
Ratgeber E-Bike Klapprad
E-Bikes sind praktische Fortbewegungsmittel im städtischen und ländlichen Verkehr. Ein Motor unterstützt den Radfahrer bei langen oder ansteigenden Strecken und sorgt so für ein entspanntes Fahrerlebnis. Für Pendler, die einen Teil der Strecke mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen müssen, eignen sich klappbare Elektrofahrräder besonders gut. Sie können auf ein kompaktes Maß zusammengelegt werden und sind dadurch platzsparend. In unserem Ratgeber erfahren Sie alles über E-Bike Klappräder.
1. Klappbare E-Bikes
Generell wird bei E-Bikes zwischen Pedelecs und S-Pedelecs unterschieden. Während Erstere das Fahren lediglich unterstützen, können mit S-Pedelecs Geschwindigkeiten von bis zu 45 Stundenkilometern erreicht werden. Für das Fahren eines solches E-Bikes wird jedoch ein Führerschein der Klasse AM benötigt, da sie in den Bereich der Krafträder fallen. Des Weiteren benötigen Sie neben einer Zulassung auch eine Haftpflichtversicherung und ein Versicherungskennzeichen. Die Begriffe E-Bikes und Pedelec werden häufig synonym verwendet.
Mehr zu den Unterschieden zwischen Pedelec und S-Pedelec erfahren Sie in unserem E-Bike Ratgeber.
Bei den meisten klappbaren Pedelecs handelt es sich um fahrunterstützende Modelle. Der Radfahrer kann den Motor je nach Bedarf zuschalten.
Falträder E-Bikes können innerhalb weniger Sekunden mit nur wenigen Handgriffen zusammen- und wieder aufgeklappt werden. Das ermöglicht den Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Kofferraum. Für das Zusammenklappen kommen in der Regel Schnellspanner oder Scharniere zum Einsatz. Der angewandte Klappmechanismus (zum Beispiel Umlegen von Sattelstütze und Lenker, Zerlegen des Rahmes in der Mitte) unterscheidet sich je nach Modell.

Kennzeichen von elektrischen Falträdern
- Reifengröße von 20 Zoll
- Motor ähnlich leistungsstark wie bei herkömmlichen E-Bikes
- Geringes Gewicht von maximal 20 Kilogramm
Klappbare E-Bikes sind weniger für das Gelände geeignet
Trotz ihrer kompakten Größe, die eher einem Kinderfahrrad ähnelt, ist das Fahrverhalten mit E-Bike Klapprädern nur wenig eingeschränkt. Lediglich in folgenden Punkten ist das elektrische Faltrad einem herkömmlichen Fahrrad gegenüber im Nachteil:
- Gepäckträger: Aufgrund des geringen Gewichts und der kompakten Abmessungen besitzen nur wenige Modelle einen Gepäckträger. In vielen Fällen kann er auch nicht nachinstalliert werden. Eine Alternative zu einem Gepäckträger ist eine Fronttasche.
- Hohes Tempo: Aufgrund der schmalen Reifengröße ist ein Klapprad bei hohen Geschwindigkeiten sehr instabil.
- Rahmensteifheit: Die kompakte Bauweise des E-Bikes eignen sich nur bedingt für eine sportliche Fahrweise auf unebenem Gelände.
Wer sein klappbares E-Bike über längere Strecken tragen muss, sollte vor allem auf ein möglichst geringes Gewicht achten. 16 Kilogramm-Modelle eignen sich in diesem Fall besser als Räder mit einem Gewicht von 20 Kilogramm. Berücksichtigen Sie auch die Maße des Fahrrads im eingeklapptem Zustand.
Unterschied zwischen Faltrad und Kompaktrad
Kompakträder lassen sich im Gegensatz zu Falträdern nicht zusammenklappen. Sie können jedoch in der Höhe des Vorbaus sowie in der Sattelstütze variiert werden. Somit lässt sich das Rad an unterschiedliche Körpergrößen anpassen, sodass es mehrere Personen benutzen können.
Im Gegensatz zu normalen Fahrrädern ist der Transport eines E-Bikes bis zu einer Größe von 20 Zoll in vielen Bussen und Bahnen kostenfrei.
2. Ausstattungsmerkmale von Falträdern
Falträder unterscheiden sich in ihren wesentlichen Merkmalen nicht von klassischen E-Bikes. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Komponenten eines elektrischen Klapprades vor.
2.1 Rahmen und Reifen
Der Rahmen eines Klapprades besteht in der Regel aus leichten Materialien wie Aluminium oder Karbon, damit das Rad sich gut transportieren lässt. Zudem besitzt er eine leicht gebogene und durchgehende Mittelstange, die ein problemloses Aufsitzen ermöglicht. Im Gegensatz zu klassischen Elektrofahrrädern spielt die Rahmenhöhe und -form bei der Anschaffung nur eine geringe Rolle: Die Anpassung an die Körpergröße des Fahrers wird durch das Verstellen von Sattel und Lenkrad vorgenommen. Deswegen wird bei Klapprädern nur selten zwischen Damen- und Herrenmodellen unterschieden.
Die meisten Klappräder sind Unisex-Modelle
Die Reifen eines elektrischen Klappfahrades besitzen einen Durchmesser zwischen 16 und 20 Zoll. Seltener finden sich Modelle, die 26 Zoll aufweisen. Um das Gewicht möglichst gering zu halten, sind die Reifen schmal.
2.2 Motor und Akku
Der Motor ist der Kernbestandteil bei akkubetriebenen Falträdern. Er kann in verschiedenen Bereichen des Fahrrades angebracht werden und hat einen entscheidenden Einfluss auf die Bauweise und das Fahrverhalten des E-Bikes.
Vorderradmotor
- Motor treibt das Vorderrad an -> Erleichtert den Radwechsel
- Gewöhnungsbedürftig, da die Schubleistung bei klassischen Fahrrädern vom Hinterrad kommt
Hinterradmotor
- Motor treibt das Hinterrad an -> Effiziente Schubleistung
- Keine Rücktritt-Bremsen
Mittelmotor
- Motor befindet sich am Schwerpunkt des Fahrrades -> Ausgewogenes Fahrverhalten
- Effiziente Kraftübertragung
- Keine Rekuperation*
*Rekuperation bezeichnet die Rückgewinnung von überschüssiger Energie, die beispielsweise bei längeren Talfahrten entsteht.
Klapprad Akkus
Unterbringung des Akkus im Rahmen
Die Leistung des Akkus gibt Auskunft darüber, welche Strecke Sie mit Ihrem Elektro-Klapprad zurücklegen können. Darüber hinaus spielt auch die individuelle Fahrweise eine Rolle, sowie:
- Beschaffenheit des Untergrundes
- Wetterverhältnisse wie Regen, Schnee oder Wind
- Gesamtgewicht
In den meisten Modellen sind mittlerweile nur noch Lithium-Ionen-Akkus verbaut. Im Gegensatz zu NiMH-Akkus sind sie besonders leicht, was dem Gesamtgewicht eines elektrischen Klapprades zugutekommt.
Der Akku ist je nach Modell entweder im Rahmen des Klapprad E-Bikes oder anstelle eines Gepäckträgers untergebracht. Alternativ dazu ist auch die Montage des Akkus hinter dem Sattel möglich.
In vielen Fällen kann der Akku herausgenommen und separat aufgeladen werden.
2.3 Bremsen
Bei den meistens E-Bike Klapprädern kommen aufgrund ihres geringes Gewichtes Felgenbremsen zum Einsatz. Je nach Modell kann es sich dabei um eine Cantilever- oder V-Bremse (V-Brake) handeln. Hydraulische Scheibenbremsen eignen sich zwar besser für abschüssiges Gelände, wiegen jedoch verhältnismäßig viel, weswegen die Verarbeitung in leichten Falträdern untypisch ist.
3. Unterschiedliche E-Klappräder
Der Markt für klappbare Elektrofahrräder ist noch vergleichsweise übersichtlich. Eine Erweiterung des Angebotes in den kommenden Jahren ist jedoch vorauszusehen. Wir stellen Ihnen die klappbaren E-Bike-Modelle verschiedener Hersteller vor:
Prophete E-Bike Falträder

