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Entwässerungsrinnen
1. Wissenswertes über Entwässerungsrinnen
Entwässerungsrinnen sorgen für ein unkompliziertes Ablaufen von Regenwasser von Terrasse, Balkon, Eingangsbereich oder Garage. Häufig werden Rinnensysteme um das Haus herum eingebaut, wodurch Gebäudeschäden durch Starkregen oder Schneeschmelze vorgebeugt wird. In der Regel wird das Wasser von den Abläufen aufgenommen und gelangt so in die Kanalisation.
Unterschieden wird grob zwischen Modellen zur Linienentwässerung und zur Punktentwässerung. Bei der ersten Variante werden meist mehrere Rinnenkörper zu einem System zusammengesteckt und mit einem Rost abgedeckt. So kann das Wasser entlang einer großen Fläche aufgenommen werden. Alternativ wird Wasser bei der Punktentwässerung in einem einzelnen Ablauf mit Rostabdeckung gesammelt und abgeleitet. Diese eignet sich eher für kleinere Flächen.
Eine typische Linienentwässerungsrinne für den privaten Bereich besteht aus
- einem geschlitzten Stegrost oder einer Schlitzrinne, welche das Wasser aufnimmt,
- einem darunterliegenden Rinnenkörper,
- Stirnwänden mit oder ohne Auslauf am Anfang und Ende der Rinne sowie
- Abflussstutzen beziehungsweise Einlaufkasten am Rinnenkörper, von dem aus Wasser abgeleitet wird.
Diese Kastenrinne ist mit einer Rostabdeckung ausgestattet.
Die schmalen Entwässerungsrinnen fügen sich dezent in das Gesamtbild der Grundstücksgestaltung ein. Je nach Einsatzbereich beziehungsweise Belastungsklasse kommen für dich verschiedene Materialien in Frage, über die du mehr in Kapitel 2 dieses Ratgebers erfährst.
Bei der Auswahl eines Modells solltest du die Belastungsklassen berücksichtigen. Entscheidend ist der Einsatzort: Bei einer Terrasse reicht es in der Regel aus, wenn die Entwässerungsrinne begehbar ist. Ein Modell vor einer Garage muss dagegen von einem PKW befahrbar sein; es handelt sich dabei um sogenannte Schwerlastrinnen.
2. Arten und Zubehör
Bei Entwässerungsrinnen für den privaten Gebrauch kannst du in der Regel Kastenrinnen mit Rostabdeckungen sowie Schlitzrinnen nutzen. Die Varianten existieren in verschiedenen Belastungsklassen und Maßen.
Kastenrinnen
Als Kastenrinnen werden Entwässerungsrinnen mit Rostabdeckungen bezeichnet. Der Rost kann aus verschiedenen Materialien wie Edelstahl, verzinktem Stahl, Gusseisen oder Kunststoff bestehen.
- Verzinkter Stahl und Kunststoff zählen zu den kostengünstigeren Materialien.
- Edelstahl ist für Bereiche mit hoher Belastung geeignet.
- Verzinkter Stahl und Gusseisen neigen bei unregelmäßiger Reinigung zu Rostbildung.
Alle Materialien sind robust, korrosionsbeständig und rutschfest.
Der Rinnenkörper ist häufig aus Beton, Kunststoff oder Polymerbeton hergestellt:
- Betonrinnen sowie Beton-Verbundwerkstoffe wie Polymerbeton können im Schwerlastbereich eingesetzt werden, wobei Polymerbeton ein geringeres Gewicht vorweist.
- Kunststoffrinnen haben ein geringes Gewicht, eignen sich für Garten und Terrasse und sind vergleichsweise kostengünstiger.
Schlitzrinnen
Schlitzrinnen sind eine besonders schmale und daher unauffällige Variante von Entwässerungssystemen. Das Wasser läuft in einen durchgehenden oder unterbrochenen Schlitz von zwei bis drei Zentimetern. Sie werden in der Regel aus Beton oder Edelstahl hergestellt.
Dieses Element fügt sich in ein Schlitzrinnensystem ein.
Zubehör
Um die Funktionalität von Entwässerungsrinnen zu gewährleisten, ist verschiedenes Zubehör von Bedeutung:
- Gegebenenfalls brauchst du Verbindungsstücke beziehungsweise Eckelemente, um längere Abwasserrinnen miteinander zu verbinden.
- Einen Laubfang kannst du entweder großflächig direkt unter dem Rost oder in die Ablauföffnung integrieren.
- Ein Geruchsverschluss verhindert unangenehme Gerüche dank eines eingebauten Filters. Unangenehme Gerüche, beispielsweise aus der Kanalisation, dringen so nicht an die Oberfläche.
3. Einbau und Reinigung
Den Einbau kannst du von Fachpersonal durchführen lassen oder selbst übernehmen. Für eine reibungslose Funktion muss in der Regel ein Graben ausgehoben und ein Betonbett gegossen. Daraufhin erfolgt der Anschluss der Entwässerungsrinne an die Kanalisation.
Bauteile von Linienrinnensystemen sind häufig im Set erhältlich und so aufgebaut, dass sie mühelos ineinandergreifen und dir damit den Zusammenbau erleichtern. Auch das Zuschneiden der Rinnen auf die gewünschte Länge ist bei vielen Modellen möglich.
Schmutz und Blätter können sich im Laufe der Zeit in der Rinne verfangen, was zu Verstopfungen und Ablagerungen führen kann. Bei vielen Modellen kannst du den Rost einfach herausnehmen, was die Reinigung von Rostaufsatz und Rinnenkörper erleichtert. Für das Herausnehmen der Abdeckung sind ein Rosthaken oder eine andere Aushebehilfe ein hilfreiches Zubehör.
4. FAQ
Welche Entwässerungsrinnen gibt es?
Grob wird zwischen Modellen zur Linienentwässerung und zur Punktentwässerung unterschieden. Linienentwässerungsrinnen unterscheiden sich in Kasten- und Schlitzrinnen. Weitere Unterschiede bestehen in Material und Belastungsklassen.
Aus welchen Materialien bestehen Entwässerungsrinnen?
Der Rost einer Entwässerungsrinne besteht oft aus Edelstahl, verzinktem Stahl, Gusseisen oder Kunststoff. Während verzinkter Stahl und Kunststoff zu den kostengünstigeren Materialien zählen ist Edelstahl für Bereiche mit hoher Belastung geeignet. Verzinkter Stahl und Gusseissen können bei unregelmäßiger Reinigung Rost bilden. Der Rinnenkörper ist häufig aus Beton, Kunststoff oder Polymerbeton gefertigt. Beton und Polymerbeton können im Schwerlastbereich eingesetzt werden, Kunststoffrinnen haben ein geringes Gewicht und sind kostengünstiger.
Wie werden Entwässerungsrinnen verlegt?
In der Regel musst du einen Graben ausheben und ein Betonbett gießen. Die Entwässerungsrinne wird daraufhin an die Kanalisation angeschlossen. Häufig erhältst du Bauteile von Linienrinnensystemen im Set. Sie sind so aufgebaut, dass sie mühelos ineinandergreifen. Häufig können die Rinnen auf die gewünschte Länge zugeschnitten werden.



































