
Dampfduschen
Wer in den eigenen vier Wänden keinen Platz für eine Sauna hat und dennoch nicht auf die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Schwitzbads verzichten möchte, greift häufig auf eine moderne Dampfdusche zurück. Die clevere Kombination aus klassischer Dusche und Dampfbad vereint höchste Hygieneansprüche mit wohltuenden Wellnessmomenten. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles über Eigenschaften, Bauweisen und Funktionen von Dampfduschen.
1. Eigenschaften von Dampfduschen
Vorteile von Dampfduschen
- Gegen Verspannungen und Muskelkrämpfe
- Reinigung und Pflege in einem
- Schwemmt Giftstoffe aus dem Körper
- Stärkt das Immunsystem
- Fördert die Durchblutung
- Kreislaufschonend
Während die Anschaffung einer Dampfdusche vor einigen Jahren noch sehr kostspielig war, werden heutzutage auch viele Modelle in günstigeren Preislagen angeboten. Die Wellnessoase für Zuhause eignet sich vor allem für Haushalte, die aufgrund des geringen Platzangebots auf Saunen oder Whirlpools verzichten müssen, sich aber mehr Komfort als den einer handelsüblichen Badewanne wünschen. Dampfduschen dienen der Entspannung, stärken das Immunsystem und lockern die Muskulatur. Da der produzierte Dampf in der Regel nur 60 Grad warm wird, ist die Benutzung kreislaufschonender als klassische Saunagänge. Bevor Sie sich jedoch für ein solches System entscheiden, sollten einige Voraussetzungen erfüllt sein:
- Wasserablauf und -zulauf: Die Wasserrohre, die bei der Installation der Dusche zum Einsatz kommen, sollten an eine intakte Restwasserentleerung angeschlossen sein. Andernfalls bietet das Wasser, das in den Leitungen zurückbleibt, den Nährboden für Bakterien und Keime. Achten Sie daher darauf, dass das gewünschte Modell über eine solche Entleerung verfügt.
- Strom: Damit Sie alle Funktionen des Panels nutzen können, ist ein Stromanschluss notwendig. Hierbei sollte es sich um einen 220 Volt starken Festanschluss in der Wand handeln. Ziehen Sie beim Aufbau einen Elektriker hinzu, der die sichere Installation gewährleistet.
- Wasserdichter Boden: Wenn die Dampfdusche nicht wie gewöhnlich im Badezimmer, sondern zum Beispiel im Schlafzimmer aufgestellt werden soll, ist ein ebener, wasserdichter Bodenbelag unerlässlich. Ungeeignet sind Holzböden, die beim intensiven Kontakt mit Wasser aufquellen.
- Raumhöhe: Die meisten Modelle verfügen über eine Höhe von 220 Zentimetern. Beachten Sie, dass der Raum mindestens zehn Zentimeter höher sein muss als die Dampfdusche.

2. Bauarten und Funktionsweise
Dampfduschen werden in mehreren Bauweisen angeboten, die den Anforderungen unterschiedlichster Badezimmer gerecht werden: So eignen sich Modelle mit einer 80 Zentimeter breiten Fläche eher für Einzelpersonen, während bei Versionen ab einem Meter Breite auch zwei Personen gleichzeitig duschen können. Je nach Platzangebot sollten Sie sich für eine freistehende oder links- beziehungsweise rechtsbündige Dusche entscheiden. Im folgenden Schaubild sehen Sie alle Eigenschaften im Überblick:
- Das Dach: Im Gegensatz zu vielen üblichen Duschen verfügen Dampfduschen oben über eine Abgrenzung, die nicht nur den Dampf in der Kabine hält, sondern mit einer Regendusche und integrierten LED-Lichtern für wohltuende Entspannung sorgt.
- Die Türen: Je nach Platzangebot werden die Glastüren mit Schiebe- oder Klappfunktion angeboten.
- Die Armatur:Die Säule, die sich in der Mitte der Kabine befindet, ist mit einem Bedienelement und Massagedüsen ausgestattet. Achten Sie darauf, dass diese aus hochwertigem Material gefertigt ist.

- Die Form: Je nach Raumangebot eignet sich eine andere Bauform. Kleine Bäder profitieren von Eckduschen, die rechts- oder linksbündig gebaut sind. Wer es modern mag, sollte sich für eine Variante im Viertelkreis (siehe Abbildung) entscheiden. Freistehende Duschen passen hingegen in große Badezimmer.
- Die Sitzfläche: Unter der Armatur befindet sich meist der klappbare Sitz, der zum Saunieren einlädt. Zusätzliche Badmöbel sind nicht nötig.
- Der Einstieg: Älteren oder körperlich eingeschränkten Nutzern bieten sich Varianten mit niedrigem oder gar bodentiefem Einstieg an.
Wer seine Dampfdusche auch als Badewanne nutzen möchte, sollte ein Modell mit Whirlpool ins Auge fassen. Die höhere Wanne erschwert zwar den Einstieg, punktet dafür jedoch durch besonders viel Komfort.
