Melissa officinalis, die Zitronenmelisse, ist eine mehrjährige Kräuterstaude aus der Familie der Lippenblütler. Ihr charakteristisches Merkmal ist der intensive, zitronige Duft, der bei der leichtesten Berührung des weichen, hellgrünen Laubs freigesetzt wird. Von Juni bis August erscheinen zusätzlich kleine, weiße Lippenblüten, die das dezente Erscheinungsbild der Pflanze abrunden.
Der Wuchs ist aufrecht und buschig, mit einer Endhöhe von 30 bis 90 cm und einer Breite von 30 bis 60 cm. Mit einem Jahreszuwachs von 30 bis 60 cm entwickelt sich die Staude zügig zu einem dichten Horst. Nach der Blüte oder durch regelmäßige Ernte lässt sich der Wuchs gut in Form halten, da die Pflanze sehr schnittverträglich ist.
Zitronenmelisse bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit durchlässigem, nährstoffreichem Boden und mittlerem Wasserbedarf. Staunässe sollte vermieden werden, kurze Trockenphasen verträgt die Pflanze gut. Sie ist frosthart bis etwa -10 °C und treibt im Frühjahr zuverlässig wieder aus. Im Herbst verliert sie ihr Laub ohne auffällige Färbung.
In der Küche wird die Zitronenmelisse für Tee, Salate, Sirup und Kräuterbutter geschätzt, ihr Aroma ist frisch und zitronig. Im Garten passt sie gut in Kräuterbeete und Bauerngärten, ebenso lässt sie sich als Kübelpflanze auf Terrasse und Balkon kultivieren. Als Heilpflanze hat sie seit langem einen festen Platz in traditionellen Kräutergärten.