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Leckere Gerichte schnell zubereitet: alles über Auflaufformen
Auflaufformen sind ideal zur Resteverwertung und gleichzeitig praktische Alltagshelfer für herzhafte sowie süße Gerichte. Wir erklären dir, welche Form für welchen Zweck am besten passt.
1. Vorteile von Auflaufformen
Auflaufformen gehören zur Grundausstattung jeder Küche und eignen sich nicht nur für die Zubereitung von herzhaften Gerichten wie Lasagne, Kartoffel-Gratin oder einem Gnocchi-Auflauf, sondern auch für Süßspeisen und Desserts wie Kuchen, Tiramisu oder Zimtschnecken. Formen mit höherem Rand sind darüber hinaus ideal für Salate, zum Brotbacken oder zum Marinieren von Fleisch.
Ähnlich wie bei einem sogenannten „one pot“ (zu Deutsch „ein Topf“), werden üblicherweise alle Zutaten in die Auflaufform gegeben und anschließend im Backofen zubereitet. Dadurch eignen sich Auflaufformen optimal für die Resteverwertung. Ein weiterer Vorteil: Nach dem Essen muss statt zahlreicher Töpfe und Pfannen nur ein Küchengeschirr gespült werden.
Alle Vorteile von Auflaufformen auf einen Blick
- schnelles und einfaches Zubereiten von Speisen
- für herzhafte und süße Gerichte
- ideal zur Resteverwertung
- wenig Spülen
- für die ganze Familie
- Frischhaltefunktion bei Auflaufform mit Deckel
2. Bestandteile von Auflaufformen
Form, Design und Funktionalität
Ob in bunten Farben, schlichtem Weiß oder aus durchsichtigem Glas – Auflaufformen sind praktisch und aufgrund ihrer ansprechenden Optik gleichzeitig ideal zum direkten Servieren. Je nach Vorliebe und Gericht kannst du sie beispielsweise als runde, ovale oder eckige Form nutzen. Viele Auflaufformen verfügen zudem über eine Griffleiste oder zwei seitliche Griffe, mit denen du das Kochgeschirr leicht in den Backofen und wieder hinausheben kannst. Aufgrund der Hitzeentwicklung solltest du dabei stets Ofenhandschuhe verwenden, da sich die Griffe stark erwärmen können.
| Form | Passende Gerichte |
|---|---|
Eckige Auflaufform ![]() | Eine eckige Auflaufform eignet sich beispielsweise ideal für Lasagne, Tiramisu oder griechische Moussaka. |
| Runde Auflaufform | |
![]() | Eine runde Auflaufform kann beispielsweise für Kuchen, Quiches oder Soufflés verwendet werden; kleine Auflaufförmchen aber auch für Tapas. |
| Ovale Auflaufform | |
![]() | In einer ovalen Auflaufform lässt sich eine Vielzahl an Speisen zubereiten, darunter etwa Kartoffel-Gratin, Shepherd’s Pie oder Hackbällchen in Tomatensauce. |
Auflaufformen mit Deckel
Wenn das Kochen schnell gehen muss, empfehlen sich Auflaufformen mit Deckel. So wird die Wärme im Inneren gehalten und gleichmäßig in der Auflaufform verteilt, wodurch der Garprozess beschleunigt wird. Der Deckel sorgt auch dafür, dass die Reste nach dem Essen frisch bleiben, sodass du bei der Lagerung im Kühlschrank keine Frischhaltefolie verwenden musst.
Viele Auflaufformen verfügen über eine zusätzliche Antihaftbeschichtung, damit der Auflauf nicht anbrennt und du ihn leicht aus seiner Form heben kannst. Um diese zu schützen und nicht zu zerkratzen, solltest du stets einen Pfannenwender aus Kunststoff, Holz oder Silikon verwenden.
Auch die Randhöhe solltest du beim Kauf einer Auflaufform beachten: Für Lasagne, Aufläufe oder Gratins eignen sich Formen mit hohen Rändern, während du bei einem Braten mit wenig Flüssigkeit auch eine Form mit niedriger Randhöhe verwenden kannst.
Fassungsvermögen: Wie groß muss eine Auflaufform sein?
Auflaufformen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen: Von kleinen Förmchen für eine Portion bis hin zu Auflaufformen für die ganze Familie. In nachfolgender Tabelle zeigen wir, welches Fassungsvermögen für welche Personenanzahl empfohlen wird.
| Personenanzahl | Größe |
|---|---|
| Eine Person | ca. 1,4 Liter |
| Ein bis zwei Personen | ca. 2,2 Liter |
| Drei bis vier Personen | ca. 3-4 Liter |
| Ab vier Personen | ca. 5 Liter |
3. Materialien und deren Eigenschaften
Während die meisten Auflaufformen aus Keramik oder Glas bestehen, sind auch Formen aus Emaille, Porzellan, Edelstahl, Silikon oder Gusseisen beliebte Varianten unter den Auflaufformen. Dabei hat jedes Material seine eigenen Vor- und Nachteile, die im Nachfolgenden erklärt werden.
