
Rauchmelder – Kleine Lebensretter
Rauchmelder helfen Ihnen, einen Brand schnellstmöglich nach Ausbruch zu bemerken. Auf diese Weise kann nicht nur Ihr Besitz geschützt, sondern sogar Ihr Leben gerettet werden. Mit welcher Technik arbeiten Rauchmelder? Was ist bei deren Anbringung zu beachten? Gibt es eine allgemeine Rauchmelderpflicht in Deutschland? Dieser Ratgeber beantwortet alle Fragen rund um das Thema.
1. Aufbau und Funktionsweise von Rauchmeldern
Rauchmelder retten Leben
Rauchmelder gehören zusammen mit Hitzemeldern in die Kategorie der Brandmelder. Der Aufbau und die Funktion von Rauchwarnmeldern unterscheiden sich zwischen den verschiedenen Modellen nur geringfügig: Sie bestehen aus einer Befestigungsplatte und dem Gerät an sich. Außen weisen Sie eine Signallampe sowie einen Testknopf auf.
Bereitschaft und Testfunktion
Die Lampe blinkt in regelmäßigen Abständen auf und signalisiert die Funktionsfähigkeit des Geräts. Der Testknopf dient zur zusätzlichen Kontrolle: Wenn Sie den Schalter einige Sekunden lang betätigen, löst der Rauchmelder ein Testsignal aus. Sollte dies nicht funktionieren, ist das Gerät vermutlich defekt und sollte durch ein neues ersetzt werden.
Ein defektes Gerät sollten Sie umgehend austauschen. Darüber hinaus senden Rauchmelder einen regelmäßigen Signalton ab, sobald die Batterien nicht mehr über genügend Ladung verfügen. In diesem Fall sollten Sie die Batterien schnellstmöglich ersetzen und auf keinen Fall warten, bis diese völlig leer sind.
Betrieb und Funktionsweise
In der Regel werden optische Rauchmelder eingesetzt. Diese verfügen im Inneren über eine LED oder einen Laser, der ein Lichtsignal abstrahlt. Sobald Rauch in die innere Kammer des Melders gelangt, reflektiert dieser das Signal und lässt es auf einen Lichtempfänger treffen. Dieser löst dann den Alarm aus.
Geräte, die mit einem Laser arbeiten, sind empfindlicher: Sie reagieren bereits auf geringe Mengen an Rauch, wodurch sie den Alarm eher auslösen als Varianten mit einer LED.
Für einen sicheren Schutz sollten Sie beim Kauf unbedingt auf Prüfzeichen oder Zertifizierungen achten. Schauen Sie deshalb nach dem TÜV-Siegel sowie dem Zeichen des VdS („Vertrauen durch Sicherheit“, VdS Schadenverhütung GmbH). Darüber hinaus sollten Ihre neuen Rauchmelder unbedingt der DIN EN 14604 entsprechen.
Eine spezielle Variante stellen vernetzbare Geräte dar. Diese kommunizieren über Funk miteinander und bieten gegenüber konventionellen Modellen einen entscheidenden Vorteil: Sobald einer der Melder einen Brand erkennt, geben alle miteinander verbundenen Rauchmelder das Warnsignal von sich. So erhöht sich die Sicherheit in größeren Gebäuden oder Wohnungen.
2. Rauchmelder richtig aufhängen
Die Montage von Rauchwarnmeldern gestaltet sich relativ simpel. Die Geräte werden zusammen mit einer Befestigungsplatte sowie Schrauben und Dübeln verkauft. Gehen Sie beim Anbringen wie folgt vor:
- Befestigen Sie die Platte mithilfe der mitgelieferten Dübel und Schrauben an der Zimmerdecke.
- Der Rauchmelder sollte dabei stets waagerecht am höchsten Punkt angebracht werden.
- Im Idealfall sollte sich das Gerät in der Raummitte befinden. Halten Sie zu allen Wänden einen Abstand von mindestens 50 Zentimetern ein.
- Bei einem Spitzdach sollte der Alarmgeber rund 30 bis 50 Zentimeter unterhalb der höchsten Stelle angebracht werden. Dazu eignen sich beispielsweise Querbalken im Zimmer.
- Testen Sie die Funktionstüchtigkeit des Rauchmelders und befestigen Sie ihn anschließend an der Halterung.
- Achten Sie stets darauf, dass das Gerät frei hängt und nicht verdeckt wird.
Befestigungsarten von Brandmeldern: links die klassische Variante, rechts Magnetbefestigung für mehr Komfort.
Alternativ zu dieser Vorgehensweise können Sie Magnetbefestigungssysteme einsetzen. Dabei wird je eine magnetische Platte an der Zimmerdecke sowie auf dem Brandmelder festgeklebt.
Ältere Geräte sollten Sie im Normalfall nach 10 Jahren komplett erneuern beziehungsweise austauschen. Andernfalls kann ein störungsfreier und korrekter Betrieb nicht garantiert werden.
3. Rauchmelderpflicht
Mit einem Feuerlöscher können Sie entstehende Brände selbst löschen.
In Deutschland gibt es keine einheitlich geregelte Pflicht zum Anbringen von Rauchwarnmeldern. Dennoch sollten Sie für Ihre eigene Sicherheit die folgenden Räume mit den Geräten ausstatten:
- Alle Wohn- und Kinderzimmer
- Sämtliche Schlafräume
- Die gesamten Flure und Rettungswege
In allen neu- und umgebauten Wohngebäuden herrscht in Deutschland eine Rauchwarnmelderpflicht. Für Bestandsbauten ist diese ebenfalls vorgesehen. Allerdings gibt es in einigen Bundesländern noch Übergangsfristen zur Nachrüstung. Auch die Zuständigkeit für die Anschaffung sowie die Wartung ist je nach Land anders geregelt.
Da die Geräte in Küchen und Bädern aufgrund von Wasserdampf und Kochdünsten Fehlalarme auslösen können, sind für diese Räume sogenannte Hitzemelder, die mithilfe von Temperaturmessungen arbeiten, besonders empfehlenswert.
4. FAQ
Wie funktionieren Rauchmelder?
Die meisten Rauchwarnmelder funktionieren mithilfe einer LED beziehungsweise eines Lasers. Deren Licht wird bei Raucheintritt im Gehäuse auf einen Empfänger reflektiert, der anschließend den Alarm auslöst.
Sind Rauchmelder Pflicht?
Für Neubauten sowie in umgebauten Wohngebäuden herrscht deutschlandweit eine Pflicht für die Ausstattung mit Rauchmeldern. Diese gilt in den meisten Ländern auch für Bestandsbauten, allerdings gibt es auch noch wenige Ausnahmen, die eine Nachrüstung innerhalb der nächsten Jahre gestatten.
Wozu dienen Funkrauchmelder?
Rauchmelder mit Funk lassen sich miteinander verbinden. So geben alle Brandmelder einen Alarm von sich, wenn eins der Geräte ein Feuer erkennt. Daher bietet sich diese Variante insbesondere für größere Häuser oder Wohnungen an.
Wo und wie hänge ich Rauchmelder richtig auf?
Sie sollten alle Wohn- und Schlafräume sowie Flure mit einem Rauchmelder ausstatten. Die Geräte sollten in der Raummitte beziehungsweise am höchsten Punkt waagerecht an der Zimmerdecke befestigt werden. Bei Spitzdächern sollte der Brandmelder jedoch 30 bis 50 Zentimeter unterhalb der höchsten Ecke (beispielsweise an einem Querbalken) aufgehängt werden.





































