
Ratgeber Infrarotkabinen
Eine Alternative zu Saunen stellen Infrarotkabinen dar. Auch auf kleinem Raum können Sie sich mit den Wärmekammern Ihre eigene Wellness-Oase einrichten. Die positive Wirkung von Infrarotstrahlen wird längst von Medizinern und Therapeuten anerkannt und empfohlen. Welche diese im Detail sind und wie Sie eine Infrarotkabine für sich nutzen können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
1. Wirkung von Infrarotstrahlen
Infrarotstrahlung entspricht der Wärmestrahlung der Sonne, jedoch ohne schädliche UV-Strahlen. Die auf die Haut treffenden Strahlen werden in Wärme umgewandelt, was die Durchblutung stimuliert. Infrarotkabinen werden deshalb auch Wärmekabinen genannt. Der Körper beginnt dabei sich langsam von innen heraus aufzuwärmen. Infrarotstrahlen haben auf verschiedenste Weise eine gesundheitsfördernde Wirkung.
- Gelenkschmerzen
- Muskelverspannungen
- Durchblutungsstörungen
- Stärkung des Kreislaufs
- Stressabbau
- Vorbeugen von Herz- und Gefäßkrankheiten
- Anregung des Stoffwechsels
- Unterstützung von Heilungsprozessen wie Prellungen, Verstauchungen etc.
2. Eigenschaften von Infrarotkabinen
In Infrarotkabinen wird im Gegensatz zu Saunen nicht die Luft erhitzt, sondern direkt der Körper angestrahlt und erwärmt. Die Wärmewirkung vollzieht sich in einer Infrarotkabine damit deutlich direkter und schneller. Die Temperatur in einer Wärmekabine liegt zwischen 35 bis 60 Grad. Infrarotkabinen werden über einen gewöhnlichen 230 Volt Anschluss betrieben und können schon nach etwa fünf Minuten verwendet werden. Der Energiebedarf und die aufkommenden Kosten sind demnach wesentlich geringer als bei einer gewöhnlichen Sauna. Je nach Größe finden in einer Infrarotkabine ein bis vier Personen Platz.
Infrarotkabine für bis zu 3 Personen
- Hohe Schweißförderung bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen
- Wohltuende Wirkung, z.B. bei Rückenschmerzen und Verspannungen
- Hoher Wellness-Faktor
- Ideal für Zuhause: leichter Aufbau, geringer Platzbedarf und niedrige Betriebskosten
- Schnelle Betriebsbereitschaft durch kurze Aufheizphase
3. Strahlerarten im Überblick
Zur Erwärmung der Kabine können unterschiedliche Infrarotstrahler verwendet werden, deren Eigenschaften Sie in der folgenden Übersicht finden.
Infrarotkabine mit Keramikstrahler
- Keramikmantel umfasst das Heizelement
- Hohe Lebensdauer
- Hohe Abstrahltemperatur im Lehnenbereich
- Geringer Energieverbrauch
- U-förmig gebogene Heizkörper, die mit Magnesiumoxid gefüllt sind
- Langlebig
- Optimale Oberflächentemperatur
- Gleichmäßige Wärmeabgabe
- Kurze Aufwärmzeit
- Großflächige Heizplatten
- Etwas höhere Aufwärmzeit als bei den anderen Strahlern
- Sanfte Wärmestrahlung
- Optimale Oberflächentemperatur
- Gleichmäßige Wärmeabgabe
4. Nutzung einer Infrarotkabine
Wenn Sie in einer Infrarotkabine richtig entspannen wollen, sollten Sie sich für die Benutzung Zeit nehmen und nicht gestresst sein. Es empfiehlt sich, vorher eine kurze Dusche zu nehmen. Dies ist sowohl für die Entspannung als auch die Hygiene in der Kabine förderlich. Am besten schalten Sie die Infrarotkabine schon vor dem Duschen an, so hat sie beim Betreten die richtige Temperatur. In der Wärmekammer halten Sie sich am besten nur unbekleidet auf, jedoch sollten Sie aus hygienischen Gründen ein Handtuch als Unterlage auf die Sitzbank legen. Achten Sie darauf, dass Sie eine aufrechte Sitzhaltung einnehmen, damit das Infrarotlicht auf möglichst viel Körperfläche trifft. Um die Nutzung der Infrarotkabine noch entspannender zu machen, können Sie beispielsweise mit Musik, stimmungsvollem Licht oder Düften für eine besondere Atmosphäre sorgen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie sich nicht länger als 30 Minuten in der Kabine aufhalten. Längere Aufenthalte können zur Überlastung Ihres Kreislaufs führen. Wie oft Sie die Wärmekammer nutzen möchten, hängt von Ihrem Empfinden ab. Es empfehlen sich zwei bis drei Sitzungen in der Woche. Anschließend sollten Sie wieder duschen, um den Schweiß abzuwaschen. Damit das entspannende Gefühl auch danach noch anhält, können Sie es sich hinterher auf der Couch gemütlich machen.