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Die meisten Materialien sind temperaturbeständig, sodass du die Auflaufform im Backofen verwenden und später in den Kühlschrank stellen kannst. Ob du mit deiner Form grillen oder diese im Gefrierfach lagern kannst, hängt vom Material und Produkt ab. Während du Silikon- und Porzellanformen teilweise auch zum Einfrieren nutzen kannst, eignet sich Glas oder Keramik nicht für die Gefriertruhe. Im Gegensatz dazu kannst du Edelstahlformen in der Regel sowohl im Gefrierfach als auch auf dem Grill verwenden, wenn diese nicht beschichtet sind und die Nutzung in den Produktdaten ausdrücklich empfohlen wird. Bei extremen Temperatureinwirkungen müssen immer die Angaben des Herstellers beachtet werden.
Die meisten Auflaufformen bestehen aus Keramik, die oft mit einer zusätzlichen Antihaft-Beschichtung versehen ist. Keramikformen sind in der Regel spülmaschinenfest und haben eine gute Wärmespeicherung, wodurch das Essen für längere Zeit warm bleibt. Manche Formen kannst du nach Herstellerempfehlung auch in der Mikrowelle verwenden. Im Gegensatz dazu solltest du Keramikformen nicht in der Gefriertruhe aufbewahren, da durch einen porösen Boden Feuchtigkeit in die Form eindringen kann und mögliche Risse entstehen.
Aufgrund ihres durchsichtigen Materials kannst du bei Glas-Auflaufformen während des Kochens stets den Garprozess beobachten. Sie sind in der Regel sehr hitzebeständig und können oft problemlos in der Spülmaschine gereinigt werden. Manche Glasformen sind je nach Herstellerhinweis auch für die Mikrowelle geeignet. Bei großen Temperaturschwankungen oder extremer Hitze bzw. Kälte kann eine Auflaufform aus Glas schnell springen, weshalb beispielsweise die Aufbewahrung im Gefrierfach nicht empfohlen wird.
Auflaufformen aus Emaille sind dank ihres Retro-Designs oft sehr beliebt. Dabei sind die Formen in der Regel bruchsicher, robust und halten teilweise hohe Temperaturen bis 300 oder 400 Grad Celsius aus. Durch den Eisenkern der Emaille kann sich die Form schnell erhitzen und wieder abkühlen. Um den Glanz der Emaille-Auflaufform zu erhalten, solltest du diese per Hand reinigen. Aufgrund ihres Metallanteils darfst du Emaille-Formen nicht in der Mikrowelle verwenden, da sonst Brandgefahr besteht. Im Gefrierfach solltest du Emaille-Formen ebenfalls nicht verwenden, da aufgrund der Temperaturschwankungen Risse im Material entstehen können.
Edelstahl ist ein langlebiges sowie pflegeleichtes Material, das zudem rostfrei und hitzebeständig ist. Deshalb können manche Auflaufformen aus Edelstahl hohe Temperaturen von zwischen 300 und 400 Grad Celsius aushalten und teilweise ohne Beschichtung auf dem Grill verwendet werden. Aufgrund ihres robusten Materials sind Edelstahl-Auflaufformen bruchsicher und können in vielen Fällen im Gefrierfach gelagert werden. Unbeschichteter Edelstahl ist in der Regel spülmaschinenfest. Da es sich bei Edelstahl um ein metallisches Material handelt, dürfen Edelstahl-Auflaufformen nicht in der Mikrowelle verwendet werden, da sonst Brandgefahr besteht.
Dank seiner gummiähnlichen Beschaffenheit ist Silikon flexibel und bruchsicher. Da das Material jedoch anfällig für Beschädigungen ist, sollten Silikon-Auflaufformen nicht mit Messern in Kontakt kommen. Auflaufformen aus Silikon sind in der Regel spülmaschinenfest und können leicht gereinigt werden. Als faltbare Ausführung sind sie zudem platzsparend. In der Mikrowelle solltest du Silikonformen jedoch nicht verwenden. Ein Grund dafür ist beispielsweise, dass in Silikonformen Metallverstärkungen verarbeitet sein können oder das Material nicht robust genug für die Verwendung in der Mikrowelle ist. Im Gegensatz dazu kannst du Silikonformen normalerweise im Gefrierfach lagern.
