
Gasmelder
Gasmelder haben ebenso wie Rauchmelder den Zweck, Gefahrensituationen mittels Alarm anzukündigen, ehe es zu Unfällen oder einer Explosion kommt. Grundsätzlich existieren Gasmelder für Erdgas, Stickoxide und Propangas. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, welche Aspekte beim Kauf zu beachten sind und welche verschiedenen Arten von Gasmeldern es gibt. Darüber hinaus erfahren Sie, wie Sie sich im Falle eines Alarms verhalten sollten.
1. Wichtige Aspekte vor und nach dem Kauf
Sowohl beim Kauf des Gasmelders als auch bei der Installation des Geräts sind einige Aspekte zu beachten, die wir im Folgenden für Sie zusammengestellt haben:
- Achten Sie darauf, ein Exemplar zu erwerben, das bei der von Ihnen verwendeten Gasart anschlägt. Welche Varianten es gibt, erfahren Sie in Kapitel 2.
- Um eine uneingeschränkte Funktionstüchtigkeit zu gewährleisten, sollte Ihr gewählter Gasmelder ein TÜV- und/oder GS-Siegel aufweisen.
- Berücksichtigen Sie die Stromversorgung des jeweiligen Geräts. Manche Gasmelder werden lediglich mit Batterien betrieben, andere mittels Netzstrom oder mit Netzstrom und Batterie.
- Achten Sie darauf, dass der Gasmelder im Falle eines Alarms laut genug ist: Halten Sie sich dabei möglichst an den Richtwert von mindestens 75 Dezibel.
- Bringen Sie das Gerät nicht in der Nähe von Fenstern, Türen oder Dunstabzügen an. Aufgrund der Frischluftzufuhr kann der Gasmelder unter Umständen zeitverzögert Alarm schlagen. Bei einer Montage in der Nähe der Gasquelle oder eines Abflusses sind hingegen Fehlalarme möglich. Bei Unsicherheiten hinsichtlich eines geeigneten Anbringungsortes sollten Sie einen Fachmann hinzuziehen.
2. Die verschiedenen Arten von Gasmeldern
Je nachdem, welches Gas Sie beim Kochen oder zum Heizen nutzen, sind unterschiedliche Gasmelder die richtige Wahl für Sie. Wir stellen Ihnen die einzelnen Varianten genauer vor:
Erdgas-Melder

- Geeignet für: Räume, in denen mit Erdgas gekocht beziehungsweise geheizt wird
- Optimaler Anbringungsort: 30 cm unter der Decke
Propangas-Melder

- Geeignet für: Räume, in denen über Gastanks hinter dem Wohnhaus geheizt wird
- Optimaler Anbringungsort: Wenige cm über dem Boden
Kohlenstoffmonoxid-Melder

- Geeignet für: Räume, in denen mit einem Kamin, Ofen oder einer Gastherme im Haus geheizt wird
- Optimaler Anbringungsort: Etwa 100 cm oberhalb des Bodens an der Wand
Info: Manche Gasmelder besitzen einen externen Sensor. Bei diesen Varianten kommt es lediglich auf die Platzierung des Sensors an – der Gasmelder selbst kann hingegen an einer beliebigen Stelle montiert werden.
Um sicherzustellen, dass der Gasmelder zuverlässig arbeitet, können Sie die Testfunktion nutzen. Die meisten Exemplare weisen eine Taste auf, die den Alarm bei Betätigung auslöst.
3. Das richtige Verhalten im Falle eines Alarms
Sollte Ihr Gasmelder Alarm schlagen, sind einige Aspekte zu beachten, um eine Gasexplosion zu vermeiden und die Bewohner des Hauses in Sicherheit zu bringen. Gehen Sie im Ernstfall wie folgt vor:
- Bewahren Sie beim Ertönen des Alarms Ruhe. Der Gasmelder reagiert in der Regel zuverlässig und bereits bei sehr kleinen Gasmengen, sodass Sie genügend Zeit haben, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
- Sehen Sie vom Betätigen von Lichtschaltern und der Bedienung elektrischer Geräte ab.
- Öffnen Sie wenn möglich alle Fenster. Auf diese Weise wird die Explosionsgefahr stark reduziert.
- Sinnvoll ist es außerdem, den Haupt-Gashahn zuzudrehen, um ein weiteres Austreten zu verhindern.
- Geben Sie auch Ihren Nachbarn Bescheid und verlassen Sie gemeinsam mit ihnen ruhig das Haus. Sobald Sie in Sicherheit sind, können Sie über Ihr Handy die Feuerwehr anrufen.








































