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Smart Home-Rauchmelder: Zuverlässig und sicher
Wenn Sie bereits mit dem Smart Home-Konzept vertraut sind und über einige kompatible Geräte verfügen, stellen passende Rauchmelder einen wichtigen und sinnvollen Zusatz dar. So können Sie auf Ihrem Smartphone auch über eine mögliche Rauchentwicklung benachrichtigt werden, wenn Sie sich gerade nicht zuhause befinden. Wir klären Sie über die Funktionsweise sowie Vorteile auf und zeigen Ihnen, welcher Smart Home-Rauchmelder der richtige für Sie ist.
1. Funktionsweise und Vorteile von Smart Home-Rauchmeldern
Smart Home-Rauchmelder können – genauso wie alle anderen Endgeräte, die mit dem „intelligenten Heim“ verbunden sind – via App gesteuert werden und sowohl mit einem akustischen Signal als auch auf Ihrem Smartphone Alarm schlagen, sollte es zu einer Rauchentwicklung beziehungsweise einem Brand kommen. Wenn Sie bereits viele Objekte mit Ihrem Smart Home verbunden haben, kann die Aktivierung des Rauchmelders sogar andere Prozesse in Gang setzen.
So können Sie bestimmen, dass bei einem Signal des Rauchmelders andere verbundene Geräte aktiviert werden: Es lässt sich beispielsweise einstellen, dass die Jalousien bei Rauchentwicklung nach oben gefahren werden oder die Beleuchtung von Fluchtwegen eingeschaltet wird. Auch mit einer IP-Kamera lassen sich Smart Home-Rauchmelder sinnvoll ergänzen: So können Sie sich auch unterwegs ein genaues Bild von der Lage in Ihrer Wohnung beziehungsweise Ihrem Haus verschaffen.
Die Vorteile von Smart Home-Rauchmeldern liegen auf der Hand:
- Direkte Benachrichtigung über Rauchentwicklung auf Ihr Smartphone
- Genaue Angabe des Raumes, in dem der Alarm ausgelöst wird
- Kommunikation zwischen mehreren Smart Home-Rauchmeldern und anderen Geräten möglich
- Zugriffe von außen aufgrund verschlüsselter Datenübertragung sehr unwahrscheinlich
- Benachrichtigung anderer Familienmitglieder oder Freunde im Falle eines Alarms möglich (kann über die App eingestellt werden)
- Betrieb auch ohne Einbindung in das Smart Home gewährleistet
- Steuerung der smarten Rauchmelder via App oder Schalter möglich
Smarte Rauchmelder kommunizieren nicht nur mit allen anderen Rauchmeldern in Ihrem Zuhause, sondern auch mit anderen Geräten, die mit dem Smart Home-System verbunden sind.
Aufbau eines Smart Home-Rauchmelders
Grundsätzlich weisen Smart Home-Rauchmelder sogenannte Rauchkammern auf: Diese seitlichen Aussparungen ermöglichen es, dass Raumluft in das Innere des Gehäuses gelangen kann. Dort befindet sich die Infrarotdiode, welche Lichtsignale in Richtung einer Fotodiode sendet. Damit diese ankommen, werden Reflektoren benötigt. Kommt es zu einer Rauchentwicklung, übernehmen die entsprechenden Partikel diese Rolle und das Signal wird weitergegeben, sodass es letztlich zur Auslösung des Alarms kommen kann.
Bedenken Sie: Rauchmelder sind in den meisten Bundesländern in Deutschland keine Option, sondern Pflicht (in Neubauten grundsätzlich immer). Je nach Wohnort variieren die Vorgaben hierzu. Informieren Sie sich dementsprechend im Vorfeld darüber, ob beziehungsweise in welchen Räumen eine Integration erforderlich ist.
Hier alle Smart Home-Rauchmelder ansehen
In welchen Zimmern die Montage eines Rauchmelders sinnvoll ist, zeigt Ihnen die folgende Grafik:
Lediglich im Badezimmer und in der Küche können keine gewöhnlichen Rauchmelder integriert werden.