Porzellan ist äußerst hitzebeständig und speichert Wärme ähnlich gut wie Keramik, wodurch das Essen beim Servieren länger heiß bleibt. Auflaufformen aus Porzellan können in der Regel im Gefrierfach aufbewahrt werden. Eine Reinigung in der Spülmaschine wird nicht immer empfohlen, da Porzellan feiner als Keramik ist und dadurch schneller beschädigt werden kann. Wenn Auflaufformen aus glattem Porzellan ohne Goldrand oder anderen metallischen Elementen bestehen, können manche Produkte auch in der Mikrowelle verwendet werden. Hier müssen jedoch immer die Herstellerhinweise beachtet werden.
Gusseisen ist ein massives sowie robustes Material, das in der Regel bruchsicher ist. Da Gusseisen anfällig für Rost ist, ist es wichtig, die Auflaufform trocken zu halten und diese zur Bewahrung der schützenden Patina-Schicht nicht in der Spülmaschine zu reinigen und nicht im Gefrierfach zu lagern. Da Gusseisen ein metallisches Material ist, darfst du Gusseisen-Auflaufformen nicht in der Mikrowelle verwenden, da ansonsten Brandgefahr besteht. Gusseisen hält hohe Temperaturen aus, sodass du reine Gusseisen-Auflaufformen nach Herstellerempfehlung auch auf dem Grill verwenden kannst.
Eigenschaften und Vorteile von Auflaufformen auf einen Blick
(Um eine sichere Verwendung der Produkte zu gewährleisten, müssen in jedem Fall die dazugehörigen Herstellerempfehlungen geprüft werden!)
| Keramik | Glas | Emaille | Edelstahl | Silikon | Porzellan | Gusseisen | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bruchsicher | ✘ | ✘ | ✔ | ✔ | ✔ | ✘ | ✔ |
| Spülmaschinenfest | ✔ | ✔ | ➖ | ➖ | ✔ | ➖ | ✘ |
| Mikrowellentauglich* | ➖ | ➖ | ✘ | ✘ | ✘ | ➖ | ✘ |
| Geeignet für den Gefrierschrank | ✘ | ✘ | ✘ | ✔ | ✔ | ✔ | ✘ |
| Geeignet für hohe Temperaturen (bis ca. 300 / 400 °C) | ✘ | ✘ | ✔ | ✔ | ✘ | ✘ | ✔ |
✔ = häufig geeignet
➖ = teilweise geeignet
✘ = nicht geeignet
Auflaufformen dürfen nur in der Mikrowelle verwendet werden, wenn sie über keine metallischen Elemente verfügen. Metall kann auch in Auflaufformen verbaut sein, die ansonsten aus Glas, Keramik, Silikon, Porzellan oder anderen Materialien bestehen, beispielsweise als Halterungselement oder als dekorativer Goldrand. Deshalb müssen vor dem Gebrauch unbedingt die Herstellerhinweise geprüft werden, da das Metall sonst Funken und Blitze erzeugen kann und dadurch Brandgefahr besteht.
4. FAQ
Was ist der Unterschied zwischen einem Bräter und einer Auflaufform?
Ein Bräter ist normalerweise tiefer und breiter als eine Auflaufform, wodurch beim Garprozess viel Flüssigkeit aufgefangen werden kann. Dadurch eignet sich ein Bräter beispielsweise wunderbar zum Schmoren von großen Fleischstücken. Während Auflaufformen oft aus Keramik, Glas oder anderen filigraneren Materialien bestehen, sind Bräter in der Regel aus robusterem Gusseisen oder Edelstahl und können so oft hohen Temperaturen ausgesetzt werden. Darüber hinaus kannst du einen Bräter in der Regel auch auf dem Herd verwenden.
Kann ich Auflaufformen auf dem Grill benutzen?
Manche Edelstahl- und Gusseisen-Auflaufformen kannst du auch auf dem Grill verwenden, solange die Nutzung auf dem Grill ausdrücklich vom Hersteller empfohlen wird.
Rost oder Blech: Worauf sollte ich meine Auflaufform stellen?
Grundsätzlich kannst du deine Auflaufform sowohl auf dem Gitterrost als auch auf dem Backblech platzieren. In beiden Fällen solltest du die Form für eine gleichmäßige Wärme auf der mittleren Ebene des Backofens abstellen. Da Backbleche mehr Hitze an die Auflaufform abgeben, kann der Inhalt am Boden schneller garen, bei hoher Temperatur aber auch anbrennen.









































