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Steigere dein Wohlbefinden mit wärmenden Rotlicht- und Infrarotlampen
1. Was bewirkt eine Infrarotlampe?
Die Bestrahlung mit einer Rotlichtlampe beziehungsweise Infrarotlampe versetzt die Moleküle in deinem Körper in Schwingungen, wodurch wohltuende Wärme entsteht. Daher wird so ein Elektrogerät auch als Wärmelampe bezeichnet.
Die therapeutisch wirksame Infrarotstrahlung (IR-A-Strahlung) hat eine Wellenlänge von 780 bis 1.400 Nanometern. Sie dringt bis in die untere Schicht deiner Haut vor und regt die Durchblutung an. Dadurch wird die Zellversorgung mit Sauerstoff erhöht und dein Kreislauf positiv beeinflusst.
In Kombination mit der wärmebedingten Muskelentspannung, die Verkrampfungen lösen und Schmerzen lindern kann, kann dies zudem leicht entzündungshemmend wirken, da dabei Stoffwechselabfälle abgetragen werden. Aus demselben Grund wird eine Infrarotlampe bei Erkrankungen wie Erkältungen oder Nasennebenhöhlenentzündungen zusätzlich eingesetzt. Sie soll außerdem Beschwerden bei Gelenkschmerzen, Rheuma und Akne lindern können.
Verfügt deine Infrarotlampe über ein Stativ, kannst du deinen Körper selbst von oben bequem bestrahlen.
Vorsicht ist bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes und Problemen mit dem Herz-Kreislauf-System geboten: Sprich in solchen Fällen mit deinem Arzt, bevor du dich der Infrarotstrahlung aussetzt. Das gilt auch, wenn dein Wärme- oder Schmerzempfinden – beispielsweise durch die Einnahme von Medikamenten – vermindert ist. Verzichte auf Rotlichtlampen, wenn du Fieber hast, an einer Thrombose leidest oder bei Muskel- und Gelenkbeschwerden, die auf eine akute Entzündung zurückzuführen sind. Besprich dein Anliegen im Zweifelsfall immer mit einem Arzt. Auch für Kinder unter 2 Jahren sind Infrarotstrahler nicht geeignet.
2. Einteilung der Infrarotstrahlung
Infrarot-Spots wie diese Beurer-Infrarotlampe sind ideal für die lokale Bestrahlung bestimmter Bereiche.
Ein Großteil der Sonnenstrahlung besteht aus Infrarotstrahlung. Sie wird je nach Wellenlänge in drei verschiedene Bereiche eingeteilt:
- IR-A-Strahlung: 780 bis 1.400 Nanometer
- IR-B-Strahlung: 1.400 bis 3.000 Nanometer
- IR-C-Strahlung: 3.000 Nanometer bis 1 Millimeter
Je kurzwelliger das Licht ist, desto tiefer dringt es in deine Haut ein. Die IR-A-Strahlung gelangt mit bis zu 5 Millimetern am tiefsten unter deine Haut, weshalb sie für Infrarotlampen verwendet wird.
3. Bauweise von Infrarot-Wärmelampen
Wärmelampen werden in unterschiedlichen Ausführungen angeboten: als Infrarot-Spots, Infrarot-Halogenstrahler oder in Form von Infrarotkabinen. Die ersten beiden Varianten können in der Regel in ihrem Neigungswinkel verstellt werden, sodass sich die gewünschte Körperstelle komfortabel behandeln lässt. Manche Geräte sind sogar mit einem Timer oder einer automatischen Abschaltfunktion ausgestattet.
Spot oder Halogenstrahler – die Unterschiede der Infrarotquellen:
Infrarot-Spots
- mit Infrarotlampe ausgestattet, häufig mit E27-Gewinde
- Austausch der Lampe möglich
- Leistung von etwa 100-150 Watt
- für kleine Bestrahlungsflächen (z. B. für das Gesicht) geeignet
- auch im Niedrigpreissegment verfügbar
Infrarot-Halogenstrahler
- Halogenstrahler im Infrarotbereich
- Austausch des Strahlers nicht immer möglich
- Leistung von etwa 200-300 Watt
- größere Bestrahlungsfläche als Infrarot-Spots
- oft mit Überhitzungsschutz und Kühler ausgestattet
Aufgrund der höheren Leistung und der größeren Behandlungsfläche sind Infrarot-Halogenstrahler als Soforthilfe bei Nacken- oder Rückenschmerzen besser geeignet als ein Spot. Dieser ist für Behandlungen des Gesichts, zum Beispiel bei Akne oder einer Nasennebenhöhlenentzündung, jedoch völlig ausreichend. Infrarotkabinen eignen sich als spezielle Saunen für die Ganzkörperbestrahlung mit Rotlicht, allerdings haben sie einen deutlich höheren Anschaffungspreis und benötigen viel Fläche für die Aufstellung.
Bei allen Geräten gilt: Die Infrarotstrahlung ist an sich unsichtbar – das rote Licht der Lampen geht auf einen Rotfilter zurück.
4. Ist Infrarotstrahlung schädlich?
Schutzbrillen sind essenziell bei der Benutzung von Halogenstrahlern und anderen Infrarotlampen, um deine Augen ausreichend vor der Strahlung zu schützen.
Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) können negative Wirkungen der Infrarotstrahlung vor allem dann auftreten, wenn die Temperatur zu hoch ist oder die Dauer der Bestrahlung eine kritische Grenze überschreitet.
Deshalb solltest du bei der Benutzung einer Rotlichttherapie-Lampe immer die Sicherheitshinweise des Herstellers beachten. In der Regel gilt, dass du das Gerät maximal für 15 Minuten pro Tag und im geeigneten Abstand (je nach Bauweise etwa 30 bis 50 Zentimeter oder mehr von der jeweiligen Körperstelle entfernt) verwenden solltest. Im Falle von Spannungen der Haut oder bei Schmerzen sollte die Bestrahlung umgehend abgebrochen und ein Arzt konsultiert werden.
Das Tragen einer Schutzbrille wird dringend empfohlen, vor allem bei leistungsstarken Geräten und/oder wenn das Rotlicht auf dein Gesicht fällt. Denn die kurzwellige IR-A-Strahlung kann deine Netzhaut – selbst durch geschlossene Augenlider – schädigen.
5. FAQ
Was bewirkt eine Infrarotlampe?
Die Bestrahlung mit Infrarotlicht erhöht die Durchblutung der jeweiligen Körperpartie. Dadurch können muskuläre Verspannungen reduziert werden. Zugleich werden schädliche Stoffe unter Umständen besser abtransportiert, wodurch sich gegebenenfalls chronische Entzündungen mindern lassen. Aus diesem Grund sind Wärmelampen auch als Hausmittel bei Erkältungen beliebt – bei Fieber solltest du von ihrem Gebrauch allerdings absehen. Daneben gibt es weitere medizinische Anwendungsmöglichkeiten der Infrarotstrahlung, etwa gegen Akne und Rheuma sowie für eine verbesserte Wundheilung.
Was ist bei der Anwendung einer Wärmelampe zu beachten?
Berücksichtige immer die Hinweise des Herstellers, wenn du eine Infrarotlampe verwendest. Richtwerte wie die maximale Benutzungsdauer und der einzuhaltende Mindestabstand sind von essenzieller Bedeutung für den sicheren Gebrauch. Achte zudem darauf, eine Schutzbrille zu tragen, wenn du ein leistungsstarkes Gerät verwendest oder dein Gesicht mit Infrarotlicht bestrahlst.




