2. Montage von Smart Home-Rauchmeldern via Kabel oder WLAN
Die Montage von Smart Home-Rauchmeldern kann auf unterschiedliche Weise erfolgen und geht mit verschiedenen Vor- und Nachteilen einher:
Montage von Smart Home-Rauchmeldern via Kabel
Der entscheidende Vorteil von Smart Home-Rauchmeldern, die über Kabel miteinander verbunden sind, ist, dass deren Funktionsweise nicht an eine Funk- beziehungsweise WLAN-Verbindung geknüpft ist. Während die Störungsanfälligkeit geringer ist, besteht der Nachteil dieser Rauchmelder darin, dass sie bereits während des Baus unter den Putz integriert werden sollten. Eine nachträgliche Montage kommt zwar ebenfalls in Betracht, führt jedoch dazu, dass die Kabel sichtbar bleiben, was zu einer unschönen Gesamtoptik führt.
Montage von Smart Home-Rauchmeldern via WLAN
Smart Home-Rauchmelder, die via WLAN miteinander verbunden sind, können spielend leicht montiert werden. Konkret bedeutet dies, dass es auch nach der Bauphase problemlos via Schrauben oder Kleber möglich ist. Da diese Modelle nur mit einer stabilen Internetverbindung voll funktionsfähig sind, ist die Störanfälligkeit höher. Das Risiko hält sich jedoch stark in Grenzen, da es für gewöhnlich allenfalls zu kurzen Ausfällen des WLAN kommt und Smart Home-Rauchmelder dann zwar nicht mehr mit anderen Geräten kommunizieren können, jedoch in dieser Zeit wie gewöhnliche Rauchmelder agieren, sodass es in jedem Fall zu einem Alarm kommen kann.
Wichtig: Die Vorstufe zu Smart Home-Rauchmeldern stellen funkvernetzte Varianten dar, die zwar eine Weiterleitung des Alarms an alle anderen zuhause integrierten Rauchmelder garantieren, nicht aber Warnmeldungen auf Ihr Smartphone schicken. Zudem können im Falle eines Brandes keine Prozesse bei anderen Geräten in Gang gesetzt werden, wie es bei smarten Modellen möglich ist.
3. Welcher Smart Home-Rauchmelder ist der richtige für mich?
Ein wichtiges Kriterium beim Kauf eines Smart Home-Rauchmelders ist die Kompatibilität mit verschiedenen Systemen: Wenn Sie bereits ein bestimmtes nutzen, sollten Sie sich im Vorfeld genau darüber informieren, ob Ihr gewünschter Rauchmelder davon unterstützt wird. Wenn Sie sich erst für ein Smart Home-System entscheiden müssen, gilt es im Vorfeld zu eruieren, ob sich all Ihre Endgeräte damit verbinden lassen.
Via App können Sie spielend leicht alle Geräte steuern, die mit Ihrem Smart Home verbunden sind.
Zudem sollten Sie auf folgende Aspekte achten, ehe Sie sich für einen Smart Home-Rauchmelder entscheiden:
- Egal, welchen Smart Home-Rauchmelder Sie letztlich wählen: Er sollte in jedem Fall das CE-Siegel und die Angabe EN14604 aufweisen. Während das CE-Siegel lediglich besagt, dass das Gerät in Europa verkauft werden darf, steht die Normangabe für hohe Sicherheit: So haben Rauchmelder mit dieser Kennzeichnung eine Lautstärke von 85 Dezibel oder mehr, machen sich bei schwacher Batterie akustisch bemerkbar und besitzen einen Testknopf sowie eine Rauchmesskammer.
- Stellen Sie sich vor dem Kauf die Frage, ob Sie das von Ihnen gewünschte Gerät selbstständig montieren können. Bei WLAN-Varianten stellt dies für gewöhnlich kein großes Problem dar. Sollten Sie sich allerdings beispielsweise gerade in der Bauphase befinden und kabelverbundene Rauchmelder bevorzugen, ist die Integration unter dem Putz sinnvoll. Diese Arbeit sollte allerdings von Fachleuten übernommen werden.
