
Waveboards
Waveboards ähneln Skateboards: Sie dienen der Fortbewegung und versprechen mit ein wenig Übung großen Fahrspaß. Wir stellen Ihnen die Besonderheiten eines Waveboards vor.
1. Unterwegs mit einem Waveboard
Waveboards bringen das Gefühl von Wellenreiten und Snowboardfahren auf die Straße und erinnern in ihrer Optik an ein Skateboard . Im Gegensatz zu diesen besitzt ein Waveboard jedoch keine durchgehende Trittfläche, sondern ein Element für jeden Fuß. Diese Standflächen sind über den sogenannten Torsionsstab miteinander verbunden. Sie werden als Decks bezeichnet und lassen sich durch Verlagerung des Körpergewichtes um die Längsachse gegeneinander verdrehen. Durch diese Wellenbewegung wird die Fahrtbewegung erzeugt, die Füße bleiben dabei auf dem Board. Außerdem weisen Waveboards im Vergleich zum Skateboard vorne und hinten jeweils nur eine Rolle auf.
Unterwegs mit einem Waveboard, das auch als Streetsurfing-Skateboard bezeichnet wird
Eigenschaften eines Waveboards:
- Aus Holz oder aus Kunststoff (Fiberglas) gefertigt, einzelne Elemente bestehen aus Metall
- Rutschsichere Grip-Oberfläche
- Gewicht etwa drei Kilogramm
- Leichtlaufende und langlebige Rollen
- Besondere Kugellager, mit denen sich die Rollen um 360 Grad drehen lassen
- Hohe Flexibilität, sodass Kurven eng gefahren werden können
- Bis zu 120 Kilogramm belastbar
Die ersten Waveboards kamen 2004 unter der Bezeichnung Casterboards in den USA auf den Markt. In Deutschland sind Waveboards seit 2007 erhältlich – die Beliebtheit steigt mit jedem Jahr. Das Fahren mit einem Waveboard wird auch als Streetsurfing bezeichnet.
Wie Skateboards sind auch Waveboards nicht im Straßenverkehr zugelassen und dürfen deswegen nicht auf der Straße eingesetzt werden. Erlaubt ist das Fahren unter Umständen auf dem Bürgersteig und auf Privatgelände beziehungsweise ausgewiesenen Arealen, wie beispielsweise Half Pipes.
Waveboard aus Holz – Waveboard aus Kunststoff
Spaß und gesundheitliche Vorteile
Das Fahren auf dem Waveboard bereitet durch den einfachen Einstieg und die Vielfalt der erlernbaren Tricks lange Freude. Darüber hinaus ist das regelmäßige Fahren mit einem Waveboards auch aus gesundheitlicher Sicht sinnvoll.
- Schulung des Gleichgewichtssinns, des Koordinationsvermögens und Training der Ausdauer
- Kräftigung der Muskulatur
- Gelenkschonende Bewegung
2. Technische Informationen
Auch wenn der Aufbau eines jeden Waveboards im Prinzip ähnlich ist, unterscheiden sich die Modelle durch Aspekte wie:
- Verbindung der beiden Deckelemente
- Kugellager-Qualität
- Waveboard-Rollen
- Griptape
2.1 Deckverbindung
Die flexible Verbindung der Decks kann auf zwei verschiedene Arten erfolgen:
- Torsionsstange: Die Verbindung der beiden Decks mittels Torsionsstange gilt als die ursprüngliche Konstruktionsweise. Waveboards mit diesem Aufbau eignen sich besonders für Anfänger, da sich damit die Wellenbewegung einfach und instinktiv durchführen lässt.
- Singleframe: Waveboards mit der Singleframe-Bauweise sind erst seit kurzer Zeit auf dem Markt. Solche Ausführungen sind durchgängig und besitzen einen besonders schmalen, biegsamen Steg, der das Board besonders leicht macht. Dadurch lässt sich das Funsportgerät gut beherrschen und eignet sich für die Durchführung von Tricks und Sprüngen. Außerdem sind Single-Rahmen-Waveboards geräusch- und wartungsarm.
Waveboard mit Singleframe-Konstruktion
Achten Sie bei der Anschaffung auf eine hohe Qualität der verwendeten Materialen. Eine gute Orientierung bieten spezielle Auszeichnungen wie beispielsweise das GS-Siegel. Bei minderwertigen Modellen kann sich während des Fahrens die Torsionsstange lösen, was Stürze und Verletzungen nach sich ziehen kann.
2.2 Das Kugellager
Die Rollen eines Waveboards sind in sogenannten "Casters" (Kugellagern) aufgehängt und je nach Modell 360 Grad oder teilweise schwenkbar. Das hat Einfluss auf die Manövrierbarkeit, denn ein Waveboard kann nicht nur vorwärts, sondern auch schräg, seitwärts und rückwärts gefahren werden.
Das Kugellager eines Waveboards.
