
Fülldrahtschweißgeräte Ratgeber
Für feine Schweißarbeiten müssen Sie nicht zwingend auf ein Schutzgasschweißgerät zurückgreifen. Sogenannte Fülldrahtschweißgeräte bieten Ihnen neben der hohen Flexibilität weitere Vorteile bei anfallenden Arbeiten. Wie ein solches Gerät funktioniert und was Sie bei der Auswahl beachten sollten, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.
1. Einsatzzwecke von Fülldrahtschweißgeräten
Fülldrahtschweißgeräte eignen sich für das Verbinden von Materialien, die eine Stärke von bis zu etwa 8 Millimetern aufweisen. Dabei werden vor allem unlegierte oder niedriglegierte Materialien (beispielsweise Blech) geschweißt. Besonders im Hobby- und Modellbaubereich kommen sie zum Einsatz. Bei stärkeren Materialien, die beispielsweise im Industrie- oder im Kfz-Bereich verwendet werden, sind hingegen Schutzgas- bzw. Elektrodenschweißgeräte die bessere Wahl, da die Schweißnähte höheren Belastungen standhalten müssen.
Fülldrahtschweißgerät von Silverline
2. Vorteile
Im Gegensatz zu Schutzgasvarianten sind Fülldrahtschweißgeräte kompakter und mobil einsetzbar. Zurückzuführen ist dies darauf, dass für die Schweißarbeiten keine Gasflasche benötigt wird. Das Gas für den Betrieb ist in Pulverform bereits im Draht enthalten und wird während des Schweißvorgangs freigesetzt. Diese Eigenschaft sorgt zudem dafür, dass Sie im Außenbereich arbeiten können, ohne dabei durch Wind beeinträchtigt zu werden.
Alle Vorteile in der Übersicht:
- Hohe Mobilität
- Keine Gasflasche für den Betrieb erforderlich
- Keine Beeinträchtigung durch Wind im Freien
3. Wichtige Funktionen
Vor dem Betrieb wird die Fülldrahtspule in das Gerät eingelegt. Das lose Ende der Drahtspule wird anschließend durch das Gerät geführt und durch Betätigen des Brenner-Schalters an der Schweißpistole automatisch durch die Düse transportiert und ausgegeben.
Achten Sie bei der Wahl eines Fülldrahtschweißgeräts nach Möglichkeit darauf, dass es die folgenden Funktionen aufweist:
- Regulierbare Stromstärke für das Bearbeiten unterschiedlicher Werkstücke mit verschiedenen Stärken
- Drahtvorschub sollte stufenlos einstellbar sein
Wenn zu viel Drahtvorschub gegeben ist, kann es passieren, dass der Lichtbogen beim Schweißen durch Kurzschlüsse wiederholt unterbrochen wird. Mit einem zu kurz eingestellten Drahtvorschub hingegen kann es vorkommen, dass der Draht abbrennt und mit dem Werkstück verschmilzt.
4. Sicherheitshinweise
Beim Schweißen kommt es zu hohen Temperaturen, weshalb Sie die folgenden Sicherheitshinweise unbedingt beachten sollten.
- Sorgen Sie für eine ausreichende Schutzausrüstung. Hierzu zählen ein Augenschutz (beispielsweise durch Schweißermaske), Schweißerhandschuhe, eine Lederschürze sowie Ledergamaschen und eine Kopfbedeckung.
- Tragen Sie einen Gehörschutz wenn Sie ein Gerät benutzen, das eine Betriebslautstärke von etwa 85 dB überschreitet.
- Sorgen Sie für einen ausreichenden Atemschutz, wenn keine Lüftung gegeben oder eine Absaugung der Dämpfe nicht möglich ist.







































