
Action Cams
Action Cams sind kleine, kompakte (Video-)Kameras, die auf die Bedürfnisse von Outdoor-Fans ausgelegt sind. Wir stellen Ihnen die speziellen Aufnahmegeräte vor.
1. Action Cams
Bei einer Action Cam handelt es sich um eine Digitalkamera, die für das Filmen bei sportlichen Aktivitäten ausgelegt ist. Sie ist nicht nur klein sowie handlich und kann mit speziellem Zubehör am Körper befestigt werden, sondern überzeugt auch durch eine hohe Bildqualität. Auch wenn den meisten Action-Kameras Elemente wie Blitz oder Zoom fehlen, können die Bild- und Videoaufnahmen durchaus mit denen klassischer Systemkameras mithalten:
Klein, kompakt und handlich: Action Cams
Action Cams sind mit ihrer Technik auf schnelle Bewegungen spezialisiert, sodass besonders immersive, aufregende und dynamische Videoaufnahmen möglich sind. Vor allem beim Mountainbiken, Motorradfahren oder Crossbike entstehen mit einer Sportkamera spektakuläre Aufnahmen. Action-Kameras werden sowohl von Freizeitsportlern als auch im professionellen Sport- und Outdoorbereich eingesetzt.
Die kompakten Kameras weisen die folgenden Besonderheiten auf:
Weitwinkellinse
Die meisten Action Cams filmen in einem besonders großen Aufnahmewinkel (bis zu 170 Grad), sodass ein extra breites Bild aufgenommen werden kann.
Extraweiter Bildwinkel für weitreichende AufnahmenRobust gegenüber Feuchtigkeit und Erschütterungen
Egal ob Staub, Regen oder ein Sturz aus großer Höhe – Action Cams besitzen ein besonders stabiles Gehäuse und eine strapazierfähige Technik, sodass auch Unvorhergesehenes der Kamera nur wenig anhaben kann. Zudem sind Action-Kameras temperaturbeständig und lassen sich sowohl im Winter bei Schnee und Eis oder im Sommer bei extremer Hitze problemlos bedienen.
Auch Sand und Staub können der Action Cam nichts anhaben.Kompakt
Action Cams haben keine Mechanik wie beispielsweise Zoom-Objektive verbaut und sind deswegen hinsichtlich Maße und Gewicht sehr kompakt: Die meisten Modelle wiegen maximal 100 Gramm und passen dank der schmalen Abmessungen von maximal acht mal fünf Zentimetern problemlos in die Hosentasche.
Die weiteren Besonderheiten einer Action Cam stellen wir Ihnen in den folgenden Kapiteln vor.
1.1 Unterwasseraufnahmen
Taucher, Schnorchler und Surfer nutzen eine Action Cam bevorzugt für Aufnahmen unter oder im Wasser.
Allerdings sind nicht die Kameras an sich wasserfest*: Vor Benutzung müssen Sie die Action Cam in ein entsprechendes Gehäuse legen, in dem die Unterwasserkameras wie gewohnt bedienbar ist. Je nach Modell liegt die Wasserdichtigkeit zwischen zehn und 45 Metern, sodass sie auch von Profitauchern problemlos verwendet werden kann. Für bessere Bilder unter Wasser besitzen die meisten Kameras einen Tauchmodus, bei dem künstliche Rottöne den Bildern hinzugefügt werden.
*Einige wenige Modelle sind auch ohne Gehäuse spritzwassergeschützt oder können kurzzeitig unter Wasser bleiben.
Bei hoher Luftfeuchtigkeit und großen Temperaturunterschieden kann es passieren, dass die Kameralinse im Gehäuse beschlägt. Mit Anti-Beschlageinsätzen kann das verhindert werden, da diese übermäßige Feuchtigkeit aufsaugen.
1.2 Sportkamera
Egal ob auf dem Mountainbike, dem Skateboard oder beim Skifahren: Action Cams sind darauf ausgelegt, bei jeder Art von sportlicher Betätigung eingesetzt zu werden. Hierzu wird die Kamera in der Regel nicht in der Hand gehalten, sondern am Körper oder am Sportgerät befestigt.
Mit einem Universal-Adapter kann unterschiedliches Zubehör an die Action Cam geschraubt werden.
Zur Montage werden ein Gewinde-Adapter sowie bestimmtes Equipment benötigt, das an der Action Cam angebracht wird:
- Brustgurt/Brustgeschirr
- Headstrap (Helmgurt für Ski- und Motorradhelme)
- Kopfbandhalterung
- Lenkerbefestigung (Fahrrad oder Motorrad)
- Saugnapf
- Stativ (beispielsweise Tripod-Stative)
- Klebeplatten
- Floating Strap (Auftrieb für die Kamera unter Wasser)
- Armband (Drehcliphalterung)
Des Weiteren empfiehlt sich die Anschaffung eines Selfie Sticks, eine Art Armverlängerung, sodass Sie sich auch selbst beim Sport filmen können.