- Zudem ist der Funktions- und Lieferumfang von Smart Home-Rauchmeldern zu berücksichtigen:
- Der Lieferumfang der Geräte ist in der Regel sehr ähnlich: Meist sind neben dem eigentlichen Rauchmelder eine Befestigungsplatte sowie Dübel und Schrauben und/oder Kleber enthalten.
- Die Einrichtung von Smart Home-Rauchmeldern erfolgt über die jeweilige App. Bei einigen ist es zudem nötig, sich ein Nutzerkonto bei dem jeweiligen Anbieter zu erstellen. Um den Rauchmelder hinzuzufügen, ist meist lediglich das Scannen des QR-Codes erforderlich.
- Überlegen Sie sich im Vorfeld, ob Sie Smart Home-Komplettanlagen oder Insellösungen präferieren: Insellösungen erlauben deutlich weniger Komponenten als Komplettanlagen. So können Sie meist nur Geräte eines einzigen Herstellers miteinander verbinden, die denselben Zweck erfüllen müssen (beispielsweise eine möglichst hohe Sicherheit). Komplettanlagen erlauben meist die Integration von Geräten verschiedener Hersteller und es muss kein einzelnes „Thema“ verfolgt werden: So können beispielsweise die Beleuchtung, Sicherheitsprozesse und das Heizen gleichzeitig gesteuert werden.
- Während einige Smart Home-Rauchmelder lediglich Alarm auslösen und Ihnen sowie anderen genau festgelegten Personen eine Warnmeldung auf das Smartphone schicken, können andere Geräte noch weit mehr: So messen einige Modelle beispielsweise die Luftqualität und speichern diese, sodass Ihnen große Unterschiede zügig auffallen. Im Falle einer Rauchentwicklung senden manche Geräte außerdem nicht nur eine Mitteilung, sondern schlagen dabei auch direkt den Notruf vor, sodass Sie schnell agieren können. Darüber hinaus sind viele erhältliche Modelle nicht nur smarte Rauchmelder, sondern reagieren auch auf Hitzeentwicklung. Diese Varianten können Sie beispielsweise ideal in der Küche montieren: Hier sollten Sie darauf achten, dass die Raucherkennung ausgeschaltet ist und nur das Alarmschlagen bei Hitzeentwicklung gewährleistet ist. So vermeiden Sie Fehlalarme, die auf die Dampfentwicklung beim Kochen zurückgehen.
4. FAQ
Ich bin handwerklich nicht sonderlich begabt. Welche Montageart sollte ich für meinen Smart Home-Rauchmelder wählen?
Smart Home-Rauchmelder, die über WLAN miteinander verbunden sind, können für gewöhnlich einfach an die Wand geschraubt werden. Bei vielen ist sogar eine Klebemontage möglich, was sich noch einfacher gestaltet. Lediglich die kabelverbundenen Varianten sollten im Idealfall bereits in der Bauphase unter dem Putz montiert werden, was von Fachpersonal durchgeführt werden sollte.
Mein Smart Home-Rauchmelder piept. Was können die Gründe hierfür sein?
Nicht immer steckt hinter dem Piepen des Geräts tatsächlich eine Rauchentwicklung. Auch Staub, starke Sonneneinstrahlung oder kleine Tierchen können den Alarm auslösen. Zudem kann es nötig sein, die Batterie zu tauschen. Genauere Informationen zu den Ursachen und zur Behebung des Problems erhalten Sie hier.
Kann ich meinen Smart Home-Rauchmelder in der Küche montieren?
In der Küche sollten sich lediglich Hitzemelder befinden, da bei einem Rauchmelder Dämpfe vom Kochen Fehlalarme auslösen können. Es gibt jedoch einige smarte Modelle, die sowohl Rauch- als auch Hitzemelder sind: Bei diesen lässt sich oftmals die Rauchmelde-Funktion via App ausschalten, sodass das Gerät lediglich bei Hitzeentwicklung reagiert.






