Die Kugellager eines Waveboards sind in der Regel genormt: Die ABEC-Norm gibt Auskunft über die Qualität des Kugellagers und reicht von ABEC 1 bis ABEC 11. Hierbei gilt: Je höher die Zahl, desto besser die Qualität.
2.3 Die Waveboard-Rollen
Die Rollen eines Waveboards ähneln den Ausführungen bei Inlineskates. Im Vergleich zu diesen sind Waveboard-Rollen jedoch weicher, sodass eine besonders gute Bodenhaftung gegeben ist.
Dabei unterscheiden sich die Rollen anhand zwei Kriterien:
- Größe der Rollen (Durchmesser)
- Härtegrad
Der Durchmesser von Waveboard-Rollen reicht von etwa 50 Millimetern bis circa 90 Millimetern. Die Rollenhärte wird in Zahlen von 76 A (= weich) bis 90 A (= hart) angegeben.
Üblich für Anfänger-Waveboards sind relativ weiche Rollen mit einem Durchmesser von 77 Millimetern. Härtere und größere Rollen bieten höhere Geschwindigkeit, kleinere und weichere dagegen besseren Halt und Wendigkeit für die Durchführung von Tricks.
2.4 Griptape
Bei den Decks sollten Sie auf Rutschfestigkeit achten, damit die Füße ausreichend Halt haben. Üblicherweise ist deswegen auf dem Waveboard ein sogenanntes Griptape angebracht. Der rutschfeste Belag mit Körnung sorgt für Haftung und ist meistens bunt oder mit Motiven gestaltet.
3. Fahrtipps für Anfänger
Die Kontrolle über ein Waveboard kann schwierig sein und erfordert mitunter Übung. Mit ein wenig Geschick können Sie jedoch auch als Anfänger schnell gute Erfolge erzielen, die ersten Meter lassen sich oftmals schon nach 30 Minuten Training zurücklegen.
Tipps für den Anfang:
- Kontrollieren Sie vor der Verwendung die Verschraubungen.
- Fahren Sie mit Helm, Knie-, Ellenbogen- und Handgelenksschonern sowie festen und rutschfesten Schuhen.
- Der Untergrund sollte möglichst glatt und die Umgebung frei von Gefahrenstellen sein. Für den Anfang ist es empfehlenswert, eine Strecke mit Wiese an der Seite zu wählen. Bei einem unkontrollierten Abstieg können Sie sich zur Seite fallen lassen.
- In der Regel übernimmt ein Fuß den dominanten Part. Dieser sollte auf dem vorderen Deck platziert werden, sodass die Kontrolle über das Waveboard leichter fällt.
- Richten Sie zum Aufsteigen das vor Ihnen liegende Board mit dem vorderen Fuß auf und nehmen Sie dann mit dem hinteren Bein etwas Schwung auf.
Neben klassischen Waveboards erhalten Sie auch besonders leichte Modelle, deren Gewicht etwa 40 Prozent geringer ist. Je leichter das Waveboard, desto besser ist es für Anfänger oder auch Kinder geeignet. Zudem erhalten Sie auch spezielle Profimodelle für die Durchführung von Tricks.
4. Schutzausrüstung
Damit ein Sturz keine gravierenden Verletzungen nach sich zieht, sollte das Waveboard nur mit einer passenden Schutzausrüstung gefahren werden. Das gilt insbesondere dann, wenn Sie noch unsicher sind und das Waveboardfahren noch nicht vollständig beherrschen.
Tragen Sie beim Fahren eines Waveboards zudem unbedingt einen Helm! Empfehlenswert sind auch spezielle Handgelenkschoner.
5. FAQ
Welche Waveboards eignen sich für Kinder?
Achten Sie darauf, dass das ausgewählte Modell ein geringes Eigengewicht hat und speziell für Anfänger geeignet ist. Weitere wichtige Eigenschaften für das Kinder-Waveboards sind ein sehr guter Grip und eine ruhige Fahrweise. Wer Wert auf die Optik legt, erhält auch Ausführungen mit einer bunten und kindgerecht bedruckten Oberfläche. Oftmals sind Modelle für Kinder auch kleiner als vergleichbare Waveboards für Erwachsene.
Bis zu welchem Gewicht ist ein Waveboard belastbar?
Die Belastungsgrenze liegt bei einem Waveboard bei maximal 120 Kilogramm. Modelle für Kinder sind jedoch weniger belastbar (bis maximal 80 Kilogramm).
Ab wie viel Jahren darf mein Kind Waveboard fahren?
Generell sind Waveboards für Kinder ab einem Alter von sieben Jahren geeignet.
Welche Waveboard-Größe für ein Kind?
Die klassische Länge eines Waveboards liegt bei 80 Zentimetern. Modelle für Kinder werden auch unter der Bezeichnung „Junior Deck“ vertrieben.






