Tripod-Stativ an einer Action Cam
Für besonders actionreiche Aufnahmen sind einige Kameras mit Drohnen kompatibel.
2. Technische Daten
Die technischen Aspekte spielen bei der Wahl für eine Action Cam eine entscheidende Rolle:
2.1 Auflösung (Bild und Video)
Aufgrund der hohen Auflösung ermöglichen Action-Kameras Aufnahmen bei schnellen Bewegungen, bei schlechtem (bewölktem) Wetter und sogar unter Wasser. Generell gilt: Je höher die Auflösung, desto schärfer sind die Bild- und Videoaufzeichnungen.
Üblich bei Action Cams sind:
- HD 720p (1.280 x 720 Pixel)
- Full HD 1080p (1.920 x 1.080 Pixel)
- 4K (3.840 x 2.072 Pixel)
Bei den meisten Kameras kann zwischen HD 720p und Full HD 1080p (und 4K) variiert werden.
Auch wenn die Bildqualität bei den meisten Action Cams sehr gut ist, sind sie in erster Linie darauf ausgelegt, Videos aufzunehmen. Auch aufgrund der geringen Größe eignen sie sich nicht unbedingt für das klassische Fotografieren mit der Hand.
2.2 Bildrate
Nicht nur die generelle Auflösung, sondern auch die Bildrate ist bei einer Kamera entscheidend. Sie bestimmt, wie viele Bilder pro Sekunde aufgenommen werden. Generell gilt hier: Je mehr Bilder pro Sekunde (FPS = frames per second), desto ruckelfreier die Aufnahme. Allerdings: Je höher die Framerate, desto mehr Speicherplatz wird in Anspruch genommen. Selbst eine hohe Auflösung kann die Schwächen einer niedrigen Bildwiederholungsrate nicht zwangsläufig ausgleichen.
Bei Unterwasseraufnahmen gilt eine Framerate von 25 FPS als ausreichend.
Üblich sind Bildraten von:
- 25 FPS
- 30 FPS
- 60 FPS
- 120 FPS
Die meisten Action-Kameras ermöglichen die individuelle Einstellung der Framerate. Für langsame Bewegungen, beispielsweise beim Tauchen können niedrige Bildraten von 25 oder 30 bereits ausreichend sein.
Neben der klassischen Aufnahme ermöglichen die meisten Action Cams auch das Filmen in Zeitraffer (Timelapse-Funktion), beispielsweise für die Aufnahme von Sonnenuntergängen.
Wer die Kamera unter hoher Geschwindigkeit, beispielsweise beim Ski- oder Motorradfahren nutzen möchte, sollte darauf achten, dass diese für ruckelfreie Aufnahmen einen digitalen Bildstabilisator aufweist.
2.3 Bedienung und Display
Da die Kompaktheit der Kamera an erster Stelle steht, verzichten die meisten Hersteller auf den Einbau eines Displays. Bedient wird die Action Cam über einige wenige Knöpfe:
- Ein- und Ausschalter
- Start und Stopp der Aufnahme
- Menüführung
Zudem lassen sich einige Kameras per Sprachbefehl oder mit dem Smartphone steuern:
Smartphone-Steuerung
Manche Hersteller bieten für ihre Action Cams eine zugehörige App an. Diese ermöglicht nicht nur die Steuerung der Kamera, sondern erlaubt auch das Speichern, Bearbeiten und Teilen von Videoaufnahmen und Bildern. Außerdem werden das Live-Video-Streaming und der Sofort-Upload ermöglicht. Die Verbindung zwischen Kamera und Smartphone erfolgt entweder über WiFi oder über Bluetooth.
2.4 Sonstige Aspekte
Weitere wichtige Aspekte bei der Anschaffung einer Action Cam sind Akkuleistung, Speicher und Schnittstellen:
Akku
Wie lange Sie ohne Unterbrechung mit der Action Cam filmen können, ist nicht nur von der Bildeinstellung, sondern auch von der Leistung des Akkus abhängig. Die Kapazität wird dabei in Milliampere angegeben (mAh) und liegt bei einer durchschnittlichen Action Cam bei 1.000 mAh. Bei einer mittleren Auflösungsqualität ergibt sich daraus eine Aufnahmedauer von etwa 1,5 Stunden. Wer länger filmen möchte, sollte sich Ersatz-Akkus anschaffen.
Mikrofon
Damit auch der Sound des Videos gespeichert werden kann, besitzen die meisten Action-Kameras ein integriertes Mikrofon. Wird dieses jedoch mit dem Gehäuse betrieben, sind Tonaufnahmen oftmals nur sehr leise oder gar nicht möglich.
