
Drahtzäune Ratgeber
Das Einzäunen Ihres Gartens mit einem Drahtzaun hat eine Menge Vorteile: Die Einfriedung ist kostengünstig und der Zaun kann sowohl schnell als auch flexibel aufgebaut werden. Je nach Ausführung können Sie einen Drahtzaun nicht nur zur Umzäunung Ihres Grundstücks verwenden, sondern auch als Gehege für kleine Tiere oder zum Schutz von Gartenbeeten. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welcher Drahtzaun sich für welchen Zweck am besten eignet.
1. Maschendrahtzaun
Der Maschendrahtzaun ist universell einsetzbar, leicht zu errichten und findet sich nahezu überall: vor Industrieanlagen, Schulen, Gärten oder Tiergehegen.
1.1 Die wichtigsten Eigenschaften
Ein Maschendrahtzaun besteht aus einem Diagonaldrahtgeflecht, welches mit Spanndrähten an Metallpfosten befestigt wird. Der Draht ist meist mit Kunststoff ummantelt, was den Zaun vor Korrosion und Rost schützt und somit dessen Standzeit verlängert. Maschendrahtzäune sind meist in den Farben Grün oder Anthrazit beziehungsweise verzinkt erhältlich. Vor allem für große Flächen und Grundstücke ist ein Maschendraht eine gute Wahl, da die Kosten relativ gering sind und der Zaun schnell aufgebaut ist. Um den Zaun etwas zu verschönern, können die Maschen auch als Rankgitter für Zierpflanzen genutzt werden.
Kunststoffummantelter Maschendrahtzaun
1.2 Errichtung eines Maschendrahtzauns
Gehen Sie bei der Montage des Maschendrahtzauns nach folgenden Schritten vor:
Kunststoffummantelter Maschendrahtzaun
- Ausmessen und vorbereiten
Überlegen Sie sich zunächst, wo genau der Zaun verlaufen soll und markieren Sie den Zaunverlauf mit Pflöcken und einer Maurerschnur. Achten Sie dabei unbedingt auf die baurechtlichen Bestimmungen und die genaue Grundstücksgrenze. Die Pfostenabstände sollten zwischen zweieinhalb und drei Metern liegen. - Pfosten und Streben setzen
Für das Beton-Fundament der Pfosten heben Sie ein rund 40 Zentimeter tiefes Loch aus. Füllen Sie eine 15 Zentimeter dicke Betonschicht hinein und durchmengen Sie das Gemisch mit einem Spaten. Als Nächstes setzen Sie die Pfosten ein und richten sie mit Hilfe einer Wasserwaage aus. Achten Sie darauf, dass die Montageschienen der Pfosten nach außen zeigen. Füllen Sie nun das Loch bis zur Graskante mit Beton auf und verdichten Sie diesen. Bringen Sie zur Stabilisierung an den Eckpfosten je zwei seitliche Streben an. Montieren Sie die Streben dazu erst lose, um an der Stelle, an der Sie auf den Boden aufkommen, je ein weiteres Fundamentloch auszuheben. Verschrauben Sie die Streben, nachdem sie einbetoniert wurden.- Falls Sie die Pfosten nicht einbetonieren wollen, können Sie alternativ Bodenhülsen verwenden, die Sie einfach in die Erde einschlagen.
- Maschendraht festklemmen
Montieren Sie am ersten und letzten Zaunpfosten oben, unten und mittig die Spanndrahthalter. Schneiden Sie den Spanndraht zu und fixieren Sie ihn am Spanndrahthalter. Ziehen Sie den Draht über die Zwischenpfosten, indem Sie ihn dort in die Drahthalterung legen. Fixieren Sie den Draht zum Schluss am Endpfosten wieder über den Spanndrahthalter. Rollen Sie nun den Maschendraht ein Stück ab und befestigen Sie ihn über einen Geflechtspannstab an den Zaunhaken. Zum Schluss rollen Sie das Drahtgeflecht komplett aus und bringen den Maschendraht an den oberen und unteren Spanndrähten an, indem Sie die Drahtenden mit einer Zange daran festmachen.
2. Kaninchendraht
Kaninchendraht, oder auch Hasendraht genannt, ist ein feinmaschiger und leicht biegsamer Drahtzaun. Meistens ist er in Form eines Sechseckgeflechts zu erwerben. Der Kaninchendraht wird hauptsächlich zur Errichtung von Freilaufgehegen für Hasen oder Kaninchen verwendet, als Ergänzung oder Alternative zum Kleintierstall. Die Geflechte sind als Meterware erhältlich und können passend zugeschnitten werden. Befestigen Sie den Draht einfach an Gartenstäben, die Sie in den Boden rammen oder nageln Sie ihn an ein Holzgestell.
Sechseckgeflecht für Kaninchengehege
Damit sich Ihre Kaninchen nicht unter dem Zaun durchgraben, versenken Sie den Draht am besten um etwa 30 Zentimeter.
3. Drahtgitter
Drahtgitter sind flexibel einsetzbar und eignen sich zum Beispiel für die Herstellung von Kleintier-Käfigen oder zur Einzäunung von Gärten oder ganzen Industriegeländen. Diese Art von Zaun ist schlicht, preiswert und kann einfach montiert werden. Im Unterschied zum Maschendrahtzaun gibt es keine offenen Verbindungen: Die Längs- und Querverstrebungen sind punktverschweißt, wodurch das Gitter an jeder Stelle durchgeschnitten werden kann, ohne dass es seine Festigkeit verliert. Um den Zaun vor Witterungseinflüssen zu schützen, ist der Draht häufig verzinkt oder mit Kunststoff überzogen. Die Maschen sind im Gegensatz zum Kaninchengitter rechteckig oder quadratisch.
Das richtige Gitter:
Drahtgitter können sich je nach Ausführung in der Höhe, der Maschenweite und der Stärke des Drahtes unterscheiden. Je nach Anwendungsbereich eignen sich unterschiedliche Varianten. Für die Herstellung eines Tierkäfigs verwenden sie am besten ein engmaschiges Drahtgitter, bei einem Zaun hingegen ist eine größere Maschenweite besser geeignet. Die Drahtstärke können Sie zwischen weniger als einem Millimeter bis hin zu drei Millimetern wählen, je nachdem wie stabil oder flexibel das Gitter sein soll. Die Höhe kann von einem halben bis über zwei Meter reichen. Hohe Drahtgitter empfehlen sich vor allem, wenn Sie einen Vogelkäfig bauen oder den Drahtzaun zur Grundstücksabgrenzung nutzen wollen.
































