
Ratgeber Friteusen
Mithilfe einer Friteuse können Sie zahlreiche süße und herzhafte Spezialitäten in Fett ausbacken. Welche Aspekte Sie beim Kauf beachten sollten, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
1. Speisenzubereitung mit Friteusen
Mit einer Friteuse können Sie Speisen garen, die klassischerweise in heißem Fett zubereitet werden. Dazu zählen:
- Pommes frites
- Kroketten
- Frikandeln
- Schnitzel
- Hähnchen
- Berliner
- Donuts
Für diesen Zweck sind die Geräte mit einer Fettwanne sowie einem Frittierkorb ausgestattet. Zunächst wird das Fett in dem Behälter von Heizstäben erhitzt. Sobald die nötige Temperatur erreicht ist, werden die Speisen mithilfe des Korbs in die Flüssigkeit gegeben und nach Beendigung des Frittiervorgangs wieder herausgehoben.
1.1 Besonderheiten von Kaltzonen-Friteusen
Zwischen Wannenboden und Heizspirale befindet sich die Kaltzone.
Der Aufbau einer Kaltzonen-Friteuse unterscheidet sich von dem anderer Modelle: Während das Heizelement bei konventionellen Ausführungen unterhalb der Fettwanne verbaut ist, befindet sich die Heizspirale bei Geräten mit Kaltzone innerhalb des Behälters.
Der Vorteil hierbei liegt in dem Raum zwischen der Spirale und dem Boden der Wanne. Dort sammeln sich unter anderem Krümel des Frittierguts an. Dadurch, dass in diesem Bereich während des Betriebs eine niedrigere Temperatur von maximal 70 Grad Celsius herrscht, verbrennen diese nicht so schnell, das Fett bleibt länger genießbar und behält einen neutralen Geschmack.
1.2 Wichtige Kaufkriterien
Um sicherzustellen, dass das gewählte Modell Ihren Anforderungen gerecht wird, sollten Sie die folgenden Aspekte beachten:
Füllmenge
Die Füllmenge von Friteusen wird in Litern angegeben und beschreibt das Fett-Fassungsvermögen. Für Singles reichen Modelle mit bis 1,5 Litern Fassungsvermögen, wohingegen Familien auf Geräte mit mindestens drei Litern zurückgreifen sollten.
Für große Haushalte ab fünf Personen kann zudem die Anschaffung einer DoppelFriteuse mit zwei getrennten Frittierbecken sinnvoll sein. Bei diesen können die Bereiche beispielsweise getrennt für süße und herzhafte Lebensmittel genutzt werden.
Gehäusematerial
Für den Korpus wird in der Regel Kunststoff oder Edelstahl verwendet. Da sich letzteres Material deutlich einfacher reinigen und von Fettrückständen befreien lässt als Kunststoff, sind diese Varianten zu bevorzugen. Allerdings sollten Sie auch auf die Temperaturentwicklung achten, da Edelstahl Wärme deutlich besser leitet als Kunststoff. Geräte mit einem Cool-Touch-Gehäuse werden außen auch während des Betriebs nicht übermäßig heiß.
Generell gilt: Sie sollten Friteusen nicht anfassen und auf keinen Fall bewegen, solange sich heißes Fett darin befindet.
Temperaturregler
Achten Sie darauf, dass die Friteuse über einen Temperaturregler verfügt. Die eingestellte Temperatur sollte dabei gut auf einer Skala ablesbar sein, damit Sie sie stets an die jeweilige Speise anpassen können.
Zusätzlich sind Kontrollleuchten empfehlenswert: Eine Lampe zeigt dabei an, ob die Friteuse in Betrieb ist, während die zweite das Erreichen der voreingestellten Temperatur signalisiert.
