
Wissenswertes über Dashcams
Dashcam werden eingesetzt, um Fahrten mit einem Fahrzeug aufzuzeichnen. Worauf es beim Kauf einer Dashcam ankommt, erfahren Sie im Folgenden.
1. Was ist eine Dashcam?
Eine Dashcam ist eine kleine Videokamera, die in der Regel am Armaturenbrett, am Rückspiegel oder an der Windschutzscheibe eines Fahrzeuges angebracht ist. Sie zeichnet während der Fahrt die Straße frontal auf. Auch an sämtlichen Zweirädern können Dashcams verwendet werden, sofern sie so angebracht sind, dass sie sich während der Fahrt nicht vom Gefährt lösen. Einige Varianten verfügen über zwei Kameras, mithilfe derer nicht nur die Frontsicht, sondern auch der Innenraum des Fahrzeugs oder die zurückgelegte Strecke aus der Rückscheibe aufgezeichnet werden kann.
Unter Umständen können die Aufzeichnungen der Mini-Kameras vor Gericht die Schuldfrage bei einem Unfall im Straßenverkehr klären. Dazu muss eine Dashcam aber zwingend bestimmte Ausstattungsmerkmale und Funktionen aufweisen.
Dashcams können Freund und Helfer im Straßenverkehr sein.
Da sich die Rechtslage zur Nutzung von Dashcams jederzeit ändern kann, versichern Sie sich vor der Nutzung eines solchen Gerätes über die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen. Das gilt auch für die Nutzung im Ausland: Die rechtliche Grundlage ist von Land zu Land unterschiedlich und daher im Voraus zu prüfen. Erfüllt das von Ihnen gewählte Modell nicht die geltenden Vorschriften, darf es keinesfalls im Straßenverkehr genutzt werden.
2. Kaufaspekte bei einer Dashcam
Wenn Sie sich dazu entscheiden, eine Dashcam zu nutzen, sollten Sie auf die folgenden Kaufaspekte achten. Einige der Merkmale sind sogar zwingend erforderlich, damit das Gerät den rechtlichen Anforderungen entspricht und überhaupt im deutschen Straßenverkehrt zum Einsatz kommen darf.
2.1 Bildqualität
Die Bildqualität bei einer Dashcam ist entscheidend für die Bildklarheit und damit letztlich für die Erkennbarkeit ausschlaggebender Details. Dazu gehören folgende Merkmale:
Bildauflösung:
Es empfiehlt sich eine Auflösung von mindestens Full-HD (also 1080p), damit alle Details wie erkennbar sind.
Aufnahmewinkel/Field of View (FOV):
Achten Sie darauf, dass die Dashcam einen Blickwinkel von mindestens 150 Grad aufweist. Nur so können die Geräte ein vollständiges Bild vom Geschehen nicht nur frontal, sondern auch links und rechts der Fahrbahn abbilden.
Dashcams sollten mindestens einen Weitwinkel von 150 Grad aufweisen.
Nachtaufnahmen:
Wenn Sie die Dashcam auch bei Nacht einsetzen, sollten Sie darauf achten, dass das Gerät ein lichtstarkes Objektiv oder eine Nachtsichtfunktion aufweist. Die meisten Dashcams unterstützen entweder Wide Dynamic Range (kurz: WDR) zum Verbessern der Tonwertkurve, oder High Dynamic Range (kurz: HDR) zum Verbessern von Belichtungszeiten.
2.2 Design, Bedienung und Befestigung
Größe, Form und Design einer Dashcam hängen von der jeweiligen Ausstattung ab. Die Mini-Kameras unterscheiden sich wie folgt:
Bedienung:
Je nach Modell lassen sich die Geräte entweder über Bedientasten, per Touchdisplay, Sprachassistenz oder eine App bedienen. Die Größe des Gerätes hängt ebenfalls von der Ausführung ab.
Design:
Dashcams sind in vielen unterschiedlichen Formen und Größen erhältlich. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass das Gerät nicht zu groß ausfällt und Ihre Sicht bei Anbringung an der Windschutzscheibe nicht stört oder gar einschränkt. Auch ob das Gerät über einen internen Akku verfügt oder über ein Kabel mit Strom versorgt wird, entscheidet über Maße und Gewicht.