3. Material
Da sanitäre Objekte ständig Kalk, Wasser und Keimen ausgesetzt sind, ist die Verarbeitung von stabilen Werkstoffen wichtig.
Glas
Moderne Dampfduschen werden in den meisten Fällen mit hochwertigen Glaselementen versehen. So sind sowohl die Türen als auch die Rückwände und Dächer häufig aus Glas gefertigt. Das Material bietet neben der edlen Optik auch andere Vorteile: Es ist robust, langlebig und kratzfest. Die preiswertere Alternative Kunststoff ist hingegen anfälliger für Beschädigungen. Beachten Sie, dass das verwendete Glas mindestens sechs bis acht Millimeter stark sein sollte.
Aluminium
Um die Rahmen der Duschtrennwände rostfrei zu halten, kommt Aluminium zum Einsatz. Das edle Metall mit Hochglanzeffekt ist stabil und im Gegensatz zu günstigen Kunststoffen mit Metallbeschichtung widerstandsfähig und formfest. Zudem wird der Werkstoff oft für die Duscharmatur verwendet. Dadurch lässt sich die Oberfläche leicht reinigen und das Bedienfeld wird optimal vor Wassereinfluss geschützt. Achten Sie darauf, dass als Material reines Aluminium verwendet wird. Andernfalls ist die Langlebigkeit der Dampfdusche nicht gewährleistet.
Acryl
Während früher hauptsächlich Stahl-Email für die Produktion der Duschtassen verwendet wurde, setzen die meisten Hersteller heute auf Acryl. Begründet liegt das in der Flexibilität: So lässt sich das Material im Gegensatz zu Stahl beliebig formen und färben, ist pflegeleicht und verfügt über ein wärmeres Oberflächengefühl. Bei der Fertigung der Wanne ist wichtig, dass drei bis vier schützende Glasfaserschichten über dem Material liegen. So werden Verfärbungen durch Wasserdampf verhindert.
4. Funktionen einer Dampfdusche
Wer sich zum Kauf einer Dampfdusche entschließt, legt großen Wert auf vielfältige Funktionen. Für besonders entspannende Momente sollten möglichst alle Sinne angesprochen werden. Wir stellen Ihnen im Folgenden die beliebtesten Leistungsmerkmale vor und erklären Ihnen, welche Beschwerden diese lindern können.
4.1 Düsen und Brausen
Regenduschen sorgen für Wohlfühlmomente.
Namensgebend für die Dampfdusche ist der Dampfgenerator, mit dem heißer Wasserdampf in die Duschkabine strömt. Diese Funktion befindet sich meist unter dem Sitz oder an der Decke und hüllt den Benutzer in warmen Dampf. Ähnlich wie bei einem Saunagang wird hier für Entspannung gesorgt und Beschwerden wie Husten oder Rückenschmerzen gelindert. Bestimmte Aromen unterstützen die heilende Wirkung. Wie jede gewöhnliche Dusche verfügt auch die Wellnessversion über eine Handbrause, mit der Sie Haut und Haar wie gewohnt reinigen können. Darüber hinaus sorgt eine Regendusche, die an der Decke befestigt wird, für ein tropisches Urlaubsfeeling. Die Wassertropfen fallen hier breitflächig und sanft von der Decke und bereiten in Kombination mit den Lichteffekten eine beruhigende Atmosphäre.

Für Muskelentspannung sorgen Massagedüsen, die sich häufig am Bedienpanel befinden. Wenn Sie sich für eine Dampfdusche mit Whirlpool entscheiden, genießen Sie zudem weitere Düsen in der Wanne. Jede Düse, die über das Bedienfeld eingeschaltet wird, lässt sich manuell ausrichten. So haben Sie die Möglichkeit, verspannte Muskelregionen gezielt anzusprechen und diese mithilfe der Wasserstrahlen zu lockern. Je nach Variante gibt es nicht nur Rücken-, sondern auch Seitendüsen, die weitere Körperzonen bedienen.
4.2 Sound
Dampfduschen werden durch moderne Bedienelemente mit Touchscreen zum optischen Highlight jedes Wohnraums.
Mithilfe des Displays können Sie während des Duschens das Radio oder via Bluetooth die ganz persönliche Lieblingsmusik einschalten. Dank Kunststoffmembran, Silikonummantelung und Magnetverkleidung sind die integrierten Lautsprecher wasserfest und vor Korrosion geschützt. So wird Ihre Wellnessoase um einen akustischen Aspekt erweitert. Aktuelle Modelle bieten sogar eine Verbindung mit dem Mobiltelefon an, sodass Sie auch unter der Dusche keinen Anruf mehr verpassen.