Schnittstellen
Die meisten Action-Cams besitzen einen USB-Anschluss, über den der Akku der Kamera geladen wird und der die Übertragung von Bildern ermöglicht, beispielsweise auf den PC.
Speicher
Für die Speicherung der Bilder und Videoaufnahmen werden microSD-Karten in den entsprechenden Slot der Kamera eingesetzt. Bei vielen Modellen ist jedoch die maximale Speicherkapazität beziehungsweise Größe der Speicherkarte begrenzt. Beachten Sie deswegen die Angaben in der Herstellerbeschreibung.
Software
Die mitgelieferte Software des Herstellers kann dazu genutzt werden, Bilder und Videoaufnahmen zu ordnen, zu bearbeiten und auf diversen Plattformen hochzuladen.
GPS
Wer auch später den genauen Ort der Videoaufnahme nachvollziehen möchte, sollte zu einer Action Cam mit GPS-Aufzeichnung greifen. Der Standort wird bei jedem Bild und jeder Filmaufnahme erfasst und automatisch mit abgespeichert. Außerdem sind so nachträgliche Routenverfolgung sowie Distanz- und Geschwindigkeitsmessungen möglich.
Im Schnee, im Wasser und an Land: Unterwegs mit einer Action Cam
3. FAQ
Was muss ich beim Kauf einer Action Cam beachten?
Wer sich eine Action-Kamera anschaffen möchte, sollte sich zunächst Gedanken machen über Anwendungsgebiet (Unterwasser, Extremsport, Hobbyfilmen), gewünschte Bildqualität und natürlich den maximalen Preis. Wenn Sie die Kamera für Unterwasseraufnahmen nutzen möchten, ist ein wasserdichtes Gehäuse zwingend notwendig. Für Motorrad- und Skifahrer ist es hingegen wichtig, dass die Kamera einen Bildstabilisator besitzt, da ansonsten die Aufnahmen nicht ruckelfrei sind. Hinsichtlich der Bildqualität gilt: Action Cams mit 4K haben die beste Bildauflösung, sind aber auch entsprechend teurer als Modelle, die nur in Full HD auflösen.
Mit welcher Auflösung sollte meine Helmkamera filmen?
Generell gilt: Die beste Auflösung bei Action Cams beträgt 4K. Aufnahmen in dieser Auflösung sind gestochen scharf und können auch auf großen Displays wie beispielsweise einem 4K-Fernseher ohne Qualitätsverlust wiedergegeben werden. Wenn die Bilder und Videos lediglich auf dem Smartphone oder PC abgespielt werden sollen, gilt der Standard Full-HD jedoch als ausreichend.
Welche Funktionen sollte meine Action-Kamera aufweisen?
Egal ob Sie die Action Cam als Helmkamera oder für Unterwasseraufnahmen nutzen möchten – wir empfehlen Ihnen ein Modell, das die folgenden Funktionen aufweist:
- Digitaler Bildstabilisator
- Unterwassermodus
- Einstellbare Bildrate
- Wasserdicht (mit oder ohne Gehäuse)
Welche SD-Karte brauche ich für meine Action Cam?
Durch ihre Kompaktheit können in Action-Kameras lediglich microSD-Karten verwendet werden. Beachten Sie die maximale Speichergröße. Angaben dazu finden Sie in der Herstellerbeschreibung.
Wann ist eine Action Cam mit WiFi empfohlen?
Manche Action-Kameras lassen sich mit einer zugehörigen App auf dem Smartphone verbinden. Das ist vor allem dann praktisch, wenn Sie Bilder und Videos direkt auf dem Handy speichern möchten. Dort können sie diese nicht nur bearbeiten und schneiden, sondern auch in sozialen Netzwerken teilen oder an Freunde schicken. Auch wer Live-Streams mit seiner Kamera erstellen möchte, sollte darauf achten, dass sie mit WiFi ausgestattet ist. Außerdem lohnen sich Modelle mit Smartphone-Verbindung, wenn die Kamera selbst kein Display besitzt.
Sind alle Action Cams wasserdicht?
Nein, nur wenige, hochpreisige Action-Kameras sind von sich aus wasserdicht. Für die meisten Modelle wird ein entsprechendes Gehäuse benötigt, mit dem sich die Kamera problemlos für Unterwasseraufnahmen nutzen lässt. Beachten Sie jedoch zwingend die maximal zugelassene Tiefe.
Kann ich eine Action Cam bei jeder Sportart verwenden?
Theoretisch lassen sich Action Cams, solange sie wasserdicht sind, bei jeder Art von Sport verwenden. Dank diverser Adapter können sie überall am Körper oder am Sportgerät befestigt werden, sodass Ihre Hände frei bleiben.






