Achten Sie darauf, dass Sie danach genügend trinken, da der Körper beim Schwitzen viele Mineralien und Flüssigkeit verliert.
5. Pflege der Infrarotkabine
Beim Kauf Ihrer Kabine sollten Sie auf eine hohe Qualität der Materialien achten. Hochwertige Wärmekammern bestehen beispielsweise aus Fichte, Zedern- oder Hemlock-Tannenholz. Bei jeder Nutzung sollten Sie ein Handtuch als Unterlage verwenden. Zur Reinigung genügt ein feuchtes Tuch – vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel. Sollte sich doch einmal ein hartnäckigerer Fleck auftauchen, können Sie diesen bei unlackiertem Holz einfach mit Schmirgelpapier bearbeiten. Arbeiten Sie dabei immer in Richtung der Maserung.
6. FAQ
Für wen eignet sich eine Infrarotkabine?
In einer Infrarotkabine herrschen wesentlich geringere Temperaturen als in einer Sauna. Die Wärme ist sehr angenehm und entspannend und wird von den meisten Menschen gut vertragen. Vor allem wenn Sie Probleme wie Gelenkschmerzen, Muskelverspannungen oder Durchblutungsstörungen haben, ist die Infrarotstrahlung ideal für die Behandlung dieser Leiden.
Achtung: Ältere, kranke, schwache sowie schwangere Personen sollten die Infrarotkabine nicht benutzen, ohne sich vorab mit einem Arzt abzusprechen. Ebenso wenig empfiehlt sich die Benutzung bei offenen Wunden, Augenproblemen und Verbrennungen.
Wo kann ich meine Infrarotkabine aufstellen?
Eine Infrarotkabine nimmt im Durchschnitt nur ein bis zwei Quadratmeter ein und passt somit in nahezu jede Wohnung. Achten Sie bei der Wahl des richtigen Standorts darauf, dass in dem Raum mindestens eine Temperatur von zehn bis 15 Grad herrscht. Der Untergrund kann sowohl aus Parkett, Fliesen, Laminat als auch Teppichboden bestehen. Wichtig ist nur, dass er fest ist und nicht nachgibt. Der Aufbau geht in der Regel durch ein praktisches Klippsystem recht schnell vonstatten. Im Falle eines Umzugs kann die Kabine dadurch einfach demontiert werden. Beachten Sie beim Aufbau, dass Sie einen Abstand von fünf bis zehn Zentimetern zur Wand einplanen.
Was genau sind Infrarotstrahlen?
Infrarotstrahlung entspricht der nicht sichtbaren Wärmestrahlung der Sonne. Es handelt sich dabei um Wärmeenergie, die uns von innen heraus wärmt. Die Strahlung kann dabei in drei Bereiche unterteilt werden: Infrarot (IR) A, B und C. Die Bereiche unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Wellenlänge und Eindringtiefe: IR-A kann bis zu 5 mm, IR-B bis 2 mm und IR-C bis 1 mm tief in die Haut eindringen. Infrarotkabinen arbeiten überwiegend mit C-Strahlen. IR-A Strahlung kann sogar gesundheitsschädlich sein und wird ausschließlich für medizinische Therapien eingesetzt.



