- Klappräder der Serie „Navigator“: abgebildetes Modell Navigator 6.1
- Im Rahmen integrierter Akku
- Akkureichweite von bis zu 50 km und eine Leistung von 250 W
- Faltmaße: 39 x 105 x 70
- TRIO Vorderradmotor
- 3-Gang-Nabenschaltung

- Elektro-Falträder der Serie „green“: abgebildetes Modell green 1.0
- Reifengröße von 20 Zoll
- Im Rahmen integrierter Akku
- PROMAX Alu-V-Bremse und Rücktrittbremse
- Rahmen aus Aluminium
- Zusatz: V-Streben-Gepäckträger
Movena E-Klappräder

- Klappräder im modernem Citylook
- Akkureichweite von bis zu 150 km (unter optimalen Bedingungen)
- Abmessungen im gefalteten Zustand: 86 x 45 x 68 cm
- Extra hohe Rahmendurchstiegshöhe von 39 cm
- Cantilever-Bremse
- Akku ist hinter der Sattelstange verbaut
E-Bikes KS Cycling

- Falträder aus der Serie ADORE: abgebildetes Modell ADORE Zero (in Weiß , Dunkelgrau oder Orange erhältlich)
- Bis zu 70 km Reichweite
- Faltsystem mit Sicherheitssperre
- Leichter Aluminium-Rahmen
- Faltmaß: 75 x 80 x 40 cm
- Bremsen: ASPE Aluminium-V-Brakes
4. FAQ
Was ist der Unterschied zwischen einem E-Bike und einem Pedelec?
E-Bikes oder auch Elektrofahrrad ist der Überbegriff für Pedelecs und S-Pedelecs. Während erstere das Fahren lediglich unterstützen, ermöglichen S-Pedelecs eine Fahrweise ähnlich wie bei einem Motorroller. Herkömmliche Pedelecs, worunter auch die meisten E-Klappräder fallen, erreichen eine Geschwindigkeit von maximal 25 Kilometern pro Stunde und weisen eine Leistung von maximal 250 Watt auf. S-Pedelecs hingegen können bis zu 45 Stundenkilometer schnell werden und dürfen deswegen nicht auf Radwegen fahren. Zudem benötigen Sie für das Fahren einen Führerschein der Klasse AM, eine Haftpflichtversicherung sowie ein Versicherungskennzeichen.
Wie groß ist die Reichweite mit einem klappbaren E-Bikes?
In Falt-E-Bikes sind ähnlich starke Motoren verbaut wie in herkömmlichen Pedelecs. Die Reichweite liegt somit ebenfalls bei bis zu 70 Kilometern mit einer Akkuladung.
Was ist der Vorteil eines E-Klappbikes im Gegensatz zu einem herkömmlichen Elektrofahrrad?
Falträder lassen sich auf ein kompaktes Maß zusammenklappen, wodurch der Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Kofferraum erleichtert wird. Sie dürfen aufgrund ihrer geringen Reifengröße kostenlos in Bussen und Bahnen mitgeführt werden.








































