eingesetzt. Typische Modelle sind E27 für Standardleuchtmittel, E14 für kleinere Lampen und E40 für spezielle Anwendungen.
- Stift- und Stecksockel: Diese kommen oft bei Deckenstrahlern zum Einsatz. Beliebte Varianten sind G4 für Niedervoltanwendungen und GU10, das sowohl gesteckt als auch gedreht wird, ähnlich wie bei Bajonettverschlüssen.
- Bajonettsockel: Diese Fassung wird durch Einstecken und Drehen der Lampe arretiert und bietet eine einfache Handhabung.
Schraubfassungen sind am weitesten verbreitet, wobei die E27-Fassung als Standard gilt. Die Wahl der richtigen Fassung hängt von der Art der Beleuchtung und dem Einsatzbereich ab.
2. Die gängigsten Lampensockel
Je nach Art und insbesondere Verwendungszweck weisen Lampen unterschiedliche Sockel auf. Die drei gängigsten Arten sind
- der Schraubsockel,
- der Stiftsockel (auch Stecksockel genannt) sowie
- der Bajonettsockel.
Diese stellen wir dir im Folgenden genauer vor.
2.1 Schraubsockel (E)
Die älteste und am weitesten verbreitete Variante ist der Schraubsockel, der auch als Edisonsockel bezeichnet wird. Er kommt insbesondere bei klassischen Glühbirnen zum Einsatz. Leuchtmittel mit Schraubsockel weisen bei der Typenbezeichnung ein vorangestelltes „E“ (für Edisonsockel) auf. Die darauffolgende Zahl gibt den Durchmesser des Gewindes in Millimetern an.
Typische Schraubsockel:
- E27: wird bei klassischen Glühbirnen verwendet
- E14: für kleinere Glühbirnen (z. B. Kerzenform), die häufig für dekorative Beleuchtung genutzt werden
- E40: kommt bei speziellen Leuchtmitteln im professionellen Einsatz vor (Industrie, Straßenbeleuchtung)
Übersicht über verschiedene Lampensockel [Quelle: primulakat – stock.adobe.com]
2.2 Stift- und Stecksockel (G/GU)
Neben Schraubsockeln sind auch Stiftsockel beziehungsweise Stecksockel gängig und kommen unter anderem bei Deckenspots zum Einsatz. Die Typenbezeichnung dieser Lampen beginnt mit einem „G“ beziehungsweise „GU“: Das „G“ leitet sich von dem Glas ab, das früher für die Sockel verwendet wurde, und das zusätzliche U beschreibt Querrillen im Glas, die eine U-Form zeigen.
Typische Stiftsockel:
- G4/GU4: häufig bei Niedervoltlampen mit 12 V verwendet; Abstand der Kontakt-Pins (BiPins) = 4 mm
- G5.3/GU5.3: ebenfalls bei Niedervoltlampen eingesetzt (Deckenspots); weist oft einen integrierten Reflektorschirm auf und liefern so besonders gebündeltes Licht
- G9/GU9: in der Regel für Hochvolt-Halogenlampen verwendet, die direkt mit 230 V versorgt werden; Pins bestehen aus U-förmig gebogenen Drahtschlaufen
- GU10: weist ebenfalls Kontaktpins auf, wird aber nicht nur in die Fassung gesteckt, sondern zusätzlich gedreht (wie bei einer Bajonettfassung)
- G5/T5: kommt bei klassischer Neonröhre (5/8“ Durchmesser) zum Einsatz; Röhre wird mit Kontaktstiften in Öffnung geschoben und dann gedreht
- GX53: relativ neues System, bei dem wie bei GU10 die Arretierung durch Drehung erfolgt; bietet sehr flache LEDs
2.3 Bajonettsockel (B)
Der Bajonettsockel wurde ursprünglich als Alternative zum Edisonsockel entwickelt und wird wegen seines Erfinders Joseph Wilson Swan teilweise auch als Swansockel bezeichnet. Zum Einsetzen wird die Lampe in die Fassung gesteckt und dann gedreht, bis sie einrastet. Die Typenbezeichnung setzt sich bei passenden Leuchtmitteln aus einem „B“, gefolgt vom Durchmesser und einem Kleinbuchstaben zusammen. Der Buchstabe gibt dabei Aufschluss über die Anzahl der Fußkontakte.
3. FAQ
Was bedeutet E14 und E27?
Diese Typenbezeichnungen beschreiben den Schraubsockel herkömmlicher Glühlampen. Das E steht dabei für Edisonsockel und die 14 beziehungsweise 27 geben Aufschluss über den Gewindedurchmesser in Millimeter.
Was ist die gängigste Lampenfassung?
Am weitesten verbreitet sind Schraubfassungen, die bei Leuchtmitteln in klassischer Glühbirnenform genutzt werden.
Welche Lampenfassung ist Standard?
Die bekannteste und am weitesten verbreitete Fassung ist die E27. Sie zeichnet sich durch ein Schraubgewinde mit einem Durchmesser von 27 Millimetern aus.
Welche Fassung ist kleiner als E27?
Die Fassung mit der Bezeichnung E14 ist eine kleinere Variante des E27-Schraubsockels.