4.3 Licht
Die LEDs, die zumeist in die Decke eingelassen sind, lassen sich ebenfalls über das Bedienfeld steuern. Sie erzeugen, entweder mittels Spots oder durchgängiger Röhren, je nach Stimmung farbiges Licht. Die Farbtöne können unterschiedliche Stimmungen unterstützen:
Rot
In der Chromotherapie gilt Rot als Farbe der Lebensfreude. Sie wirkt anregend und soll die Durchblutung und Wundheilung fördern. Der Stoffwechsel wird angeregt und die Vitalität gesteigert.
Blau
Blau ist die Farbe der Ruhe. Sie wird mit Wasser assoziiert, soll entspannend und nervenberuhigend wirken. Durch die beruhigenden Eigenschaften setzt Blau in der Lichttherapie den Puls herab und wirkt sich positiv auf Schlafstörungen aus.
Gelb
Da Gelb die Farbe der Sonne ist, repräsentiert sie in der Lichttherapie die Stärkung des Nervensystems und dient der Stimmungsaufhellung.
Grün
Grün weckt Assoziationen mit der Naturverbundenheit des Menschen. Es soll deshalb harmonisierende Wirkung haben und bei Stress und Erschöpfung eingesetzt werden.
Violett
Ursprünglich symbolisierten purpurne Farbtöne die Inspiration und den Geist. Bis heute unterstützt Lila die Meditation und soll sich positiv auf das Immunsystem auswirken.
4.4 Aroma
Während das Licht den optischen und die Musikanlage den akustischen Sinn anspricht, sorgen Aromen für angenehme Düfte. Um den Wasserdampf mit diesen Gerüchen zu versetzen, müssen Sie den entsprechenden Behälter am Dampfauslass befüllen. Meist befindet sich dieser unter dem Sitz – genauere Informationen entnehmen Sie bitte der Produktbeschreibung. Im Folgenden stellen wir Ihnen die beliebtesten Aromen vor:
| Zitrone | Pfefferminze | Thymian | Rosmarin | Lavendel | |
|---|---|---|---|---|---|
| Beruhigend | nein | nein | ja | nein | ja |
| Anregend | ja | nein | ja | ja | ja |
| Schmerzstillend | nein | ja | nein | nein | ja |
| Hustenlindernd | ja | ja | ja | nein | nein |
| Konzentrationsfördernd | ja | ja | nein | ja | nein |
| Stimmungsaufhellend | ja | nein | nein | nein | ja |
Bitte beachten Sie, dass sich nicht jedes Aroma-Öl für die Verwendung in der Dampfdusche eignet. So greifen Zusätze, die eigentlich für die Sauna gedacht sind, das Material Ihrer Dusche womöglich an. Setzen Sie in diesem Fall besser auf spezielle Dampfbademulsionen, die der Dusche nicht schaden können.
5. FAQ
Wie schließe ich eine Dampfdusche an?
Vor dem Aufbau sollten Sie in jedem Fall die Montageanweisungen beachten. Diese sind im Lieferumfang enthalten und beschreiben Schritt für Schritt, wie Sie beim Aufbau vorgehen sollten. Bedenken Sie außerdem, dass Dampfduschen aufgrund ihrer Größe von mindestens zwei Personen aufgebaut werden sollten. Neben dem Wasserablauf und dem Kalt- und Warmwasseranschluss ist auch ein Stromanschluss notwendig, der die Funktion des Bedienfelds, des Lichts und der Soundanlage garantiert. Wenn alle Bauteile aufgebaut wurden, sollte die Dampfdusche von innen verfugt werden. Nach rund 24 Stunden ist das Silikon getrocknet und die neue Dusche einsatzbereit. Wenn Sie wenig oder keine Erfahrung beim Aufbau sanitärer Objekte haben, sollten Sie die Montage von einem Fachmann vornehmen lassen.
Wie reinige ich meine Dampfdusche richtig?
Da Leitungswasser je nach Region sehr kalkhaltig ist, muss die Dusche regelmäßig gereinigt werden. Hierfür genügen handelsübliche Entkalker, wie sie auch für normale Duschen verwendet werden. Hochwertige Modelle verfügen außerdem über ein Ozondesinfektionssystem, das sich nach jedem Duschvorgang automatisch einschaltet. Der erhöhte Ozongehalt tötet schädliche Keime und Bakterien in der Dusche ab. Varianten, die nicht über diese Automatik verfügen, sollten manuell regelmäßig mit entsprechenden Ozonreinigern behandelt werden.
Benötige ich für meine Dampfdusche eine separate Lüftung?
Eine separate Lüftung wird in der Regel nicht benötigt, wenn Sie eine Dampfdusche in den eigenen vier Wänden aufstellen möchten. Um den entstandenen Wasserdampf nach dem Duschen abzuleiten, sollte das Badezimmer jedoch über ein Fenster verfügen. Andernfalls droht aufgrund der starken Luftfeuchtigkeit Schimmelbildung im Bad.


