Befestigung:
Die meisten Dashcams werden per Saugnapf-Halterung an der Windschutzscheibe befestigt. Einige Modelle verfügen über eine Klickvorrichtung, die es dem Fahrer beispielsweise erlaubt, die Kamera direkt am Rückspiegel zu befestigen. Wieder andere Varianten können am Armaturenbrett befestigt werden. Für welche Befestigungsart Sie sich entscheiden, hängt ganz von den individuellen Gegebenheiten ab.
Dashcams sind in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. Darunter finden sich zum Beispiel auch Rückspiegel mit integrierter Kamera.
2.3 Loopfunktion
Im normalen Betrieb nimmt die Kamera mithilfe der Loopfunktion (auch Schleifenaufnahme genannt) kontinuierlich kurze Clips während der Fahrt auf, überschreibt diese allerdings ständig wieder mit neuen Aufnahmen. Nur im Falle eines Unfalls, welcher bei besonders gut ausgestatteten Geräten durch einen Beschleunigungssensor bei starkem Bremsen oder Erschütterungen registriert wird, werden die letzten Minuten der Aufnahme automatisch gespeichert. Bei Geräten ohne Beschleunigungssensor kann die Speicherung manuell per Tastendruck vorgenommen werden. Beachten Sie jedoch, dass eine Speicherung rechtlich gesehen nur unter bestimmten Umständen erlaubt ist.
2.4 Technische Besonderheiten
Dashcams können noch viele weitere Funktionen aufweisen. Die Wichtigsten haben wir Ihnen im Folgenden zusammengestellt.
GPS:
Einige Ausführungen verfügen über einen GPS-Sensor, der die Positionsdaten der zurückgelegten Strecke protokolliert. Im Falle eines Unfalls kann so zum Beispiel der Standort mit Datum und Uhrzeit zurückverfolgt werden.
Parkraumüberwachung:
Dashcams mit eingebautem Akku und einem entsprechenden Sensor zur Beschleunigungsmessung können häufig mit einer Parkraumüberwachung aufwarten. Dabei überwacht die Kamera die Umgebung Ihres Fahrzeuges und startet eine Aufnahme, sobald sie eine Erschütterung wahrnimmt, beispielsweise wenn ein anderes Auto beim Ein- oder Ausparken gegen Ihr Fahrzeug prallt.
WLAN:
Sollte die Autokamera mit WLAN ausgestattet sein, ist es zum Beispiel in der Regel möglich, die Aufnahmen kabellos auf Ihr Smartphone zu übertragen.
Stromversorgung:
Dashcams werden entweder per Kabel über den Zigarettenanzünder oder mittels eines internen Akkus mit Strom versorgt. Einige Modelle warten mit beiden Varianten auf. Das bietet insbesondere für den Einsatz zur Parkraumüberwachung einen Vorteil, wenn die Mini-Kamera nicht vom Fahrzeug mit Strom versorgt werden kann.
Driveassist:
Es sind sogar Varianten von Dashcams erhältlich, die über Fahrassistenzsysteme verfügen und den Fahrer beispielsweise bei zu geringem Abstand zum vorderen Fahrzeug warnen.
3. FAQ
Wo liegt bei einer Dashcam der Unterschied zu einer Action Cam?
Eine Dashcam erkennt je nach verbauter Sensorik automatisch, ob das Fahrzeug, indem sie sich befindet, in eine kritische Situation geraten ist. Zudem kommen Dashcams überwiegend in Fahrzeugen zum Einsatz und müssen diverse rechtliche Vorschriften erfüllen, um genutzt werden zu dürfen. Action Cams werden hingegen in der Freizeit, beispielsweise beim Sport, eingesetzt, um etwa Aufnahmen der Landschaft oder von Trainingseinheiten zu machen.
Wie montiere ich eine Dashcam am besten?
Wichtig ist, dass die Mini-Kamera so sicher montiert wird, dass sie sich nicht von ihrem Platz lösen und zu einem gefährlichen Geschoss im Fahrzeug werden kann. Platzieren Sie das Gerät zudem so, dass die Linse einen guten Blick über die Straße hat, aber das Sichtfeld des Fahrers nicht stört oder beeinträchtigt. Wenn Sie eine Dashcam haben, die über ein Kabel mit Strom versorgt wird, können Sie das Kabel nahezu unsichtbar im Spalt zwischen Autoscheibe und -himmel verstecken und zur Mittelkonsole beziehungsweise zum Zigarettenanzünder verlegen.






