Filter und Sichtscheibe
Auch auf die Konstruktionsweise des Deckels sollten Sie bei Ihrer Wahl achten: Durch eine Sichtscheibe können Sie den Frittier- beziehungsweise Bräunungsfortschritt beobachten, ohne die Friteuse zwischenzeitlich öffnen zu müssen. Darüber hinaus sollte ein Filter im Deckel verbaut sein. Empfehlenswert sind sogenannte Aktivkohlefilter, durch die lediglich Wasserdampf und kein Fettdampf (sogenannter Wrasen) austritt. Dadurch werden auch unangenehme Gerüche in der Küche vermieden.
Fettwanne
Bei der Fettwanne gilt es, zwei unterschiedliche Dinge zu beachten: Eine Antihaftbeschichtung erleichtert die Reinigung und das Wechseln des Fetts. Besonders praktisch sind zudem herausnehmbare und spülmaschinenfeste Ausführungen.Generell erleichtern herausnehmbare Elemente die Säuberung der Friteuse.
2. Spezielle Friteusen
Neben konventionellen Friteusen , die mit Fett betrieben werden und für den Einsatz in Single- sowie Mehrpersonen-Haushalten konzipiert sind, gibt es auch Modelle, die für die professionelle Verwendung gedacht sind oder nahezu ohne Öl auskommen. Diese stellen wir Ihnen im Folgenden vor.
2.1 Gastro-Friteusen
In Gastronomiebetrieben müssen Friteusen besonderen Anforderungen gerecht werden:
- Zumeist wird ein höheres Fassungsvermögen benötigt.
- Das Gerät muss für den Dauerbetrieb geeignet sein.
- Spezielle Vorrichtungen zum Ablassen des Fetts sind nahezu unverzichtbar.
Hier alle Gastro-Friteusen ansehen.
2.2 Heißluft-Friteusen
Zusätzlich werden sogenannte Heißluft-Friteusen angeboten, die anstelle von Fett heiße Luft zum Garen einsetzen. Die Vor- und Nachteile dieser Varianten sind unter anderem:
- Sie eignen sich bei einer kalorienbewussten Ernährung, da für das Garen von Speisen nur wenig Öl benötigt wird.
- Meist lassen sich deutlich mehr Gerichte zubereiten, da die Geräte teilweise auch backen und/oder kochen können.
- Sicherer Einsatz, da Sie sich nicht an heißem Fett verbrennen können.
- Die Zubereitungszeit fällt gegenüber konventionellen Friteusen deutlich länger aus.
Wir verraten dir die besten Heißluft-Friteusen im Vergleich.

3. FAQ
Wie oft muss das Friteusenfett gewechselt werden?
Dies ist unter anderem vom Alter des Fetts sowie seiner Nutzung abhängig. In der Regel sollte es nach etwa sechs bis acht Frittiervorgängen ersetzt werden. Klare Anzeichen für einen nötigen Wechsel sind eine dunkle Verfärbung sowie Geschmacksveränderungen: Ist das Öl ranzig oder bitter, sollten Sie das Gerät säubern und frisch befüllen.
Wo entsorge ich altes Friteusenfett?
Gebrauchtes Frittierfett gehört in den Restmüll. Am besten lässt es sich entsorgen, indem das kalte Öl beziehungsweise noch flüssige aber abgekühlte Fett mithilfe eines Trichters in eine Flasche gefüllt und anschließend verschlossen wird. Alternativ kann auch eine reißfeste Plastiktüte (zum Beispiel ein Gefrierbeutel) mit dem Fett befüllt und danach zugeknotet werden.
Welches Fett oder Öl ist für Friteusen geeignet?
Ideal eignen sich Palmöl und Kokosfett: Beide Sorten sind überaus hitzebeständig und zudem geschmacksneutral. Dies sorgt dafür, dass das Fett in der Friteuse nicht verbrennt und das Frittiergut seinen Eigengeschmack behält.
Gibt es Friteusen, die ohne Öl oder Fett arbeiten?
Sogenannte Heißluft-Friteusen kommen mit einer sehr geringen Menge an Öl aus: Hierbei wird – ähnlich wie in einem Backofen – heiße Luft eingesetzt, um die Speisen zu garen.


















































